Damon Heta zeigt bei den
Australian Darts Masters eindrucksvoll, dass seine Form in den vergangenen Wochen deutlich nach oben zeigt. Der Australier setzt sich zum Auftakt souverän gegen Landsmann Joe Comito durch und überzeugt dabei mit einem starken Average von 102,39. Auf heimischem Boden will Heta diesen Schwung mitnehmen und endlich seinen ersten Titel des Jahres holen.
Der 38-Jährige erlebt 2026 bislang eine wechselhafte Saison. Vor allem auf den großen Bühnen bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Bei keinem der ersten vier Majors des Jahres erreicht Heta das Viertelfinale und muss regelmäßig früh die Segel streichen.
Starker Auftakt in Wollongong
Die Nummer 20 der Welt will ihre Saison dennoch nicht als Enttäuschung abstempeln. Heta führt die schwachen Resultate nicht auf mangelnde Spielstärke zurück, sondern sieht sich weiterhin auf einem guten Niveau. In den vergangenen Wochen spiegelt sich diese Einschätzung zunehmend auch in den Ergebnissen wider. „Ich würde nicht von Problemen sprechen. Ich würde sagen, mir fehlten die Resultate. Ich habe das Gefühl, dass es zuletzt ziemlich gut für mich läuft", erklärt Heta.
Diese positive Tendenz zeichnete sich bereits in den vergangenen Wochen ab. Heta erreichte das Finale von Players Championship 25 und zog zudem ins Halbfinale der European Darts Open ein. Schrittweise findet "The Heat" offenbar wieder zu jenem Niveau zurück, das ihn in den vergangenen Jahren als festen Bestandteil der PDC-Elite auszeichnete.
Gegen Comito macht Heta von Beginn an klar, dass er bei den
Australian Darts Masters nicht für einen Kurzauftritt angereist ist. Mit einem Average von 102,39 zeigt er sich als klar besserer Spieler und sichert sich letztlich einen deutlichen 6:2-Sieg.
Auffällig zeigt sich, wie sehr Heta seinen Auftritt genießt. Der Australier kennt Comito seit vielen Jahren und weiß um dessen Klasse, die das Match durchaus offen gestalten könnte. Als Comito einige Legs für sich entscheidet, zieht Heta jedoch spürbar das Tempo an.
„Ich war wohl einfach zu bequem. Ich hatte hier oben ein bisschen Spaß. Ich kenne Joe seit vielen Jahren und weiß, wozu er fähig ist. Er hat sich diese paar Legs geholt, und ich dachte mir, darauf kann er aufbauen. Also habe ich es etwas unterbunden. Ich habe es einfach genossen, und das Publikum war auf meiner Seite – das nehme ich den ganzen Tag mit."
World Matchplay als Gradmesser
Heta betont zudem, dass seine Saison bei Weitem nicht so schwach ausfällt, wie manche Ergebnisse vermuten lassen. Als wichtigen Gradmesser sieht er dabei seine erfolgreiche Qualifikation für das World Matchplay.
„Wenn das ein schlechtes Jahr gewesen sein soll und ich mich für das World Matchplay qualifiziert habe, dann war es wohl nicht allzu schlecht, würde ich meinen."
Der Australier legt großen Wert darauf, dass sein Vertrauen in die eigene Stärke intakt bleibt. Seine jüngsten Resultate und der starke Auftritt gegen Comito liefern ihm ausreichend Gründe für diesen Optimismus.
„So zu spielen wie zuletzt und wie heute Abend zum Beispiel – damit bin ich sehr zufrieden, und ich fühle mich sehr wohl, wenn ich solche Aufgaben angehe."
Jonny Clayton als nächster Härtetest
Im Viertelfinale wartet direkt ein dicker Brocken auf Heta. Jonny Clayton steht zwischen dem Australier und einem Platz im Halbfinale der Australian Darts Masters.
Für Heta stellt der Waliser einen ernstzunehmenden Prüfstein dar, dennoch geht der Australier mit Selbstvertrauen in das Duell. Mit einem Average jenseits der 100-Punkte-Marke beweist er, dass seine Scoring-Power wieder voll zurückgekehrt ist.
Ein Sieg über Clayton würde zudem einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung des ersten Titels des Jahres bedeuten. Auf Silberware wartet der Australier 2026 noch immer, doch er scheint seine Bestform genau zum richtigen Zeitpunkt wiederzufinden.
Nach einer Phase, in der seine Ergebnisse nicht immer den eigenen Ansprüchen entsprachen, findet "The Heat" auf heimischem Boden wieder Gründe für Optimismus. Seine Botschaft fällt klar aus: Die Form kehrt zurück, das Selbstvertrauen wächst, und Heta will in Wollongong mehr erreichen als nur den Auftaktsieg.