Luke Humphries hat seinen Titel beim
US Darts Masters erfolgreich verteidigt. Der Weltranglistenerste setzte sich in einem hochklassigen Finale mit 8:7 gegen
Luke Littler durch und überzeugte dabei mit einem Average von 104 Punkten. Damit bleibt die Trophäe nach seinem Triumph im Vorjahr erneut in den Händen von „Cool Hand Luke“.
Für Littler platzte dagegen der Traum vom nächsten World-Series-Titel. Nachdem Michael van Gerwen zuletzt in Kopenhagen triumphiert hatte, trägt sich nun Humphries als weiterer Sieger in die diesjährige Ehrenliste ein. Bei den kommenden Turnieren in Australien und Neuseeland wird es erneut neue Gewinner geben, da sowohl Humphries als auch Littler ihre Teilnahme abgesagt haben.
Humphries entscheidet hochklassiges Finale im letzten Leg
Mit dem Titelgewinn tankt Humphries zusätzliches Selbstvertrauen für das bevorstehende World Matchplay. Im Endspiel erwischte der Engländer den besseren Start und ging nach Checkouts von 41 und 60 Punkten schnell mit 2:0 in Führung. Littler verkürzte zwar mit einem 81er-Finish auf 2:1, doch Humphries stellte mit einem 41er-Finish auf 3:1, nahm seinem Landsmann anschließend den Anwurf ab und erhöhte auf der Doppel-14 auf 4:1.
Luke Humphries setzte sich im Finale der US Darts Masters mit 8:7 gegen Luke Littler durch und verteidigte seinen Titel in New York.
Littler fand jedoch eindrucksvoll zurück in die Partie. Auf der Doppel-20 verkürzte er zunächst auf 2:4, ehe er sich mit einem 81er-Checkout das Break zum 3:4 sicherte. Kurz darauf war der Ausgleich perfekt, nachdem Humphries mehrere Breakchancen ungenutzt gelassen hatte. Littler drehte das Match sogar und ging erstmals mit 5:4 in Führung.
Doch Humphries ließ sich nicht abschütteln. Auf Tops stellte er auf 5:5, ehe er sich dank eines 96er-Finishs erneut den Vorteil zum 6:5 verschaffte. Littler antwortete auf der Doppel-20 zum 6:6, Humphries legte auf der Doppel-16 zum 7:6 vor.
Littler bewies erneut seine Nervenstärke und rettete sich mit einem 56er-Checkout ins Entscheidungsleg. Dort hatte Humphries den Anwurf, stellte sich mit einer starken Aufnahme 41 Rest und verwandelte diese sicher zum Titelgewinn. Littler wartete bei 86 Punkten vergeblich auf eine Titelchance.
Littler und Humphries marschieren ins Finale
Den Abend hatte Littler mit einem ungefährdeten 6:1-Erfolg über Jim Long eröffnet. Der Kanadier vergab im ersten Leg nach einer 180 seine Chance, woraufhin Littler die Doppel-20 zum 1:0 traf. Anschließend hielt der Engländer seinen Anwurf zum 2:0, legte nach einer weiteren 180 das Break nach und erhöhte später mit einem 101er-Checkout auf 5:1. Den Sieg machte er schließlich auf der Doppel-19 perfekt.
Im Halbfinale wartete James Wade, der zuvor Gerwyn Price aus dem Turnier genommen hatte. „The Machine“ setzte sich mit 6:3 durch und spielte dabei selbst einen Average von 102 Punkten, während Price trotz eines Schnitts von 103 ausschied.
Wade startete stark, sicherte sich mit einem 124er-Finish das Break zum 2:0 und baute seinen Vorsprung anschließend via Doppel-20 aus. Auch das 4:1 gelang ihm auf diesem Weg. Price kämpfte sich mit einem 76er-Checkout noch einmal auf 4:3 heran, doch nach vergebenen Chancen des Walisers stellte Wade auf der Doppel-10 den alten Abstand wieder her und machte den Sieg anschließend mit einem 64er-Finish perfekt.
Humphries präsentierte sich im Viertelfinale ebenfalls in starker Verfassung. Beim 6:3-Erfolg über Stephen Bunting spielte er einen Average von 105 Punkten. Nach dem Break zum 3:1 über ein 44er-Checkout erhöhte er mit einem 73er-Finish auf 4:1. Zwar verkürzte Bunting auf 2:4 und später sogar auf 3:4, doch Humphries antwortete auf der Doppel-10 zum 5:3 und machte mit einem starken 107er-Finish den Halbfinaleinzug perfekt.
Van Veen glänzt – Humphries gelingt spektakuläres Comeback
Auch Gian van Veen sorgte mit einem Average von 106 Punkten für ein Ausrufezeichen. Der Niederländer setzte sich mit 6:3 gegen Jonny Clayton durch. Nach Treffern auf der Doppel-6 und einem 77er-Finish führte van Veen früh mit 2:0, ehe er mit einem 138er-Checkout auf 3:1 stellte. Clayton verkürzte zwar noch einmal, doch van Veen antwortete mit einem 81er-Checkout zum 5:3 und entschied die Partie schließlich mit einem brillanten 119er-Finish.
Im Halbfinale traf Littler anschließend auf James Wade und setzte sich mit 7:4 durch. Nachdem Wade den Ausgleich zum 2:2 verpasst hatte, traf Littler die Doppel-20. Zwar verkürzte Wade später mit einem 76er-Finish auf 2:4 und kämpfte sich durch ein 120er-Checkout im Anwurfleg des Weltmeisters auf 3:4 heran, doch Littler holte sich das Break sofort auf der Doppel-10 zurück. Anschließend zog er auf 6:3 davon und machte den Finaleinzug auf Tops zum 7:4 perfekt.
Deutlich dramatischer verlief das zweite Halbfinale. Gian van Veen führte gegen Humhries bereits mit 6:3 und hatte nach einem starken 130er-Finish nur noch ein Leg zum Sieg benötigt. Doch der Titelverteidiger zeigte seine ganze Klasse, verkürzte zunächst auf der Doppel-20 auf 5:6, glich anschließend über ein 46er-Checkout aus und vollendete das beeindruckende Comeback schließlich auf der Doppel-11 zum 7:6-Erfolg.