Laut Ex-Profi Matt Edgar zählt
Jonny Clayton zu den mental stärksten Spielern des Dartsports. Der Waliser, aktuell die Nummer fünf der Welt, überzeugte in dieser Saison bereits mit einem Sieg am dritten Spieltag der
Premier League Darts sowie mit dem Einzug ins Achtelfinale des Winmau World Masters.
Nach Ansicht von Edgar liegt der Schlüssel zu Claytons Erfolg vor allem in seiner Einstellung auf der Bühne. Während viele Topspieler permanent nach kleinen Verbesserungen suchen, um ihr Spiel zu perfektionieren, bleibt Clayton bemerkenswert gelassen.
Claytons größte Stärke: Gelassenheit statt Perfektionismus
„Was Jonny Clayton hilft, ist sein Kopf und seine Mentalität. Wenn du jemanden wie Luke Humphries anschaust, der sagt: ‚Ich will dieses eine Prozent extra finden, damit ich alles besser kontrollieren kann.‘“
Führt derzeit die Tabelle der Premier League Darts an: Jonny Clayton
Edgar betont, dass Clayton sich gerade durch seine entspannte Haltung von vielen Konkurrenten unterscheidet. „Jonny Clayton ist der entspannteste Dartspieler, den du auf Topniveau finden wirst“, erklärte Edgar gegenüber OLBG.
Um seine Einschätzung zu verdeutlichen, erzählte der heutige Experte und Kommentator eine persönliche Anekdote. „Ich saß neulich etwa dreißig Minuten mit ihm in einem Taxi, und das Einzige, was ich von ihm hörte, war, dass Darts für ihn einfach ein Hobby und ein Zeitvertreib ist.“
Für Edgar verkörpert Clayton damit eine Generation von Spielern, die den Sport vor allem aus Freude betreiben. „Für ihn ist er einfach jemand aus der alten Pub-Generation: ‚Ich spiele Darts, es macht Spaß, ich genieße es, und zufällig bin ich auch noch gut darin.‘“
Edgar ist sogar überzeugt, dass Clayton sich seines eigenen Status im Sport nicht vollständig bewusst ist. „Er merkt nicht einmal, wie gut er ist oder welche Position er in der Welt einnimmt. Er realisiert nicht, wie wichtig seine Rolle in der Dartwelt ist. Für ihn ist es einfach: ‚Das ist großartig und es macht Spaß.‘“
Walisischer Erfolg in der Premier League
Claytons starke Form kommt zu einem Zeitpunkt, in dem andere Spieler die medialen und sportlichen Schlagzeilen dominieren. Laut Edgar bestimmte vor Beginn der Premier-League-Saison vor allem die Diskussion über Luke Littler und Luke Humphries den Diskurs, während andere etablierte Namen deutlich weniger Beachtung erhielten.
Inzwischen führt Clayton jedoch die Tabelle der Premier League an, während sein Landsmann
Gerwyn Price auf Platz vier liegt. Littler und Humphries befinden sich derzeit außerhalb der Play-off-Ränge. „Jeder dachte, es würden Luke und Luke sein. Und wenn jemand dazwischenfunken würde, dann vielleicht Gian van Veen.“
Am Donnerstagabend steht der fünfte Spieltag der
Premier League Darts in Cardiff auf dem Programm. Clayton trifft dabei auf den Zweitplatzierten van Veen, während Price gegen Stephen Bunting antritt.