„Solange ich am Ende nicht an einem Laternenpfahl festgebunden werde“ – Nathan Aspinall blickt voraus auf Junggesellenabschied mit Kollegen aus dem Dartsport
PDC
Nathan Aspinall blickt mit Zuversicht auf die neue European-Tour-Saison. Der Engländer erlebte im vergangenen Jahr eine besonders erfolgreiche Serie auf dem kontinentalen Circuit und hat inzwischen eine Methode gefunden, die intensiven Spieltage besser zu managen.
European Tour als Riesenchance
Während die European Tour in der Vergangenheit für den Darter aus Stockport noch eine wechselhafte Erfahrung war, fühlt sie sich mittlerweile wie eine Bühne an, auf der er sich voll entfalten kann.
„Die European Tour war jahrelang eine Art Hassliebe. Ich bin immer gern hingefahren, dort gibt es gutes Preisgeld zu verdienen und man sieht viele verschiedene Orte. Aber am Sonntagabend war ich oft völlig ausgelaugt“, erzählt er bei Tungsten Tales.
Laut Aspinall dauerte es eine Weile, bis er die richtige Balance in Vorbereitung und Spielrhythmus fand. „Es hat lange gedauert, bis ich die richtige Formel gefunden habe, die für mich funktioniert. Aber jetzt habe ich sie. Auf der Pro Tour war ich wirklich schlecht, ich hasse sie, aber ich glaube, auf der Euro Tour kann ich richtig Schaden anrichten. Ich freue mich wirklich auf dieses Jahr. Ich denke, es kann ein großes Jahr werden.“

Nathan Aspinall konnte in seiner bisherigen Karriere bereits drei European Tour Titel gewinnen
Europäische Atmosphäre als Extramotivation
Der Engländer betont, dass ihm vor allem die Atmosphäre auf der European Tour Energie gibt. Seiner Meinung nach können die europäischen Events vom Erlebnis her mitunter sogar mit großen TV-Turnieren mithalten.
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„Manche European Tours fühlen sich wirklich wie TV-Turniere an. Das hängt oft vom Austragungsort ab. Es geht nicht so sehr um das Land oder das Publikum, sondern um die Arena. Wenn du zum Beispiel in die Budapest Arena oder die MVM Dome läufst, das ist unglaublich. Das sind Premier-League-würdige Hallen.“
Die Popularität des Darts auf dem europäischen Festland macht laut Aspinall einen großen Unterschied. „Überall in Europa sind die Fans fantastisch. Ich sage es öfter: Abseits des World Matchplay sind die European Tours vielleicht die schönsten Orte, um Darts zu spielen. Ich genieße es wirklich.“
Wichtige Chance für die Rangliste
Neben dem sportlichen Spaß sieht Aspinall auch klare Chancen, seine Position in der Weltrangliste zu verbessern. Mit relativ wenig Preisgeld, das er in den kommenden Monaten verteidigen muss, gibt es Spielraum, Schritte nach vorn zu machen.
„Ich habe geschaut, was ich verteidigen muss, und das sind bis Oktober etwa 43.000 Pfund. Davon habe ich inzwischen schon rund 25.000 gewonnen, und das geht in Richtung 30.000. Mit noch ungefähr vierzig Turnieren zu spielen und nur etwa 13.000 zu verteidigen, ist das eine großartige Position.“
Daher will der ehemalige Major-Sieger so viele Turniere wie möglich spielen, auch wenn er ein Event auslassen musste. „Ich habe mich von zwei Players-Championship-Turnieren in Leicester zurückgezogen, rein wegen einer kleinen Reizung an der Schulter. Nichts Ernstes, aber ich will vernünftig damit umgehen. Ansonsten werde ich so viel wie möglich spielen.“
Junggesellenabschied mit anderen Dartspielern
Neben dem vollen Dartsprogramm freut sich Aspinall auch auf ein persönliches Highlight später in diesem Jahr: seine Hochzeit. Dazu gehört natürlich ein Junggesellenabschied mit einigen bekannten Namen aus der Dartwelt.
„Chris Dobey hat es gut gemacht, muss ich sagen. Er hat ziemlich viel Gewicht verloren. Unser Junggesellenabschied wird großartig. Wir planen ihn in der Woche des World Cup of Darts.“
Die Gästeliste verspricht eine bunte Runde. „Ich, Dobey, Joe Cullen und Ross Smith werden auf jeden Fall dabei sein. Es wird wahrscheinlich ziemlich hektisch. Ich kann es kaum erwarten. Solange ich am Ende nicht an einem Laternenpfahl festgebunden werde.“
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










