Die Dart-Phänomene
Luke Littler und
Luke Humphries zählen zu einer wachsenden Gruppe von Spitzensportlern, die eine neue britische Regierungskampagne gegen Einsamkeit unter Jungen und jungen Männern unterstützen. Die sogenannte Team Up-Kampagne vereint Sportvereine aus dem ganzen Land und läuft vom 26. Januar bis zum 2. Februar. Ihr Ziel ist klar definiert: Sie will zeigen, wie Sport soziale Verbundenheit stärkt, mentale Gesundheit fördert und jungen Menschen positive Vorbilder bietet.
Neben Littler und Humphries beteiligen sich auch bekannte Namen aus anderen Sportarten, darunter der frühere englische Rugby-Nationalspieler Jonny Wilkinson sowie das englische Cricket-Talent Jacob Bethell. Große Sportorganisationen wie die Premier League, die English Football League und die Rugby Football League tragen die Kampagne ebenfalls mit. Das unterstreicht die breite gesellschaftliche Unterstützung des Projekts.
Engagement von Littler und Humphries besonders bedeutsam
Für die Dartszene besitzt das Engagement von
Luke Littler und
Luke Humphries eine besondere Bedeutung. Beide Spieler genießen enorme Popularität bei Jugendlichen und machen deutlich, dass mentale Gesundheit auch in einer vermeintlichen Individualsportart wie Darts eine zentrale Rolle spielt. Humphries betonte, wie entscheidend Verbundenheit für seinen eigenen Karriereweg gewesen ist.
Luke Humphries und Luke Littler sind derzeit die zwei besten Dartspieler der Welt
„Darts wirkt vielleicht wie ein Einzelsport, aber niemand schafft es allein. Man braucht Menschen um sich herum – zu Hause, im Verein und unterwegs“, erklärte Humphries gegenüber dem
Morning Star. „Genau diese gemeinsamen Momente machen den Unterschied.“
Auch Wunderkind Littler, der bereits in jungen Jahren mit seinen Auftritten auf der großen Bühne für Aufsehen sorgte, hebt hervor, welchen Halt Sport Jugendlichen geben kann. „Wenn du jung bist und dich allein fühlst, kann Sport wirklich ein sicherer Ort sein“, sagte Littler. „Du lernst Leute kennen, gehörst irgendwo dazu und hast etwas, worauf du dich freuen kannst.“
Anlass der Kampagne ist unter anderem eine aktuelle Studie von Sport England. Sie zeigt, dass sich einer von vier Jungen und jungen Männern zumindest gelegentlich einsam fühlt. Britische Minister warnen, dass das Fehlen sogenannter „positiver Räume“ junge Menschen anfällig für soziale Isolation, psychische Probleme und schädliche Einflüsse im Internet macht.
Jonny Wilkinson brachte diesen Aspekt auf den Punkt. „Es ist absolut nichts Falsches daran, sich isoliert oder einsam zu fühlen“, sagte der 46-Jährige. „Gestresst zu sein oder es schwer zu haben, gehört manchmal zum Leben. Sport hat die Kraft, Menschen zusammenzubringen und dieses Gefühl zu durchbrechen.“
Bereits im Dezember kündigte die britische Regierung einen Zehnjahresplan für die Jugend an. In dessen Rahmen sollen 500 Millionen Pfund investiert werden, um Jugendangebote und Sportinitiativen neu zu beleben. Mit der Team Up-Kampagne will man verdeutlichen, dass Sportvereine – vom Fußballplatz bis zur Dartskneipe – eine Schlüsselrolle für das Wohlbefinden junger Männer spielen.