Die European Tour Saison 2026 ist eröffnet: Am Freitagnachmittag fiel in Krakau der Startschuss zu den
Poland Darts Open. Bereits am ersten Tag mussten mit Dave Chisnall und Ryan Joyce zwei prominente Namen überraschend die Segel streichen.
Menzies setzt sich gegen Edhouse durch
Zum Auftakt traf der Schotte Cameron Menzies auf den European Champion von 2024, Ritchie Edhouse. Menzies eröffnete die Saison direkt mit einer 180 und ging mit 1:0 in Führung. Wenig später gelang ihm das Break zum 4:2.
Doch Edhouse kämpfte sich zurück und profitierte dabei immer wieder von verpassten Doppeln seines Gegners. Am Ende behielt jedoch Menzies die Nerven, gewann mit 6:4 – mit einem 20-Darter zum Sieg – und zog damit in Runde zwei ein.
O’Connor behält die Nerven
Im zweiten Spiel bekam es William O'Connor mit dem schwedischen WM-Achtelfinalisten Andreas Harrysson zu tun. Bis zum 2:2 verlief die Partie ausgeglichen, ehe Harrysson zu viele Darts auf die Doppel 20 liegen ließ. O’Connor nutzte dies eiskalt aus und zog auf 4:2 davon.
Der Schwede kämpfte sich zwar noch einmal auf 4:4 heran, doch der Ire entschied das Match mit starken Checkouts von 86 und 111 Punkten zu seinen Gunsten.
Joyce scheitert trotz 100+ Average
Im dritten Spiel traf Ryan Joyce auf den Kroaten Boris Krcmar. Krcmar erwischte den besseren Start und sicherte sich die ersten beiden Legs. Joyce meldete sich mit einem spektakulären 147er-Checkout zurück und drehte die Partie später mit einem 115er-Finish sogar komplett.
Doch dann schlichen sich beim Engländer Doppelfehler ein. Krcmar nutzte die entscheidenden Momente und machte auf der Doppel 18 den 6:3-Sieg perfekt. Beide Akteure spielten einen Average von über 100 Punkten.
Woodhouse souverän, Zonneveld zu stark für Maciejczak
Anschließend setzte sich Luke Woodhouse im rein englischen Duell gegen Carl Sneyd durch. Sneyd hatte mit einem 121er-Checkout auf der Doppel 18 noch zum 1:2 verkürzt, doch danach steigerte Woodhouse sein Niveau deutlich und gewann souverän mit 6:2.
Mit Piotr Maciejczak betrat anschließend der erste Pole die Bühne. Gegen
Niels Zonneveld geriet er jedoch schnell mit 0:4 in Rückstand – unter anderem nach Checkouts von 112 und 131 Punkten. Zwar kämpfte sich Maciejczak mit zwei 180ern und zwei gewonnenen Legs zurück, doch Zonneveld blieb stabil und nutzte seinen dritten Matchdart auf der Doppel 20 zum 6:2-Erfolg.
Gilding mit starkem Average
Im Duell zwischen Andrew Gilding und
Jeffrey de Graaf startete der Schwede furios und ging mit einem 11-Darter 3:0 in Führung. Danach jedoch drehte Gilding auf.
Der Engländer checkte 108, 100 und 128 Punkte, übernahm mit 5:3 die Führung und spielte phasenweise überragende Darts. Mit einem 44er-Checkout machte er den 6:3-Sieg perfekt und brachte einen Average von 106 Punkten auf die Bühne.
Wattimena zittert sich weiter
Mit Miroslaw Grudziecki stand der zweite Pole des Abends auf der Bühne. Sein Gegner
Jermaine Wattimena gewann zwar das erste Leg, doch Grudziecki drehte – getragen vom Publikum – die Partie und ging mit 3:2 in Führung.
Wattimena hatte große Probleme auf die Doppel und ließ seinen Gegner nach fünf vergebenen Matchdarts noch einmal herankommen. Am Ende nutzte der Niederländer jedoch seinen zehnten Matchdart und setzte sich mit 6:4 durch.
Pilgrim wirft Chisnall raus
Das letzte Spiel entwickelte sich zu einem echten Krimi. Darryl Pilgrim startete stark und ging mit 3:0 gegen Dave Chisnall in Führung. „Chizzy“ kämpfte sich zurück, ließ jedoch mehrere Chancen auf den Ausgleich liegen.
In einer Partie mit zahlreichen Doppelfehlern vergab Pilgrim zunächst drei Matchdarts zum 6:3. Auch Chisnall ließ in der Folge zahlreiche Doppel liegen – allein in einem Leg neun Versuche. Pilgrim erhielt weitere Chancen, verpasste erneut mehrere Matchdarts und überwarf sich sogar.
Als Chisnall schließlich auch seinen zwölften Doppeldart in diesem Leg nicht nutzen konnte, machte Pilgrim auf der Doppel 8 den 6:4-Sieg perfekt – und sorgte damit für den nächsten Paukenschlag zum Auftakt der Saison.