Alan Soutar weiß besser als viele andere, wie wichtig Unterstützung für Soldaten und Veteranen sein kann. Der schottische Dartspieler, der neben seiner Karriere auf der Bühne jahrelang im Rettungsdienst tätig war, hat eine enge Verbindung zu Menschen, die ihr Leben in den Dienst anderer stellen.
In einem Interview mit Oche180 sprach Soutar offen über das Operation-Bullseye-Event der
Defence Darts Community. Mit der Veranstaltung wurde Geld für wohltätige Zwecke gesammelt, die sich rund um die mentale Gesundheit von aktiven und ehemaligen Militärangehörigen einsetzen.
Für Soutar ist das Thema von besonderer Bedeutung. Aus seiner Sicht können Außenstehende kaum vollständig begreifen, was Soldaten während ihrer Einsätze erleben und welche Folgen solche Erfahrungen später haben können.
„Ich denke, es ist so: Wenn du es weißt, dann weißt du es. Und für die, die es nicht wissen, ist es vielleicht besser, dass sie es nicht wissen“, sagte Soutar. „Aber wenn du einem Veteranen oder Soldaten begegnest, der mehrere Einsätze in Afghanistan erlebt hat, Schreckliches gesehen hat, Freunde und Kollegen verloren hat … Menschen, die Familienangehörige verloren haben, Frauen, die ihren Mann verloren haben, und Männer, die ihre Frau verloren haben. Ich glaube nicht, dass man das vollständig verstehen kann, es sei denn, man war selbst mit ihnen dort.“
Soutar über Veteranen: „Dann etwas zurückgeben zu können, ist enorm wichtig“
Nach Ansicht des Schotten wird oft unterschätzt, wie viele Menschen von den Folgen militärischer Einsätze betroffen sind. Es geht nicht nur um die Soldaten selbst, sondern auch um Familien, Partner, Freunde und das gesamte Umfeld.
„Sie stehen bereit, uns zu schützen, und gehen in andere Länder, um unser Land zu verteidigen, damit wir so leben können, wie wir es derzeit tun“, führte Soutar fort. „Dann etwas zurückgeben zu können und ein wenig Verständnis zu zeigen für das, was sie möglicherweise durchmachen, ist für sie enorm wichtig.“
Der Dartspieler hofft vor allem, dass Initiativen wie Operation Bullseye einen konkreten Unterschied machen können, auch wenn dieser zunächst klein erscheinen mag.
„Wenn die hier vertretenen Militär-Wohltätigkeitsorganisationen ein bisschen Geld mitnehmen und damit einen Soldaten oder einen Veteranen unterstützen können, dann wächst das am Ende weiter und immer mehr Menschen werden geholfen“, sagte Soutar. „Ich bin mehr als bereit, selbst ins Portemonnaie zu greifen und zu spenden, aber auch Bewusstsein zu schaffen und Menschen zu helfen, die für uns sorgen.“
„Alle reden immer von der Dartsfamilie“
Soutar sieht auch die Dartswelt in einer wichtigen Rolle. Der Sport ist bekannt für die enge Verbindung zwischen Spielern, Fans und Menschen hinter den Kulissen. Genau dieses Gemeinschaftsgefühl passe perfekt zur Botschaft der Veranstaltung.
„Alle reden immer von der Dartsfamilie, und das ist vielleicht das beste Beispiel dafür“, erklärte er. „Wenn wir gemeinsam auf Tour sind, ist jeder mit jedem befreundet. Es gibt keine Probleme, es passieren vor allem schöne Dinge und alle gehen gut miteinander um.“
Gleichzeitig betonte Soutar, dass die Bindung zwischen Militärangehörigen noch einmal eine andere Dimension habe. Der Zusammenhalt im Darts sei stark, doch die Erfahrungen von Soldaten und Veteranen gingen weit darüber hinaus.
„Natürlich willst du dich am Board gegenseitig schlagen, aber es bleibt eine große Familie. Diese Menschen haben nur eine ganz andere Art von Familienband. Wir sind viel unterwegs, aber sie sind manchmal sechs oder neun Monate weg oder dienen monatelang auf U-Booten. Das ist ein völlig anderes Niveau an Verbundenheit.“
Alan Soutar würdigt Arbeit der Defence Darts Community
Der Schotte zeigte deshalb große Wertschätzung für alle, die sich für Soldaten, Veteranen und deren Angehörige einsetzen. Besonders hob er die Menschen hervor, die hinter der Defence Darts Community stehen und mit Events wie Operation Bullseye Aufmerksamkeit und Unterstützung schaffen.
„Das Familiengefühl und die Art, wie diesen Menschen geholfen wird, ein Teil davon zu bleiben, schätze ich enorm“, sagte Soutar. „Was Zara und das gesamte Team leisten, erhält wahrscheinlich nicht die Anerkennung, die all ihren Erfolgen gerecht wird.“
Für Soutar geht es dabei nicht nur um Spenden, sondern auch um Sichtbarkeit, Verständnis und Respekt. Operation Bullseye zeigt, wie Darts mehr sein kann als ein Sport: eine Plattform, die Menschen verbindet und jenen hilft, die oft zu lange mit ihren Erfahrungen allein bleiben.