Der niederländische Darts-Profi
Danny van Trijp ist von einem Gericht schuldig gesprochen worden, einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben. Der Vorfall ereignete sich im September 2024 auf der A16 bei Etten-Leur. Das Gericht verhängte 120 Stunden gemeinnützige Arbeit sowie ein sechsmonatiges Fahrverbot.
Der Fall sorgte weit über die Darts-Szene hinaus für Aufsehen. Vor allem die dramatischen Folgen für das Opfer rückten den Unfall in den Fokus der Öffentlichkeit.
Unfall während Arbeitsfahrt mit dramatischen Konsequenzen
Der Unfall geschah an einem Montagmorgen, als
van Trijp als Paketzusteller unterwegs war. Beim Versuch, auf die Autobahn aufzufahren, geriet er in dichten Verkehr. Eine geeignete Lücke zum Einfädeln erkannte er nicht.
Danny van Trijp besitzt derzeit keine PDC Tour Card
Statt abzubremsen, beschleunigte er, um sich Raum zu verschaffen. Dabei übersah er jedoch den beginnenden Stau sowie elektronische Anzeigen, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h vorgaben. Mit rund 100 km/h prallte er auf das Fahrzeug vor ihm. Die Wucht des Aufpralls löste eine Kettenreaktion aus, an der insgesamt fünf Fahrzeuge beteiligt waren.
Besonders schwer traf es eine 23-jährige Frau im direkt vorausfahrenden Wagen. Sie erlitt einen Beckenbruch und musste sich insgesamt neun Operationen unterziehen. Über längere Zeit war sie auf häusliche Pflege angewiesen. Zudem verlor sie sowohl ihre Wohnung als auch ihren Arbeitsplatz. Laut ihrer Anwältin besteht sogar die Möglichkeit, dass sie infolge der Verletzungen keine Kinder mehr bekommen kann.
Gericht sieht grobe Unaufmerksamkeit
Das Gericht stellte klar, dass van Trijp nicht rücksichtslos handelte, wohl aber grob unaufmerksam. Er hätte die Verkehrssituation korrekt einschätzen und die Warnhinweise erkennen müssen. Damit gilt er rechtlich als Verursacher des Unfalls.
Trotz der Schwere der Folgen fiel das Strafmaß vergleichsweise milde aus. Neben der gemeinnützigen Arbeit erhielt er ein befristetes Fahrverbot. Eine härtere Strafe blieb aus, da das Gericht kein vorsätzlich gefährdendes Verhalten erkannte.
Während der Verhandlung zeigte sich van Trijp tief betroffen. Offen sprach er über seine Schuldgefühle und die psychischen Belastungen. „Ich bereue es enorm“, erklärte er vor Gericht. Die Ereignisse lassen ihn bis heute nicht los: Er berichtete von Albträumen und ständigen Selbstvorwürfen.
Zugleich betonte er, dass sein eigenes Leid nicht mit dem des Opfers vergleichbar sei. Die Folgen für die junge Frau seien ungleich schwerer.
Schatten über der sportlichen Zukunft
Auch sportlich hinterließ der Unfall deutliche Spuren. Zu Beginn des Jahres sagte van Trijp seine Teilnahme an den UK Open ab, da er sich mental nicht in der Lage sah, anzutreten.
Innerhalb der Darts-Welt überwiegt das Verständnis für seine Situation. Dennoch bleibt der Vorfall ein schwerer Einschnitt in seiner Karriere. Für einen Profi, der regelmäßig auf hohem Niveau spielt, stellt die Kombination aus mentaler Belastung und sportlichem Druck eine enorme Herausforderung dar.