Vorschau Premier League Darts 2026: Spieltag 10 in Brighton – van Gerwen und van Veen vor wegweisendem Duell
PDCAm Donnerstagabend steht in Brighton bereits der zehnte Spieltag der Premier League Darts 2026 an, und für die beiden Niederländer Michael van Gerwen und Gian van Veen könnte dieser Abend richtungsweisend werden. Beide liegen im Rennen um die Finals Night noch in Schlagdistanz, doch ausgerechnet das direkte Duell macht die Ausgangslage besonders brisant. Brighton ist zudem seit Jahren ein fester Termin im Kalender der Premier League, und auch 2026 gastiert die Tour wieder im Brighton Centre.
Seit 2022 ist Brighton wieder verlässlich dabei, nachdem die Stadt in den Jahren zuvor mehrfach aus dem Spielplan gefallen war. Der Abend hat sich in dieser Phase zu einem Ort für große Namen entwickelt: Michael van Gerwen gewann 2022, Gerwyn Price setzte sich 2023 durch, und Luke Littler holte sich die beiden vergangenen Ausgaben. Im Vorjahr bezwang „The Nuke“ Nathan Aspinall im Finale mit 6:3 und unterstrich damit erneut, wie eng die Spitze der Premier League beisammen liegt.
Spielplan Premier League Darts 2026
Donnerstag, 9. April (ab 20:00 Uhr)
The Brighton Centre, Brighton - 10. Spieltag
| Zeit | Spieler 1 | v | Spieler 2 | Runde |
| 20:15 | Luke Humphries | v | Jonny Clayton | VF |
| 20:45 | Gerwyn Price | v | Josh Rock | VF |
| 21:15 | Luke Littler | v | Stephen Bunting | VF |
| 21:45 | Michael van Gerwen | v | Gian van Veen | VF |
Weiterlesen
Luke Humphries vs. Jonny Clayton
Luke Humphries und Jonny Clayton eröffnen den Abend mit einem Duell, das für beide in der Tabelle noch Bedeutung hat. Für Humphries läuft die Premier League 2026 bislang nicht so rund, wie man es vom Weltmeister des Jahres 2024 erwarten würde. Er wartet noch immer auf seinen ersten Wochentitel und stand erst einmal im Finale, wodurch er vor dem Spieltag mit 11 Punkten auf Rang sechs liegt.
Gerade diese Zwischenbilanz zeigt, wie ungewohnt die Saison für „Cool Hand Luke“ bisher verläuft. Zwar hat er noch ausreichend Chancen, in den kommenden Wochen Boden gutzumachen, doch der Druck wächst mit jedem Spieltag. Ausgerechnet gegen Clayton kassierte er in seinem bisherigen Finale die deutliche 1:6-Niederlage.
Jonny Clayton präsentiert sich dagegen bislang stabiler und konstanter. Der Waliser hat schon zwei Wochentitel geholt und stand ein weiteres Mal im Endspiel, ehe er in den vergangenen drei Wochen einen kleinen Knick hinnehmen musste. Trotz dieser Phase liegt er mit 19 Punkten weiterhin auf Platz drei und damit klar unter den Play-off-Plätzen.
Auch der direkte Vergleich spricht leicht für Clayton, der neun der bisherigen 16 Partien gegen Humphries gewonnen hat. In der laufenden Premier League setzte er sich zudem bereits zweimal gegen den Engländer durch. Für Humphries ist die Begegnung deshalb mehr als nur der Auftakt in den Abend, denn er braucht dringend ein Ergebnis, das ihn im Kampf um die Finals Night wieder näher an die Spitze bringt.
Gerwyn Price vs. Josh Rock
Im zweiten Viertelfinale stehen Gerwyn Price und Josh Rock auf der Bühne, und die Rollenverteilung ist klarer als in vielen anderen Begegnungen dieses Abends. Price lieferte in Manchester einen Auftritt, der fast schon als Machtdemonstration durchging. Mit Averages von 103,54, 112,91 und 105,84 räumte er Luke Humphries, Stephen Bunting und Gian van Veen aus dem Weg und holte sich den Wochentitel eindrucksvoll.
Dieser Erfolg hat Price nicht nur Selbstvertrauen gegeben, sondern ihn auch in der Tabelle weit nach vorne gespült. Mit 19 Punkten ist er jetzt punktgleich mit Clayton und nur zwei Zähler hinter Luke Littler, der die Rangliste anführt.
