Ein Dartsprofi hat bei der PDC-Weltmeisterschaft für Gesprächsstoff gesorgt, nachdem er mit einem Wespenspray auf die Bühne kam.
Der Niederländer Jurjen van der Velde brachte vor seinem Erstrundenspiel gegen Danny Noppert im Alexandra Palace in London eine Dose Insektenspray mit. Hintergrund sind mehrere Wespen, die das Turniergeschehen bei der WM 2026 immer wieder stören.
Wespenspray auf der Bühne – doch das frühe Aus
Doch die Aktion hatte keinen sportlichen Effekt: Van der Velde unterlag seinem Landsmann mit 1:3 und schied bereits in der ersten Runde aus. Trotz großzügigen Einsatzes des Sprays zeigten TV-Wiederholungen, wie der 23-Jährige im zweiten Satz versuchte, eine Wespe in Gesichtsnähe zu vertreiben.
Zwischendurch wischte sich Van der Velde mit einem Waschlappen die Tränen aus den Augen. Ob dies an der Nervosität bei seinem WM-Debüt oder am Insektenspray lag, blieb offen. Die Professional Darts Corporation (PDC) kommentierte augenzwinkernd in den sozialen Medien:
„Nicht bestätigt, ob Jurjen van der Velde emotional ist oder sich Wespenspray in die Augen gesprüht hat.“
„Ich habe das Zeug versprüht, aber das war keine so gute Idee von mir“, sagte er schuldbewusst. „Nach dem ersten Satz bekam ich sofort Ärger von der PDC. Da dachte ich schon: toll, dass man das direkt gesagt bekommt – ich hatte den ersten Satz verloren und musste mich eigentlich erst einmal wieder fangen. Das bringt einen kurz aus dem Spiel. Aber es gab Menschen, die allergisch darauf reagierten. Na ja, das war ganz sicher nicht meine Absicht, und das habe ich der PDC auch sofort gesagt: Entschuldigung dafür.“
- Jurjen van der Velde
„Ally-Pally-Wespen“ werden zum Turnier-Thema
Die sogenannten „Ally-Pally-Wespen“ sind bei der diesjährigen Weltmeisterschaft zu einem wiederkehrenden Thema geworden. Immer wieder tauchen die Insekten während der Spiele auf, stören Würfe und mischen sich sogar in Interviews nach den Matches ein.
Bereits zuvor hatte eine Wespe im Spiel zwischen Teemu Harju und Alan Soutar für Ablenkung gesorgt, als sie dem Finnen am Kragen landete, bevor er sie wegwischen konnte.
Die renommierte Wespenexpertin Professor Seirian Sumner vom University College London erklärte gegenüber der BBC, es handele sich vermutlich um Königinnenwespen, die in Dachböden, Nebengebäuden oder auf dem weitläufigen Gelände rund um den Alexandra Palace nisten könnten.
Der Alexandra Palace liegt inmitten von rund 196 Hektar Parkland im Norden Londons und ist bekannt für seine vielfältige Tierwelt – inklusive unerwarteter Gäste auf der Dartsbühne.
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