Der zweite Turniertag der
Poland Darts Open 2026 hat am Samstagabend in Krakau acht weitere Achtelfinalisten hervorgebracht. Mit dem Einstieg der Topstars nahm das erste European-Tour-Turnier des Jahres endgültig Fahrt auf:
Luke Littler,
Luke Humphries, Jonny Clayton und Co. lieferten einen hochklassigen Abend mit mehreren Decidern, Highfinishes und klaren Statements – und machten Lust auf einen hochspannenden Finaltag am Sonntag.
Die Abendsession begann mit einem klaren Statement von Josh Rock. Der Nordire ließ William O’Connor nach anfänglichem Rückstand kaum eine Chance, drehte früh auf und besiegelte seinen 6:1-Erfolg mit einem 108er-Checkout. Mit einem Average jenseits der 100-Punkte-Marke unterstrich Rock seine starke Tagesform und zog souverän in den Finaltag ein.
114 Punkte im Average: Littler überragt
Auch Jonny Clayton musste direkt einen Härtetest bestehen. Gegen den unangenehmen Adam Gawlas entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit mehreren Führungswechseln. Nach einem zwischenzeitlichen 4:4 blieb „The Ferret“ jedoch nervenstark, landete das entscheidende Re-Break und machte mit einem 85er-Finish den 6:4-Sieg perfekt.
Ein echtes Drama lieferten sich anschließend Michael Smith und Joe Cullen. In einem hochklassigen Schlagabtausch ging es in den Decider, nachdem Smith mit sechs perfekten Darts den Ausgleich erzwungen hatte. Im Entscheidungsleg blieb „Bully Boy“ eiskalt, checkte 96 Punkte in zwei Darts und sicherte sich mit 6:5 das Achtelfinalticket.
Ein Ausrufezeichen setzte danach Luke Littler. Der 19-Jährige dominierte sein Auftaktmatch gegen Mike De Decker nach Belieben, spielte einen überragenden 114er-Average und ließ beim 6:1-Erfolg keinerlei Zweifel aufkommen. Mit kompromisslosem Scoring und perfekter Doppelquote demonstrierte „The Nuke“ eindrucksvoll seine Titelambitionen.
Spektakulär verlief das Duell zwischen Callan Rydz und Luke Woodhouse. Rydz glänzte mit einem 160er- und einem 109er-Finish und führte bereits komfortabel, doch Woodhouse kämpfte sich zurück. Mit starken Breaks und einem 118er-Highfinish auf Doppel-19 drehte „Woody“ die Partie und sicherte sich mit 6:4 den Platz im Achtelfinale.
Für Gänsehaut sorgte das Match zwischen Luke Humphries und Lokalmatador Krzysztof Ratajski. Humphries startete furios, doch Ratajski kämpfte sich unter frenetischem Jubel zum 5:5-Ausgleich zurück. Im Decider bewies „Cool Hand Luke“ jedoch seine Klasse, spielte einen 15-Darter zum Matchgewinn und beendete mit 6:5 das polnische Comeback-Märchen.
Danach betrat Stephen Bunting die Bühne, der sich mit 6:4 gegen Niels Zonneveld durchsetzte. Nach zwischenzeitlicher Kontrolle musste „The Bullet“ zwar noch einmal zittern, verwandelte letztlich aber seinen Matchdart auf der Doppel-10 und erweiterte das Feld der bislang qualifizierten Achtelfinalisten.
Das letzte Ticket für den Finaltag ging an
Gian van Veen, der sich in einem hochspannenden Decider gegen Andrew Gilding durchsetzte. Gilding erwischte den besseren Start und ging früh mit 2:0 in Führung, ehe van Veen mit einem Break zurück in die Partie fand. Nach einem spektakulären 130er-Checkout des Engländers zum 4:3 schien das Match erneut zu kippen, doch der Niederländer antwortete mit einem direkten Re-Break, drehte die Begegnung auf 5:4 und bewies im Entscheidungsleg schließlich Nervenstärke. Dort behielt van Veen die Kontrolle und machte mit dem 6:5-Erfolg das Achtelfinal-Line-up perfekt.