„Solange ich am Ende nicht an einem Laternenpfahl festgebunden werde“ – Nathan Aspinall blickt voraus auf Junggesellenabschied mit Kollegen aus dem Dartsport

PDC
Mittwoch, 04 März 2026 um 14:00
Nathan Aspinall
Nathan Aspinall blickt mit Zuversicht auf die neue European-Tour-Saison. Der Engländer erlebte im vergangenen Jahr eine besonders erfolgreiche Serie auf dem kontinentalen Circuit und hat inzwischen eine Methode gefunden, die intensiven Spieltage besser zu managen.

European Tour als Riesenchance

Während die European Tour in der Vergangenheit für den Darter aus Stockport noch eine wechselhafte Erfahrung war, fühlt sie sich mittlerweile wie eine Bühne an, auf der er sich voll entfalten kann.
„Die European Tour war jahrelang eine Art Hassliebe. Ich bin immer gern hingefahren, dort gibt es gutes Preisgeld zu verdienen und man sieht viele verschiedene Orte. Aber am Sonntagabend war ich oft völlig ausgelaugt“, erzählt er bei Tungsten Tales.
Laut Aspinall dauerte es eine Weile, bis er die richtige Balance in Vorbereitung und Spielrhythmus fand. „Es hat lange gedauert, bis ich die richtige Formel gefunden habe, die für mich funktioniert. Aber jetzt habe ich sie. Auf der Pro Tour war ich wirklich schlecht, ich hasse sie, aber ich glaube, auf der Euro Tour kann ich richtig Schaden anrichten. Ich freue mich wirklich auf dieses Jahr. Ich denke, es kann ein großes Jahr werden.“
Nathan Aspinall (2)
Nathan Aspinall konnte in seiner bisherigen Karriere bereits drei European Tour Titel gewinnen

Europäische Atmosphäre als Extramotivation

Der Engländer betont, dass ihm vor allem die Atmosphäre auf der European Tour Energie gibt. Seiner Meinung nach können die europäischen Events vom Erlebnis her mitunter sogar mit großen TV-Turnieren mithalten.
„Manche European Tours fühlen sich wirklich wie TV-Turniere an. Das hängt oft vom Austragungsort ab. Es geht nicht so sehr um das Land oder das Publikum, sondern um die Arena. Wenn du zum Beispiel in die Budapest Arena oder die MVM Dome läufst, das ist unglaublich. Das sind Premier-League-würdige Hallen.“
Die Popularität des Darts auf dem europäischen Festland macht laut Aspinall einen großen Unterschied. „Überall in Europa sind die Fans fantastisch. Ich sage es öfter: Abseits des World Matchplay sind die European Tours vielleicht die schönsten Orte, um Darts zu spielen. Ich genieße es wirklich.“

Wichtige Chance für die Rangliste

Neben dem sportlichen Spaß sieht Aspinall auch klare Chancen, seine Position in der Weltrangliste zu verbessern. Mit relativ wenig Preisgeld, das er in den kommenden Monaten verteidigen muss, gibt es Spielraum, Schritte nach vorn zu machen.
„Ich habe geschaut, was ich verteidigen muss, und das sind bis Oktober etwa 43.000 Pfund. Davon habe ich inzwischen schon rund 25.000 gewonnen, und das geht in Richtung 30.000. Mit noch ungefähr vierzig Turnieren zu spielen und nur etwa 13.000 zu verteidigen, ist das eine großartige Position.“
Daher will der ehemalige Major-Sieger so viele Turniere wie möglich spielen, auch wenn er ein Event auslassen musste. „Ich habe mich von zwei Players-Championship-Turnieren in Leicester zurückgezogen, rein wegen einer kleinen Reizung an der Schulter. Nichts Ernstes, aber ich will vernünftig damit umgehen. Ansonsten werde ich so viel wie möglich spielen.“

Junggesellenabschied mit anderen Dartspielern

Neben dem vollen Dartsprogramm freut sich Aspinall auch auf ein persönliches Highlight später in diesem Jahr: seine Hochzeit. Dazu gehört natürlich ein Junggesellenabschied mit einigen bekannten Namen aus der Dartwelt.
„Chris Dobey hat es gut gemacht, muss ich sagen. Er hat ziemlich viel Gewicht verloren. Unser Junggesellenabschied wird großartig. Wir planen ihn in der Woche des World Cup of Darts.“
Die Gästeliste verspricht eine bunte Runde. „Ich, Dobey, Joe Cullen und Ross Smith werden auf jeden Fall dabei sein. Es wird wahrscheinlich ziemlich hektisch. Ich kann es kaum erwarten. Solange ich am Ende nicht an einem Laternenpfahl festgebunden werde.“
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