VERGESSENE DARTER - Albertino Essers: "Die Sensation, die durch Dartitis aufgehalten wurde"

In dieser Rubrik erinnern wir regelmäßig an "vergessene Dartspieler" aus der Vergangenheit. Heute ist der Niederländer Albertino Essers an der Reihe, der viermal an der BDO Weltmeisterschaft teilgenommen hat, aber auch eine Zeit lang mit einer Dartitis zu kämpfen hatte.

Albertino Essers trat 2002 in die BDO-Tour ein und zeigte sofort starke Leistungen. Nach Viertelfinalen bei den England und Denmark Open und dem Erreichen der Achtelfinale bei den British Open und World Masters wurde er im Januar 2003 zum ersten Mal zur BDO-Weltmeisterschaft nach Lakeside eingeladen. Der Niederländer hatte allerdings nicht so viel Glück bei der Auslosung und schied in der ersten Runde gegen den späteren Finalisten Ritchie Davies aus.

The Sensation wurde allerdings auf den Weg gebracht und erreichte noch im selben Jahr mit dem niederländischen Team das Finale des WDF World Cup. Auch bei verschiedenen anderen Turnieren zeigte er hervorragende Leistungen, so dass er Anfang 2004 erneut nach Lakeside fahren durfte. Wie im Jahr zuvor schied Essers in der ersten Runde aus, diesmal war der Australier Steve Duke mit 3-1 zu stark. Es war nicht nur sein Gegner, der Essers zu schaffen machte, sondern vielleicht noch mehr die Dartitis, an der er all die Jahre gelitten hatte. Wegen seiner Nervosität hatte er oft Schwierigkeiten, den Dart ans Board zu bringen.

Aber Essers erholte sich 2005 und gewann die Belgium Open, das größte Turnier seiner Karriere. Nach einem Jahr Abwesenheit hat er sich auch wieder für die BDO WM qualifiziert. Er bewies, dass er in der ersten Runde frei von Dartitis war, indem er einen unglaublichen Überraschungssieg hinlegte. Der ehemalige Weltmeister Ted Hankey wurde von dem Niederländer mit 3-1 nach Hause geschickt. In der zweiten Runde verlor er nach einem sehr spannenden Spiel mit 2-4 gegen Paul Hogan.

2007 hatte Essers seinen letzten Auftritt bei der BDO-Weltmeisterschaft. Und wieder machte er seinem Namen als Giantkiller alle Ehre. In der ersten Runde besiegte er Gary Anderson in einem Thriller von Format. Doch auch hier war in der zweiten Runde nach einer 1-4-Niederlage gegen Paul Hanvidge Endstation für ihn.

Danach verschwand Essers von der internationalen Bühne, 2012 hatte er seinen letzten Auftritt beim German Gold Cup, wo er die Runde der letzten 64 erreichte. Der heute 51-jährige Niederländer spielt noch immer in seinem Heimatland in Wettbewerben.

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