„Wir nannten es damals einfach ‘bog eye’, es musste gemacht werden“: Luke Littler unterzog sich einer entscheidenden Operation, die seinen Darts-Traum hätte zunichtemachen können
PDC
Luke Littler stand als Kind an einem Punkt, an dem sein Dart-Traum fast zerplatzt wäre – und das, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. Erst eine Operation an seinen Augen ebnete ihm den Weg in den Spitzensport. Der amtierende Weltmeister, der heute Abend bei der Darts WM im Alexandra Palace auf Mensur Suljovic trifft, wurde mit einer Fehlstellung der Augen, dem sogenannten Strabismus, geboren.
Diese Erkrankung sorgte dafür, dass seine Augen nicht denselben Punkt fixieren konnten. Für Eltern und Ärzte in seiner Heimatstadt Warrington war schnell klar: Nur ein Eingriff konnte helfen. Littler wurde im Vorschulalter operiert, auch wenn ihm selbst kaum Erinnerungen daran geblieben sind. Jahre später kämpft er nun um das Rekord-Preisgeld von einer Million Pfund – und weiß, dass er ohne diesen Eingriff womöglich nie auf der Bühne des Ally Pally gelandet wäre.
Kindheitsoperation legt den Grundstein für den WM-Held
Im Gespräch mit The Sun erzählte Littler offen, wie prägend die Operation für ihn war. „Ich weiß gar nicht mehr, wie der Fachbegriff lautet – wir nannten es damals einfach ‘bog eye’. Ich war vielleicht vier oder fünf Jahre alt. Es musste gemacht werden, und es wurde gemacht“, sagte der 18-Jährige.

Luke Littler trifft heute Abend in der dritten Runde der Darts WM auf den Österreicher Mensur Suljovic.
Erst alte Fotos erinnerten ihn an die schwierige Zeit. „Ich sehe mich da als müdes Kind mit verbundenen Augen. Aber das war nötig. Ich hatte damals keine Ahnung, wie wichtig das für mich werden würde.“ Dass er ohne den Eingriff wohl kaum ein präzises Auge fürs Darts-Board entwickelt hätte, ist ihm heute bewusst: „Wenn man zurückblickt, war es eindeutig das Beste, was passieren konnte.“
Weiterlesen
Seine Sehkraft lässt sich Littler inzwischen nur noch selten überprüfen. Solange seine Sicht klar bleibt, sieht er keinen Grund für regelmäßige Tests. Ganz gelassen fügte er hinzu: „Wenn irgendwas verschwimmt, gehe ich schon zum Arzt. Aber bis dahin drücken wir einfach die Daumen.“
Weihnachten bedeutet Darts
Neben der Rückkehr auf die große Bühne hatte Littler noch eine persönliche Botschaft an die Zuschauer: „Wenn jemand das erste Mal einschaltet – Darts ist in den letzten Jahren durch die Decke gegangen. Weihnachten ist Darts. Klar, Fußball läuft auch, aber für mich gehört zur Weihnachtszeit einfach Pfeilwerfen.“
Er musste schmunzeln, dass sein Lieblingsverein Manchester United am Boxing Day bereits gespielt hatte. „Da sie heute nicht spielen, gibt’s keinen besseren Grund, Darts zu schauen.“
Weiterlesen

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Klatscht 0Besucher 0
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











