Gerwyn Price hat den zweiten Spieltag der
Premier League Darts 2026 in Antwerpen mit einem packenden Finalerfolg gegen
Michael van Gerwen gekrönt und sich als erster Tagessieger in Belgien in die Geschichtsbücher der PDC schreiben lassen. Im ausverkauften AFAS Dome mit rund 23.000 Fans lieferte der Waliser im Finale einen furiosen Schlussspurt ab, gewann drei Legs in Folge und nutzte seinen vierten Matchdart auf der Doppel 20, um den 6:5‑Sieg perfekt zu machen. Van Gerwen, der zuvor bereits sein zweites Spieltag‑Finale in Folge zementierte, bleibt damit weiterhin die Konstante der noch kurzen Saison.
Hochklassige Viertelfinals
Der Abend begann mit einem Wiedersehen der WM‑Finalisten von 2025:
Luke Littler gegen
Luke Humphries. Der Weltranglistenerste startete schwach, verlor die ersten beiden Legs und lag schnell mit 1:4 zurück. Doch der 19‑Jährige zeigte seine mentale Stärke, holte drei Legs in Folge, überstand mehrere vergebene Matchdarts von Humphries und nutzte schließlich seinen zweiten Matchdart auf der Doppel 15 zum 6:5‑Sieg.
Im dritten Match des Abends schien Jonny Clayton zunächst auf dem Weg in eine echte Blamage. Gegen Stephen Bunting geriet der Waliser mit 0:4 in Rückstand, ehe er sich mit starkem Scoring und zwei 13‑Dart‑Breaks zurückkämpfte. Am Ende drehte "The Ferret" das Match zu einem 6:4‑Sieg, der Clayton zwei weitere Punkte bescherte.
Der Weltmeister steht nach den ersten beiden Spieltagen weiterhin nicht unter den Top 4 der Tabelle
Gerwyn Price traf im letzten Viertelfinale auf den starken Debütanten Gian van Veen. Der Niederländer, der in der
Vorwoche bereits ins Finale eingezogen war, ging mit zwei sauberen Zweidart‑Finishes in Führung. Price schaffte den Ausgleich, ehe van Veen mit einem 112er‑Finish auf der Doppel 16 und starkem Timing wieder davonzog. Im achten Leg nutzte der Waliser jedoch seine Scoring‑Vorteile, brach van Veens Anwurf und glich aus. Danach war es ein Hin und Her ehe es in den Decider ging, den Price nach einem vergebenen Matchdart von Van Veen auf dem Bullseye mit einem 6:5‑Sieg für sich entschied.
Im Halbfinale bezwang Price anschließend Jonny Clayton ebenfalls mit 6:5. Beide Spieler spielten auf sehr hohem Niveau, lagen jeweils über 100 im Average, und auch dieses Match musste in einem Entscheidungsleg ausgespielt werden. Price nutzte nach starkem Scoring seine fünfte Matchgewinnchance auf der Doppel 5 und zog damit ins Finale ein, wo Michael van Gerwen auf ihn warten sollte.
Van Gerwen stark, aber Price entscheidet
Dieser hatte zuvor gegen Josh Rock einen klaren 6:2‑Auftaktsieg hingelegt. Rock hatte in diesem Spiel massiv mit den Doppeln zu kämpfen und kam am Ende gerade einmal auf eine Checkout‑Quote von 15 Prozent. Im Halbfinale besiegte MvG dann den Weltmeister
Luke Littler mit 6:4 und erreichte damit zum zweiten Mal in Folge das Spieltag‑Finale.
Im Endspiel gegen Price startete der Niederländer jedoch schwach. Price sicherte sich die ersten beiden Legs, ehe Van Gerwen mit einem spektakulären 167er‑Finish und einem 160er‑Break zum 2:2‑Ausgleich kam. Nach diesen beiden Highlights verlor der Niederländer seinen Anwurf jedoch wieder sofort und musste zusehen wie Price im sechsten Leg mit einem 14‑Darter auf der Doppel 10 zum 4:2‑Vorsprung davonzog. Price legte erneut nach und baute mit zwei weiteren Legs auf 5:2 aus. Trotz eines weiteren Breaks des Niederländers brachte Gerwyn Price den Vorsprung souverän ins Ziel und sicherte sich am Ende mit einem 6:3 Erfolg seinen ersten Tagessieg der Saison.