Vorschau Premier League Darts 2026: Spieltag 11 – Heimspiel für Michael van Gerwen und Gian van Veen in Rotterdam

PDC
Mittwoch, 15 April 2026 um 19:30
Gian van Veen & Michael van Gerwen
Am Donnerstagabend, dem 16. April 2026, steht ein ganz besonderer Premier-League-Spieltag auf dem Programm. Die Darts-Elite gastiert im berühmten Rotterdam Ahoy, wo die niederländischen Fans traditionell für elektrisierende Stimmung sorgen. Michael van Gerwen und Gian van Veen freuen sich auf ihren Heimauftritt und hoffen, den begehrten Wochentitel vor eigenem Publikum zu gewinnen.
Die Premier League Darts machte 2016 erstmals Station in der niederländischen Hafenstadt. Damals triumphierte Michael van Gerwen mit einem 7:5-Sieg über Phil Taylor, während Raymond van Barneveld sich beim 6:6 gegen Peter Wright einen Punkt sicherte. Zwei Jahre später musste der Spieltag in Exeter wegen heftiger Schneefälle abgesagt werden, und Rotterdam sprang kurzfristig ein – gleich mit zwei Abenden in Folge. Diese Entscheidung erwies sich als Glücksfall: Van Barneveld bezwang Van Gerwen im direkten Duell mit 7:5, das bis heute als eines der emotionalsten Matches in der Ahoy-Geschichte gilt. Ein Jahr später wiederholte die PDC das Doppel-Event, und Van Gerwen machte mit einem klaren 7:1-Sieg über „Barney“ seine Revanche perfekt.

Spielplan Premier League Darts 2026

Donnerstag, 16.04.2026 (ab 19:00 Uhr)

Ahoy Rotterdam - 11. Spieltag

Zeit Spieler 1 v Spieler 2 Runde
19:15 Luke Littler v Gerwyn Price VF
19:45 Gian van Veen v Luke Humphries VF
20:15 Michael van Gerwen v Jonny Clayton VF
20:45 Stephen Bunting v Josh Rock VF

Luke Littler vs. Gerwyn Price

Der Abend startet mit einem echten Highlight: Weltmeister Luke Littler trifft auf Gerwyn Price. Das Duell verspricht Hochspannung – nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch. Seit seinem Zwischenfall mit Gian van Veen in Manchester rechnet man mit einem feindseligen Empfang für den Engländer. Viele niederländische Fans stehen auf der Seite Van Veens, sodass „The Nuke“ in Rotterdam wohl mit Pfeifkonzerten rechnen muss. Schon in Brighton bekam Littler die Missgunst des Publikums zu spüren und spielte mit einem Average von 83,94 seinen bisher schwächsten TV-Auftritt. Ob er mit der lautstarken Kulisse im Ahoy besser klarkommt, wird sich zeigen – für seine Play-off-Chancen dürfte der Ausgang aber keine gravierenden Folgen haben. Mit 21 Punkten und Platz zwei steht Littler komfortabel im Rennen um einen Platz in der Finals Night.
Gerwyn Price wiederum kam in Manchester in bestechender Form daher. Der Waliser spielte drei Averages von über 100 Punkten und sicherte sich damit seinen zweiten Wochentitel der Saison. Die Woche darauf folgte allerdings die Ernüchterung: Ein überraschendes Erstrundenaus gegen Josh Rock stoppte seinen Lauf. Trotz dieser Niederlage liegt „The Iceman“ mit 19 Punkten auf Rang drei und hat weiterhin beste Chancen auf die Finalteilnahme Ende Mai. Ein starkes Ergebnis in Rotterdam würde seine Ausgangslage zusätzlich verbessern.
In einem direkten Vergleich innerhalb dieser Premier-League-Saison spricht vieles für Littler. Die beiden standen sich bereits viermal gegenüber – und jedes Mal hatte der junge Engländer das bessere Ende für sich. Für Price ist es also eine wichtige Bewährungsprobe gegen den Shootingstar der Szene.

