Die Darts-Zukunft bekommt ein Gesicht – und es ist gerade einmal 13 Jahre alt. Jayden Walker sorgte am Samstag bei einer Exhibition in Epsom für Aufsehen, als er
Stephen Bunting besiegte und auch
Nathan Aspinall sowie
Michael van Gerwen an ihre Grenzen brachte. Der junge Engländer spielte furchtlos, zielstrebig und mit einer Reife, die selbst erfahrene Profis beeindruckte.
Während der PDC-Kalender eine kurze Pause einlegt, bevor die ProTour-Events starten und anschließend der
European Darts Grand Prix in Sindelfingen ansteht, nutzen viele Topspieler ihre freie Zeit für Showturniere. Genau dort rückte Walker nun ins Rampenlicht – und setzte ein Ausrufezeichen.
Durchwachsene Ausbeute der Stars gegen aufstrebendes Talent
Bereits zuvor machte Walker Schlagzeilen. Beim MODUS Super Series Influencer Exhibition Turnier checkte er ein spektakuläres 145-Finish und garnierte es mit dem legendären Adrian-Lewis-Schulterzucken. Auch Luke Humphries zeigte sich früh beeindruckt vom Ausnahmetalent.
Stephen Bunting verlor gegen den aufstrebenden 13-Jährigen.
„Das war das erste Mal, dass ich ihn getroffen habe, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das der beste 12-jährige Dartspieler ist, den ich je gesehen habe“, erklärte Humphries gegenüber
Sky Sports. Besonders am Practice Board habe Walker überzeugt. Trotz leichter Nervosität bei seinem ersten Walk-on spielte er direkt einen Average von über 100 Punkten. Für Humphries ist klar: „Wenn er das jetzt schon unter Druck kann, will ich gar nicht wissen, wo er in fünf oder sechs Jahren steht.“
Gleichzeitig mahnt der Weltklasse-Profi zur Vorsicht. Die Öffentlichkeit solle Walker nicht überfordern. „Er ist noch sehr jung und braucht die richtige Förderung. Aber was er zeigt, beweist, dass diese Generation etwas ganz Besonderes ist.“
Auch in Epsom bestätigte Walker diesen Eindruck eindrucksvoll. Zum Auftakt gewann Bunting zwar knapp mit 3:2 gegen Aspinall. Anschließend setzte sich van Gerwen mit 3:1 gegen Walker durch, nahm sich danach aber Zeit für ein Lob. Der Niederländer scherzte, es gebe bereits einen jungen Spieler, der ihm das Leben schwer mache – eine klare Anspielung auf Luke Littler – und ein zweiter sei eigentlich nicht nötig.
Doch Walker ließ sich davon nicht beeindrucken. In seinem nächsten Match bezwang er Bunting mit 3:2 und feierte damit den größten Sieg des Abends. Gegen Aspinall musste er sich zwar mit 2:4 geschlagen geben, lieferte aber erneut eine starke Leistung. Auch „The Asp“ fand anschließend anerkennende Worte für den Teenager.
Den Schlusspunkt setzte schließlich wieder Bunting, der sich mit einem klaren 5:1-Erfolg gegen van Gerwen durchsetzte und damit den Abend versöhnlich abschloss.
Trotzdem gehörte die Bühne an diesem Abend einem anderen: Jayden Walker hat eindrucksvoll gezeigt, dass er mehr ist als nur ein Talent. Er ist ein Name, den sich die Darts-Welt merken sollte.
Ergebnisse MODUS-Exhibition Epsom
| Spieler 1 | v | Spieler 2 |
| Stephen Bunting | 3:2 | Nathan Aspinall |
| Michael van Gerwen | 3:1 | Jayden Walker |
| Jayden Walker | 3:2 | Stephen Bunting |
| Nathan Aspianll | 4:2 | Jayden Walker |
| Stephen Bunting | 5:1 | Michael van Gerwen |