Der schleppende Start von
Josh Rock in der
Premier League Darts hat nach Ansicht des ehemaligen Profis Matthew Edgar nichts mit Qualität zu tun, sondern ausschließlich mit dem Kopf. Der Engländer ist überzeugt, dass der Nordire vor allem mental mit der wöchentlichen Bühnenpräsenz kämpft, während sein Niveau außerhalb der Premier League völlig in Ordnung ist.
Nach sieben Spielabenden steht Rock weiterhin ohne Punkte am Ende der Rangliste. In Dublin kassierte er eine deutliche Niederlage gegen Gerwyn Price, der mit 6:0 gewann. Der Nordire kam in dieser Partie nur auf einen Average von 84,21 und wirkte chancenlos.
Laut Edgar sagt das jedoch wenig über sein tatsächliches Niveau aus. „Er hat das Niveau für die Premier League. Das ist kein Spieler, der in einem Turnier steht, in das er nicht gehört“, sagte Edgar bei OLBG.
Probleme nur in der Premier League
Der Analyst weist darauf hin, dass Rock in anderen Turnieren konstant gut abliefert und sich das Problem im Wesentlichen auf die Premier League beschränkt. „Ist er außer Form? Nein. Er spielt in allen anderen Turnieren gut. Nur in der Premier League will es nicht klappen.“
Edgar glaubt, dass der Druck, den Rock sich selbst auferlegt, eine entscheidende Rolle spielt. Der Nordire hatte zuvor erklärt, er sehe sich erst seit seiner Teilnahme an der Premier League wirklich zur Spitze zählend, und das könne sich laut Edgar gegen ihn wenden.
„Er hat so lange darauf hingefiebert, in der Premier League zu spielen. Er hat noch im vergangenen Jahr gesagt, er würde sich erst dann als echten Topspieler betrachten, wenn er dabei ist. Vielleicht hat er nun das Gefühl, sich auf einem neuen Level beweisen zu müssen. Das ist rein psychologisch.“
Josh Rock ist als einziger Spieler in der Premier League Darts noch ohne Punkt
Zweifle nicht an seinen Qualitäten
Für Edgar steht außer Frage, dass Rock über genügend Talent verfügt, um auf höchstem Niveau mitzuhalten. „Es liegt nicht an seinen Qualitäten, denn die hat er. Seine Mentalität wurde schon oft geprüft und er hat immer gezeigt, dass er damit umgehen kann. In seiner Karriere hat er alle Fragen beantwortet und sogar mehr als das.“
Genau deshalb sieht Edgar nur eine Erklärung für die aktuellen Resultate. „Dass er außerhalb der Premier League weiterhin gut spielt, sagt alles. Es muss psychologisch sein. Es gibt keinen anderen Grund.“
Rock erhält am Donnerstag in Berlin eine neue Chance, seinen ersten Sieg einzufahren. Am achten Spielabend der
Premier League Darts trifft er in den Viertelfinals auf Jonny Clayton.