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Premier League Darts bleibt ein beispielloser Erfolg. Mit ausverkauften Arenen, hohen Einschaltquoten und einer enormen Popularität scheint es auf den ersten Blick wenig Anlass zu geben, am aktuellen Format zu schrauben. Doch nicht alle Experten sehen das so. In einer Diskussion über die Zukunft des Turniers beleuchteten die Sky-Sports-Moderatoren Michael Bridge und Stuart Pyke mögliche Veränderungen für die kommenden Jahre.
Beeindruckende Zahlen
Bridge erkennt an, dass die Zahlen beeindruckend sind. „Matt Porter würde wahrscheinlich sagen: Rekordzahlen, nahezu überall ausverkauft. Warum sollten wir etwas ändern?“ Damit verweist er auf den CEO der PDC, der sich durch die kommerziellen Erfolge der Liga bestätigt sieht. Dennoch findet Bridge, dass Erfolg nicht automatisch bedeutet, alles beim Alten zu lassen.
Seiner Ansicht nach kann Erneuerung helfen, die Premier League Darts frisch und attraktiv zu halten. „Persönlich denke ich, dass Veränderung nötig ist“, stellte Bridge klar. „Und ich denke auch, dass Porter dem grundsätzlich offen gegenübersteht.“
Eine der Möglichkeiten, die Bridge sieht, ist die Rückkehr zu einem früheren Format. Dabei würde man sich vom aktuellen K.-o.-System verabschieden, das seit 2022 genutzt wird. In der derzeitigen Ausrichtung spielen die acht Teilnehmer an jedem Abend ein Mini-Turnier, bei dem der Sieger fünf Punkte für die Rangliste erhält. Eine Rückkehr zu einem Spiel pro Woche für jeden Spieler ist für Bridge definitiv eine Option.
„Golden Ticket Nights“
Stuart Pyke sieht das anders. Der erfahrene Darts-Kommentator ist kein Befürworter einer kompletten Kursänderung und plädiert eher dafür, die bestehende Struktur beizubehalten. Allerdings meint er, dass es Spielraum gibt, das Konzept weiterzuentwickeln. „Lasst es so, wie es ist, aber macht es etwas spezieller“, so Pyke. Sein Vorschlag ist, im Laufe der Saison einige besondere Abende einzuführen, an denen besonders viel auf dem Spiel steht.
Pyke brachte die Idee von vier sogenannten „Golden Ticket Nights“ ins Spiel, bei denen doppelte Punkte verdient werden können. Ein Sieg an einem solchen Abend würde den Spielern einen kräftigen Schub in der Rangliste geben und den Kampf um die Play-off-Plätze zusätzlich anheizen.
Luke Littler gewann in diesem Jahr die Premier League Darts
Laut Pyke bietet das mehrere Vorteile. „Es würde jedem Spieler zusätzliche Chancen geben, doch noch in die Top Vier zu kommen“, erklärte er. Dadurch hätten auch Akteure, die zur Saisonhalbzeit zurückfallen, länger Aussicht auf die Qualifikation für die Play-offs.
Ob die PDC tatsächlich Änderungen vornehmen wird, bleibt abzuwarten. Die Premier League Darts ist kommerziell stärker denn je, doch die Diskussion zeigt, dass in der Dartswelt durchaus über Wege nachgedacht wird, das Format weiter zu verfeinern. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die Organisation am aktuellen Erfolgsrezept festhält oder doch für einen neuen Impuls offen ist.