Gian van Veen vs. Luke Humphries

Danach darf Gian van Veen ran. Der junge Niederländer trifft auf Luke Humphries und will seine Heimfans jubeln lassen. Auf dem Papier gilt „Cool Hand Luke“ als Favorit, doch bisher findet der Weltmeisterschaftsfinalist von 2024 in dieser Premier League nicht richtig in Fahrt. Das Publikum könnte Van Veen in die Karten spielen, der eine Saison voller Extreme erlebt. Entweder erreicht er das Finale – bisher allerdings immer als Verlierer –, oder er scheidet schon in Runde eins aus. Aktuell steht „The Giant“ mit Platz fünf knapp außerhalb der Play-off-Zonen, vier Punkte hinter Van Gerwen. Ein Heimsieg wäre daher enorm wichtig im Kampf um die Finals Night.
Humphries läuft den eigenen Ansprüchen hinterher. Mit elf Punkten steht die Nummer zwei der Welt nur auf Rang sieben und wartet weiterhin auf seinen ersten Abendtitel. Auch die direkte Bilanz spricht für Van Veen: seit dessen Durchbruch Anfang 2025 konnte Humphries den Niederländer in neun Begegnungen nur zweimal besiegen. Immerhin gelang einer dieser Siege in ihrem bisherigen Premier-League-Duell 2026 – ein kleiner Hoffnungsschimmer für den Engländer. Doch vor einem euphorischen Ahoy könnte Van Veens emotionaler Push den Unterschied machen.
Gian van Veen jubelt ausgelassen.
Van Veen könnte einen Wochentitel in Rotterdam mit Blick auf die Finals Night gut gebrauchen.

Michael van Gerwen vs. Jonny Clayton

Im dritten Viertelfinalduell tritt Michael van Gerwen gegen Jonny Clayton an – eine Neuauflage des Finals von Manchester. Damals setzte sich „The Ferret“ knapp mit 6:5 durch und beendete Van Gerwens Hoffnungen auf den zweiten Titel dieser Saison. Für „Mighty Mike“ war es bereits das vierte Finale des Jahres, von denen er allerdings nur das erste in Newcastle gewinnen konnte. In Rotterdam will der dreimalige Weltmeister zeigen, dass er vor heimischem Publikum nach wie vor zu den ganz Großen gehört.
Clayton allerdings reist als Tabellenführer nach Rotterdam. Der Waliser spielt bislang eine überragende Premier League mit 24 Punkten und drei Abendtiteln. Damit ist ihm der Einzug in die Play-offs nahezu sicher. Im niederländischen Hexenkessel wird er dennoch alles daransetzen, seine Spitzenposition zu verteidigen – und nichts würde ihn mehr motivieren als ein weiterer Sieg gegen Van Gerwen auf dessen Heim-Bühne.
Blickt man auf die bisherigen Duelle zwischen den beiden, spricht die Statistik aktuell für Clayton. Beide Begegnungen in dieser Saison gingen an den Waliser, der im Moment spielerisch eine beeindruckende Konstanz zeigt. Van Gerwen kennt den Druck dieser Bühne, gewann in Rotterdam bereits 2022 den Abend und 2024 das Viertelfinale. Doch diesmal steht ihm eine besonders anspruchsvolle Hürde bevor.
Michael van Gerwen ballt die Faust beim Jubeln.
Van Gerwen weiß, wie man in Rotterdam gewinnt. Seit dem neuen Format triumphierte er bereits an zwei Abenden, 2022 und 2024.

Stephen Bunting vs. Josh Rock

Zum Abschluss des Abends stehen sich Stephen Bunting und Josh Rock gegenüber. Für „The Bullet“ geht es um wertvolle Punkte im Kampf um die Top Vier. Mit elf Zählern rangiert er derzeit auf Platz sechs – in Schlagdistanz zur Endrunde. Ein Sieg in Rotterdam wäre für ihn ein wichtiger Schritt Richtung Finals Night. Bunting zeigt seit Wochen solide Leistungen und hat die Form, um seine Ambitionen zu untermauern.
Josh Rock hingegen kämpft darum, den Anschluss nicht völlig zu verlieren. Zwar ist seine Premier-League-Saison praktisch gelaufen, doch der Nordire kann weiterhin Erfahrung sammeln und Selbstvertrauen tanken. In den letzten drei Wochen entschied er jeweils seine Auftaktduelle für sich, spielte befreit auf und wirkte gelöster als zu Beginn der Saison. Ein weiterer Sieg könnte ihm helfen, dieses positive Momentum fortzusetzen.
Das direkte Duell spricht klar für Bunting: In acht Begegnungen seit ihrem ersten Aufeinandertreffen gewann der Engländer sechsmal, darunter ein deutliches 6:1 in dieser Premier League. Rock wird versuchen, diese Bilanz zu verändern – doch Bunting scheint derzeit schlicht konstanter und abgeklärter.
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