Vorschau Premier League Darts 2026 – Spieltag 3: Michael van Gerwen trifft in Glasgow auf Luke Littler

PDC
durch Nic Gayer
Mittwoch, 18 Februar 2026 um 20:00
Michael van Gerwen & Luke Littler
Nach der Premier-League-Premiere in Antwerpen in der vergangenen Woche reist die PDC-Roadshow an diesem Donnerstagabend weiter nach Glasgow. Dort wartet planmäßig das Duell zwischen Michael van Gerwen und dem amtierenden Weltmeister Luke Littler auf die schottischen Fans – aufgrund gesundheitlicher Probleme beim Niederländer steht das Aufeinandertreffen derzeit jedoch gehörig auf der Kippe.
Van Gerwen führt nach zwei gespielten Abenden mit acht Punkten weiterhin die Tabelle an. Nachdem der Niederländer bereits den ersten Spieltag für sich entschieden hatte, erreichte er auch in der Vorwoche erneut das Finale. Dort musste er sich allerdings Gerwyn Price geschlagen geben, der damit auf Rang zwei kletterte und nun bei insgesamt fünf Punkten steht. Jonny Clayton folgt mit vier Zählern auf Platz drei, dicht gefolgt von van Veen auf Rang vier, der an den ersten beiden Abenden drei Punkte sammelte.
Überraschend rangieren Luke Humphries und Luke Littler mit jeweils nur zwei Punkten aktuell lediglich auf den Plätzen fünf und sechs. Beide konnten über die ersten beiden Abende verteilt nur ein Match gewinnen und legten damit keinen Traumstart in ihre Premier-League-Kampagne hin. Stephen Bunting und Josh Rock warten nach zwei Spieltagen sogar noch auf ihren ersten Erfolg und stehen weiterhin bei null Punkten.

Spielplan – Dritter Abend der Premier League Darts 2026

Uhrzeit Spieler 1 Ergebnis Spieler 2 Runde
20:15 Uhr Stephen Bunting - Gian van Veen VF
20:45 Uhr Luke Humphries - Josh Rock VF
21:15 Uhr Michael van Gerwen - Luke Littler VF
21:45 Uhr Jonny Clayton - Gerwyn Price VF
22:15 Uhr Bunting/Van Veen - Humphries/Rock HF
22:45 Uhr Van Gerwen/Littler - Clayton/Price HF
23:15 Uhr N.N.B - N.N.B F

Stephen Bunting vs. Gian van Veen

Der Abend beginnt mit einem Debütanten: Gian van Veen. „The Giant“ bekommt es in seinem Viertelfinale mit Stephen Bunting zu tun, der weiterhin auf seinen ersten Sieg wartet. Auf dem Papier spricht damit vieles für van Veen. Der WM-Finalist überzeugt bei seinem Premier-League-Debüt bislang mit starken Leistungen: Am Eröffnungsabend erreichte er direkt das Finale, in der vergangenen Woche scheiterte er nur knapp im Halbfinale am späteren Sieger Gerwyn Price.
Um das positive Gefühl weiter zu transportieren, scheint Bunting zunächst der ideale Gegner zu sein. „The Bullet“ befindet sich bereits seit längerer Zeit in schwächerer Form und verlor an den ersten beiden Spieltagen jeweils sein Auftaktmatch. Zum Start unterlag er Michael van Gerwen deutlich mit 2:6, eine Woche später setzte es eine 4:6-Niederlage gegen Jonny Clayton.
Ein Blick auf den direkten Vergleich spricht allerdings leicht für Bunting. Insgesamt standen sich beide bislang zehnmal gegenüber, sechsmal ging der Engländer als Sieger vom Board. Nur vier dieser Duelle fanden im TV statt – doch auch dort liegt Bunting mit drei Erfolgen gegenüber einem Sieg von van Veen vorne.
Feiert in dieser Saison sein Premier-League-Debüt: Gian van Veen
Feiert in dieser Saison sein Premier-League-Debüt: Gian van Veen

