Die 10 besten niederländischen Darter aller Zeiten

PDC
Donnerstag, 30 Mai 2024 um 12:58
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Der Dartsport ist ursprünglich ein britischer Sport, aber in den letzten vier Jahrzehnten haben sich die Niederlande laut dartsnieuws.com zu einem der vorzeigbarsten Länder im Dartsport entwickelt.
Die Niederlande haben demnach im Laufe der Jahre viele berühmte und erfolgreiche Dartspieler hervorgebracht, darunter mehrere Weltmeister und Major-Sieger. In diesem Artikel sind die nach Ansicht der oben genannten Seite Top 10 der besten niederländischen Dartspieler aller Zeiten aufgelistet.

10. Bert Vlaardingerbroek

Dieser Mann kann als einer der Pioniere des niederländischen Dartsports bezeichnet werden. Im Jahr 1988 war Bert Vlaardingerbroek der erste Niederländer, der nach Frimley Green reisen durfte, um an der BDO Weltmeisterschaft im Lakeside teilzunehmen.
Bei seinem Debüt verlor Vlaardingerbroek mit 1-3 Sätzen gegen die Darts-Legende Bob Anderson, der im selben Jahr Weltmeister werden sollte. In den Jahren 1989, 1990 und 1992 nahm der Niederländer aus Den Haag ebenfalls an der Embassy teil, aber Vlaardingerbroek kam kein einziges Mal über die erste Runde hinaus.
Außerdem erreichte Vlaardingerbroek 1986 das Viertelfinale des World Masters und zweimal das Halbfinale des Einzelturniers der Dutch Open. Er wurde sechsmal niederländischer Meister und gewann auch die Dortmund Open (1987), den Spring Cup (1993) und die Amsterdam Open (1999).

9. Benito van de Pas

Ein Überflieger war Benito van de Pas in seinen BDO-Jahren (2009 bis 2014) sicher nicht, aber bei der PDC entpuppte sich "Big Ben" schnell als hervorragender Sub-Topper.
Am ersten Tag der Q-School 2014 gewann van de Pas eine Tour Card und konnte in seiner ersten Saison bereits einige ansprechende Ergebnisse erzielen. So schlug er bei der Gibraltar Darts Trophy Michael van Gerwen (6-5) mit einem 10-Darter im entscheidenden Leg. In seiner ersten Saison erreichte der Tilburger drei Viertelfinale und ein Halbfinale auf der Pro Tour.
Er qualifizierte sich für die World Darts Championship und schaffte es dort auf Anhieb bis ins Achtelfinale, was van de Pas insgesamt vier Mal gelang (2015, 2016, 2017 und 2019). Gute Ergebnisse auf der Pro Tour ermöglichten es van de Pas auch, sein Debüt beim World Matchplay 2015 zu geben. Das Jahr 2016 erwies sich schließlich als die beste Saison von Big Ben. In diesem Jahr gewann van de Pas drei Pro Tour-Titel und erreichte das Viertelfinale beim World Grand Prix sowie die zweite Runde beim Grand Slam of Darts. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand van de Pas auf Platz 13 der PDC Order of Merit.

8. Co Stompé

Der ehemalige Straßenbahnfahrer gilt als eine der Ikonen des niederländischen Dartsports. Seine Bilanz umfasst 12 Teilnahmen an der BDO Weltmeisterschaft und fünf Teilnahmen an der PDC Weltmeisterschaft. Im Jahr 2000 erreichte The Matchstick das Halbfinale im Lakeside, während Co Stompé 2009 und 2010 im Alexandra Palace im Viertelfinale stand.
Auch Stompé hat schon einige Titel auf seinem Konto. Er wurde 1998 WDF European Champion im Einzel und der in Amsterdam geborene Spieler gewann 2010 zusammen mit Raymond van Barneveld den World Cup of Darts.
Ein weiterer großer Titel für Stompé war die German Darts Championship im Jahr 2008. Bei diesem Turnier gewann Stompé im Finale 4-2 in Sätzen gegen Darts-Legende Phil Taylor mit einem Average von 107,28. Außerdem holte The Matchstick einen weiteren Players Championship-Titel in Las Vegas und wurde 2007 mit dem niederländischen Herrenteam Weltmeister.