Josh Rock dagegen spielt inzwischen vor allem für das eigene Gefühl und für eine saubere Schlussphase der Liga. Der Nordire hat nach einer langen Durststrecke in den letzten beiden Wochen endlich wieder vier Punkte gesammelt, doch die Play-offs sind für ihn kaum noch realistisch. Gerade deshalb dürfte es für ihn darum gehen, sich mit starken Leistungen ordentlich aus der Saison zu verabschieden.
Gegen Price spricht allerdings vieles für einen schwierigen Abend. Im direkten Vergleich liegt „The Iceman“ mit 7:4 vorne, und auch das bislang einzige Duell der beiden in dieser Premier-League-Saison ging deutlich an den Waliser. In Dublin siegte Price klar mit 6:0, was Rock in Brighton kaum Hoffnung auf einen einfachen Abend machen dürfte.
Price gewann vergangene Woche den Abend in Manchester in beeindruckender Manier und kletterte damit auf den zweiten Platz der Rangliste.
Luke Littler vs. Stephen Bunting
Das dritte Match des Abends bringt Luke Littler und Stephen Bunting zusammen, und natürlich richtet sich der Blick erneut auf den Weltmeister. Littler sorgte vergangene Woche in Manchester zwar auch spielerisch für Schlagzeilen, doch vor allem sein Auftreten im Viertelfinale gegen Gian van Veen rückte in den Fokus. Der 19-Jährige verlor das Entscheidungsleg und wirkte danach sichtlich angefressen, weshalb nun vor allem die Frage im Raum steht, wie er darauf reagiert.
Sportlich bleibt Littler dennoch das Maß der Dinge. Nach neun Spieltagen führt er die Tabelle mit 21 Punkten an und hat bereits drei Wochentitel gesammelt. Genau diese Mischung aus Konstanz und Spitzenklasse macht ihn auch in Brighton zum klaren Favoriten, selbst wenn die jüngsten Schlagzeilen eher um seine Reaktion auf der Bühne kreisten.
Stephen Bunting hält sich seinerseits noch in Reichweite der Play-offs. Der Engländer hat in sechs von neun Wochen direkt zum Auftakt verloren, sich aber auch einen Wochensieg gesichert und steht damit bei neun Punkten. Das reicht aktuell nur für Rang sieben, doch der Rückstand auf Platz vier ist mit vier Zählern noch nicht groß, sodass er sich weiter Hoffnungen machen darf.
Der direkte Vergleich spricht jedoch deutlich gegen Bunting. In 14 Duellen gewann er nur viermal gegen Littler, und auch in dieser Premier League blieb er bisher ohne Erfolg gegen den Weltmeister. Beide bisherigen Aufeinandertreffen gingen mit 6:3 an Littler, der somit natürlich auch in Brighton wieder die Favoritenrolle haben wird.
Michael van Gerwen vs. Gian van Veen
Zum Abschluss kommt es zu dem Duell, auf das an diesem Abend vor allem die niederländischen Fans blicken werden: Michael van Gerwen gegen Gian van Veen. Für beide ist dieses Match im Kampf um die Finals Night von großer Bedeutung, denn in der engen Tabellenregion kann jeder Punkt am Ende den Ausschlag geben. Van Gerwen liegt aktuell mit 13 Punkten auf Rang vier, Van Veen folgt direkt dahinter mit 12 Punkten.
Beide Niederländer erlebten bislang eine wechselhafte Premier League und haben bereits Rückschläge hinnehmen müssen. Van Gerwen verpasste einen Spielabend und verlor dadurch wichtige Punkte, zudem schied er mehrfach schon früh aus. Gleichzeitig sicherte er sich den Auftaktabend der Saison und erreichte noch zweimal das Finale, auch wenn er dort gegen Price und Littler unterlag.
Van Veen wiederum zeigt in dieser Premier League bislang das typische Alles-oder-nichts-Profil. In drei Wochen erreichte er zwar das Finale, doch ein Wochensieg sprang bislang nicht heraus. Sein Zustand nach der krankheitsbedingten Pause wegen Nierensteinen hat ihm in der Tabelle ebenfalls nicht geholfen, weshalb er in Brighton dringend ein starkes Ergebnis braucht, um die Play-off-Ambitionen zu untermauern.
Der direkte Vergleich fällt bislang klar zugunsten von Van Gerwen aus. In der laufenden Premier League trafen beide erst einmal aufeinander, und damals setzte sich „Mighty Mike“ im Finale des Eröffnungsabends mit 6:4 durch.
Bei ihrem letzten geplanten Aufeinandertreffen im Viertelfinale (Spieltag 7 in Dublin) erhielt Van Gerwen ein Freilos, weil Van Veen wegen Nierensteinen absagen musste.
Weiterlesen

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Klatscht 0Besucher 0
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