Luke Humphries vs. Josh Rock

Anschließend betreten Luke Humphries und Josh Rock die Bühne. Beide erwischten keinen optimalen Start in ihre Premier-League-Kampagne 2026, dennoch dürfte Humphries mit dem deutlich besseren Gefühl nach Glasgow reisen. „Cool Hand Luke“ zeigte in beiden Wochen starke Leistungen, doch das Momentum kippte jeweils gegen ihn. Am ersten Abend traf er auf einen nahezu fehlerfreien Michael van Gerwen, der auf die Doppel kaum etwas liegen ließ. In der vergangenen Woche vergab Humphries in seiner Auftaktpartie zudem drei Matchdarts gegen Luke Littler.
Für Rock verläuft sein Debüt in der Premier League bislang deutlich holpriger. Zum Auftakt verlor er gegen einen entfesselten Jonny Clayton, der einen Average von nahezu 110 Punkten spielte. In der Vorwoche erlebte „Rocky“ dann einen rabenschwarzen Abend: In seinem Erstrundenmatch brachte er es lediglich auf einen Average von 79 Punkten und unterlag klar mit 2:6. Der Nordire braucht dringend ein Erfolgserlebnis – andernfalls droht sich der Fehlstart auch mental festzusetzen.
Der direkte Vergleich verspricht ein enges Duell. Beide standen sich bislang siebenmal gegenüber. Humphries entschied vier dieser Begegnungen für sich, Rock gewann drei. Allerdings gingen die letzten drei direkten Duelle allesamt an die aktuelle Nummer zwei der Welt.

Michael van Gerwen vs. Luke Littler

Das dritte Match des Abends liefert direkt den nächsten Kracher: Michael van Gerwen trifft auf den amtierenden Weltmeister Luke Littler. Van Gerwen legte einen starken Start in diese Premier-League-Saison hin und steht nach zwei Spieltagen bereits bei acht Punkten – aus maximal zehn möglichen. Mit zwei Finalteilnahmen in Serie hat sich der Niederländer früh ein kleines Polster auf die Konkurrenz erarbeitet. In der vergangenen Woche setzte er sich zudem bereits im Halbfinale gegen Littler durch.
Für Littler verlief der Auftakt in die Premier League dagegen etwas schleppend. Am ersten Abend unterlag der 19-Jährige dem niederländischen Debütanten Gian van Veen. In der Vorwoche gewann „The Nuke“ sein Auftaktmatch zwar mit 6:5 gegen Luke Humphries, nachdem dieser zuvor drei Matchdarts ausgelassen hatte. Im Halbfinale war dann allerdings gegen van Gerwen Endstation.
Damit kommt es am Donnerstagabend zum nächsten direkten Duell der beiden Topstars. Die Gesamtbilanz spricht leicht für Littler, der 13 der bislang 23 Aufeinandertreffen gewann. Allein 14 dieser Matches fanden bereits in der Premier League statt – dort steht es aktuell mit jeweils sieben Siegen für van Gerwen und Littler exakt Unentschieden.

Jonny Clayton vs. Gerwyn Price

Zum Abschluss des Abends kommt es zum rein walisischen Duell zwischen Jonny Clayton und Gerwyn Price – ein Aufeinandertreffen, das es in der vergangenen Woche in Antwerpen bereits im Halbfinale gab. Price präsentierte sich dort in starker Form und legte insgesamt eine beeindruckende Woche hin: Neben einem Players-Championship-Finale am Dienstag gewann „The Iceman“ den zweiten Premier-League-Abend. Sein Auftaktmatch entschied er knapp mit 6:5 gegen Gian van Veen, ehe er mit dem gleichen Resultat auch Clayton bezwang. Im Finale war Price anschließend mit 6:3 zu stark für Michael van Gerwen.
Clayton gewann – wie schon in Woche eins – erneut sein Erstrundenmatch, scheiterte jedoch abermals im Halbfinale. Während er dort am ersten Spieltag noch eine schwache Leistung zeigte, konnte er Price in der vergangenen Woche deutlich mehr entgegensetzen. Am Ende musste sich „The Ferret“ dennoch im entscheidenden Leg seinem guten Freund geschlagen geben.
Dass Clayton und Price privat eng befreundet sind, fügt den direkten Duelle auf der großen Bühne eine spürbar besondere Note hinzu – und Clayton scheint darunter am meisten zu leiden. Insgesamt standen sich beide bereits 40 Mal gegenüber, wobei Price mit 28 Siegen klar die Oberhand gegenüber seinem Landsmann hat. Der letzte Erfolg von Clayton datiert aus der Premier League 2023, seither gewann Price zehn direkte Duelle in Serie. Betrachtet man ausschließlich die Premier League, spricht die Bilanz mit 6:3 ebenfalls für „The Iceman“.
Gerwyn Price und Jonny Clayton sind abseits der Bühne gut miteinander befreundet
Gerwyn Price und Jonny Clayton sind abseits der Bühne gut miteinander befreundet
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