„Woran lag es? Vielleicht am Board, vielleicht habe ich sie minimal zu weich geworfen“ - Noppert sucht die Ursache für die vielen Bounce-Outs während des Euro Tour-Finales gegen Aspinall
PDC
Danny Noppert hat beim German Darts Grand Prix in München ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Der Niederländer kämpfte sich bis ins Finale vor und bestätigte einmal mehr seine Klasse auf der European Tour. Im Endspiel musste er sich jedoch Nathan Aspinall mit 5:8 geschlagen geben.
Für Noppert war es bereits die vierte Finalteilnahme auf der Euro Tour. Der Spieler aus Joure zeigte über das gesamte Wochenende hinweg Nervenstärke und Timing – auch wenn er selbst mit seiner Leistung nicht vollständig zufrieden war.
Konstanz statt Glanz: Noppert überzeugt im richtigen Moment
Auf dem Weg ins Finale ließ Noppert namhafte Gegner hinter sich. Er setzte sich gegen Ritchie Edhouse (6:5), Karel Sedlacek (6:2), Jonny Clayton (6:1) und Krzysztof Ratajski (7:2) durch. Vor allem in den entscheidenden Phasen präsentierte sich „The Freeze“ eiskalt auf die Doppel.

Zum vierten Mal stand Danny Noppert in einem Euro-Tour-Finale
Trotz dieser Ergebnisse blieb der Niederländer selbstkritisch. „Ich habe eigentlich nicht mein bestes Turnier gespielt, wenn man auf den Average schaut“, erklärte Noppert im Anschluss. „Die wichtigen Momente waren vielleicht gut, aber insgesamt war es nicht mein bestes Niveau. Dass ich trotzdem das Finale erreiche, sagt eigentlich alles.“
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Gerade im Viertelfinale gegen Ratajski machte Noppert den Unterschied konsequent auf die Doppelfelder. Effizienz statt Spektakel lautete die Devise. Auch gegen Clayton profitierte er clever von den vergebenen Chancen seines Gegners und nutzte jede sich bietende Gelegenheit.
Bouncer bremsen Noppert im Finale aus
Im Finale gegen Aspinall riss diese Serie jedoch. Noppert konnte seine starke Chancenverwertung nicht konstant durchbringen – und hatte zusätzlich mit Pech zu kämpfen. Mehrere sogenannte „Bouncer“, also abprallende Darts, warfen ihn aus dem Rhythmus.
„Ich hatte in einigen Momenten einfach Pech. Pfeile sind aus dem Board gefallen, und das gleich mehrfach“, schilderte Noppert. „Ich weiß nicht, woran es liegt. Ich spiele eigentlich mit hervorragenden Spitzen.“
Auffällig: In den Runden zuvor hatte er mit diesem Problem keinerlei Schwierigkeiten. „In den anderen Spielen lief alles normal. Deshalb war das im Finale schon frustrierend“, so der Niederländer.
Bis zum Stand von 5:5 blieb das Duell offen. Danach setzte sich Aspinall entscheidend ab. Noppert konnte nicht mehr kontern – auch, weil die Konstanz aus den vorherigen Matches fehlte.
Ursachenforschung bleibt schwierig
Warum die Darts im Finale plötzlich nicht mehr im Board hielten, konnte Noppert nicht eindeutig erklären. „Vielleicht lag es am Board, vielleicht habe ich sie minimal zu weich geworfen. Ich weiß es wirklich nicht“, sagte er ehrlich.
Immerhin: Das Problem beschäftigt ihn längst nicht mehr so stark wie früher. „Früher hat mich das extrem gestört. Heute gehe ich anders damit um, auch weil ich mein Material angepasst habe.“ Besonders seine neuen Spitzen hätten ihm deutlich geholfen.
Generell zeigte sich Noppert mit seiner Ausrüstung zufrieden und lobte die Qualität der Boards. Ein klarer Hinweis darauf, dass er die Ursache eher in der Situation als im Material sieht.
Besseres Zeitmanagement zahlt sich aus
Neben dem Sportlichen zog Noppert auch Lehren aus seiner Turniervorbereitung. Gerade lange Turniertage stellen viele Spieler vor Herausforderungen – eine Erfahrung, die er selbst erst kürzlich machen musste.
Beim Event in Wieze hatte er noch Fehler gemacht. „Damals habe ich zwischen den Sessions vor Ort gewartet. Das war ein Fehler“, gab er zu. Die Folge: ein schwacher Average und ein früheres Aus.
In München ging er die Sache deutlich strukturierter an. Nach seiner frühen Partie am Nachmittag nutzte er die Zeit bewusst zur Regeneration. „Essen, kurz hinlegen, duschen und dann neu fokussieren – das macht einen riesigen Unterschied“, erklärte Noppert.
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








