Die erste Runde der
Flanders Darts Trophy ist gespielt. Am Freitagabend kämpften sechzehn Spieler um den Einzug in die zweite Runde.
Ricardo Pietreczko, der einzige deutsche Teilnehmer am Abend, scheiterte trotz drei Matchdarts an Ryan Joyce – ein herber Rückschlag im Kampf um den World Grand Prix.
Das Auftaktspiel bestritten
Michael Smith und Mario Vandenbogaerde. Der Weltmeister von 2023 ging zwar mit 1:0 in Führung, doch der Belgier drehte das Match mit vier starken Legs zum 4:1. Smith kämpfte sich zurück und profitierte von insgesamt sechs vergebenen Matchdarts seines Gegners. Im entscheidenden Leg fand der „Bully Boy“ jedoch nicht mehr ins Spiel, sodass Vandenbogaerde unter dem Jubel des belgischen Publikums den 6:5-Sieg feiern durfte.
Im zweiten Spiel des Abends stand Ricardo Pietreczko im Fokus. Der Deutsche eröffnete furios mit einem 170er Finish, doch das Duell gegen Ryan Joyce entwickelte sich zu einem Nervenkrimi. Beide verpassten zahlreiche Doppel, ehe Pietreczko den Decider erzwang. Dort vergab der Deutsche zunächst einen Matchdart auf Doppel 16, ehe Joyce die 150 Punkte auf der Doppel 18 verpasste. Pietreczko kam also bei 16 Punkten an die Reihe, verpasste die Doppel 8, und traf statt der anvisierten Doppel 4 die Doppel 13 und überwarf sich damit. Joyce nutzte die Chance und checkte 18 Punkte auf Doppel 8 zum Sieg. Besonders bitter: Durch den kurzfristigen Rückzug von Gerwyn Price zieht Joyce kampflos ins Achtelfinale ein und sichert sich 4000 Pfund Preisgeld – Punkte, die Pietreczko im Rennen um den Grand Prix dringend gebraucht hätte.
Anschließend setzte sich Joe Cullen souverän gegen Ian White durch. Zwar gewann White das erste Leg, doch die nächsten sechs gingen klar an „The Rockstar“. Danach traf Wessel Nijman auf Karel Sedlacek. Die Partie ging ebenfalls in den Decider, wo Nijman nach einer perfekten 150 auf 32 Punkten Rest stehen blieb. Doch Sedlacek behielt die Nerven und vollendete 84 Punkte auf dem Bullseye.
Im folgenden Match überzeugte Dirk van Duijvenbode mit einem 122er Finish über das Bullseye und einem klaren 6:2 gegen Jeffrey de Graaf. Danach folgte ein echter Kracher: Daryl Gurney spielte mit einem 104er Average stark auf und besiegte Callan Rydz trotz dessen 106er Schnitt. Spektakuläre Checkouts wie ein 140er über Doppel 20–Doppel 20 und ein 127er auf dem Bullseye unterstrichen Gurneys Klasse.
Zum Vorletzten Spiel des Abends stand mit Mike de Decker Belgiens Nummer 1 auf der Bühne. Das Niveau blieb zwar überschaubar, doch De Decker setzte sich mit einem 84er Checkout über das Bullseye gegen Martin Lukeman durch. Der Belgier gewann damit vor heimischem Publikum trotz eines Averages von nur 82 Punkten und sorgte für ein lautstarkes Publikum.
Im letzten Spiel trafen Raymond van Barneveld und Dimitris jüngerer Bruder Xanti van den Bergh aufeinander. Nachdem Xanti all seine drei Doppeldarts nutzte, schlichen sich ab dem 3-3 Fehler beim Belgier ein. Raymond van Barneveld nutzte seine Erfahrung und gewann am Ende mit 6-3. Morgen geht es mit der 2. Runde weiter.