PDC Form Guide: Luke Littler mit deutlichem Abstand an der Spitze – Ross Smith in Topform

PDC
durch Nic Gayer
Mittwoch, 04 März 2026 um 15:30
Luke Littler & Ross Smith
Der jüngste Triumph von Ross Smith bei Players Championship 5 hat ihm im sogenannten PDC Form Guide einen deutlichen Schub verliehen. Der Engländer zählt aktuell zu den Spielern mit den besten Statistiken auf der Pro Tour und scheint damit hervorragend positioniert, um bei den kommenden UK Open weit zu kommen.
Smith sicherte sich in Leicester einen überzeugenden Titelgewinn, indem er im Finale Chris Dobey besiegte. Seitdem haben sich seine Werte sichtlich verbessert. Im Vergleich zu Mitte Februar steigerte er seinen Average um zwei Punkte, während seine Effizienz auf die Doppel (OChE) um mehr als sechs Prozent zunahm. In der aktuellen Formrangliste zieht er damit an Spielern wie Gian van Veen und Dobey vorbei.

Smith überzeugt mit Scoring-Power – Littler bleibt statistischer Maßstab

Ein zentraler Faktor für Smiths starken Lauf ist seine enorme Scoring-Power. In seinen letzten 200 Legs produzierte er nicht weniger als 90 Maxima – die höchste Anzahl, die er verzeichnet hat, seit der Form Guide geführt wird. Nur Luke Littler liegt in dieser Kategorie noch vor ihm.
Präsentiert sich derzeit in bärenstarker Verfassung: Ross „The Smudger“ Smith
Präsentiert sich derzeit in bärenstarker Verfassung: Ross „The Smudger“ Smith
Darüber hinaus gehört Smith zu einer kleinen Gruppe von Spielern, die auf mehreren Ebenen überzeugen. Er zählt zu nur sechs Dartprofis mit einem OChE-Wert von über 60 Prozent und gehört zu lediglich vier Spielern mit einer Doppelquote von mehr als 45 Prozent. Statistisch bewegt er sich damit in einer Kategorie, die sonst vor allem von Spielern erreicht wird, die dem elitären Line-up der Premier League Darts angehören.
Auch die Auslosung der UK Open könnte Smith in die Karten spielen. Das offene und zufällige Format des Turniers reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass er früh im Wettbewerb auf andere Spieler aus der absoluten Weltspitze trifft. Dadurch könnte sich für ihn eine ausgezeichnete Gelegenheit ergeben, erneut einen großen TV-Titel zu gewinnen.

Littler thront weiterhin auf Rang eins

An der Spitze der Formrangliste steht weiterhin Luke Littler. Seine beeindruckenden Statistiken führen jedoch nicht immer automatisch zu Siegen. In der Premier League verlor er zuletzt zum zweiten Mal in Folge gegen Jonny Clayton. Auf dem Papier bleibt Littler dennoch einer der dominantesten Spieler der Gegenwart. In seinen letzten 200 Legs verzeichnete er 111 Maxima und einen OChE-Wert von rund 70 Prozent. Damit liegt sein Scoring-Niveau deutlich über dem eines durchschnittlichen PDC-Spielers.
Für seine jüngsten Niederlagen gibt es allerdings eine Erklärung. Während Littler nahezu alle Scoring-Statistiken dominiert, gehört er nicht zu den effizientesten Spielern auf die Doppelfelder. Diese Rolle nimmt aktuell Clayton ein. In ihrem letzten direkten Duell verwandelte der Waliser sechs seiner zwölf Chancen – eine Quote, die perfekt zu seinen starken 49,8 Prozent über die vergangenen 200 Legs passt. Littler hingegen nutzte lediglich drei seiner dreizehn Versuche.
Trotzdem gilt Littler weiterhin als der große Favorit auf den Titel bei den UK Open. Ein Spieler, der 62 Prozent seiner Legs in fünfzehn Darts oder weniger gewinnt und sogar 94 Prozent innerhalb von achtzehn Darts beendet, stellt für jeden Gegner über eine längere Distanz eine enorme Herausforderung dar.

Niederländischer Aufschwung in der Formrangliste

Ein weiterer auffälliger Trend im aktuellen Form Guide ist die starke Präsenz niederländischer Spieler. In fünf der sechs Players-Championship-Turniere in diesem Jahr erreichten mindestens zwei Niederländer das Viertelfinale. Dieser Trend spiegelt sich auch in der Rangliste wider: Gleich vier Niederländer befinden sich derzeit in den Top Ten.
Besonders heraus sticht Wessel Nijman. Der Youngster gewann Players Championship 2 und kombiniert einen soliden Average von über 96 Punkten mit einer äußerst effizienten Checkout-Quote.
Auch Gian van Veen setzt seine beeindruckende Entwicklung fort. Der talentierte Niederländer etabliert sich zunehmend als feste Größe in den entscheidenden Turnierphasen. Darüber hinaus gehören auch Kevin Doets und Michael van Gerwen zu den Spielern, die aktuell einen Platz in der Top-10 der Formrangliste einnehmen.

Andrew Gilding glänzt bei hohen Finishes

Auch Andrew Gilding rückte zuletzt verstärkt in den Fokus. Bei Players Championship 6 demonstrierte der Engländer eindrucksvoll, wie gefährlich er in Bezug auf Highfinishes sein kann. In zwei Partien erzielte er unter anderem Checkouts von 126, 106, 100, 123 und 104 Punkten.
Dieses letzte Finish beendete zudem Smiths beeindruckende Serie von elf Siegen in Folge. Dank dieser Leistungen gilt Gilding aktuell als der Spieler mit den meisten Highfinishes auf der ProTour.
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