7. Dirk van Duijvenbode

Der Titan war zu Beginn seiner Karriere vor allem für seine energischen Auftritte bekannt, doch nach und nach begann auch Dirk van Duijvenbode mit seinen Auftritten zu beeindrucken.
Im Jahr 2020 erlebte der Dartspieler aus 's-Gravenzande seinen endgültigen Durchbruch, als er beim World Grand Prix aus dem Nichts das Finale erreichte. In diesem Jahr erreichte van Duijvenbode auch die Viertelfinale bei der European Darts Championship und den Players Championship Finals, gefolgt von einem Viertelfinalplatz bei der World Darts Championship.
In den letzten Jahren hat van Duijvenbode an allen Majors teilgenommen, wobei ein Halbfinaleinzug bei der European Darts Championship 2022 sein bestes Ergebnis bei einem Ranking Major war. Auch bei den World Series Finals 2022 stand er im Finale, verlor aber nach einem Krimi mit 11-10 gegen Gerwyn Price, der ihn zuvor auch beim World Grand Prix ausgebremst hatte.
Van Duijvenbode gelang es, von 2021 bis 2023 sechs Players Championship-Turniere zu gewinnen. Im Jahr 2023 wäre auch fast ein European Tour Titel dazugekommen. Im Finale der European Darts Open hatte er zwei Matchdarts, aber am Ende verlor van Duijvenbode auch dieses Finale gegen Price. Später im Jahr erreichte der Niederländer auch das Finale des European Darts Matchplay, aber fünf vergebene Matchdarts verhinderten seinen ersten European Tour Titel. Bei diesem Turnier verlor er im Finale gegen Luke Humphries.

6. Jelle Klaasen

Im Jahr 2006 trug sich Jelle Klaasen in die Geschichtsbücher des Dartsports ein, indem er als jüngster Darter aller Zeiten eine Weltmeisterschaft gewann. Er schlug Raymond van Barneveld im Finale der BDO Weltmeisterschaft im Alter von 21 Jahren.
Ein Jahr später schaffte Klaasen den Sprung zur PDC. Bei der PDC Darts Weltmeisterschaft waren ein Viertelfinalplatz 2009 und ein Halbfinalplatz 2016 seine Höhepunkte. Außerdem schaffte es The Cobra bei der European Darts Championship (2009) und den UK Open (2016) unter die letzten Vier. In den Jahren 2009 und 2017 durfte Klaasen auch in der Premier League Darts antreten.
Fernsehtitel hat Klaasen bei der PDC nicht gewonnen, dafür aber drei Ranglistenturniere. In den Jahren 2022 und 2023 verlor Klaasen kurzzeitig seine PDC Tour Card, aber in dieser Zeit sicherte sich The Cobra einen weiteren Titel durch den Sieg bei den Dutch Open in Assen.

5. Vincent van der Voort

Vincent van der Voort war früher als der schnellste Dartspieler der Welt bekannt und ist auch einer der erfolgreichsten niederländischen Dartspieler aller Zeiten. Der Dutch Destroyer gab 2002 sein Debüt im Lakeside und spielte dort insgesamt sechs Mal. Sein bestes Ergebnis bei der BDO Weltmeisterschaft war ein Viertelfinalplatz im Jahr 2005, als er schließlich gegen den späteren Weltmeister Raymond van Barneveld verlor.
Im Jahr 2007 wechselte van der Voort zur PDC, wo der Darter aus Purmerend bis 2023 jedes Jahr an der World Darts Championship teilnahm. Im Alexandra Palace erreichte van der Voort bei den Ausgaben 2011 und 2015 die Viertelfinale.
Der Niederländer schaffte es in seinem ersten Jahr auf dem PDC Circuit bis ins Finale der UK Open, aber auch hier war van Barneveld ein Stolperstein. Ein Jahr später stand van der Voort bei den UK Open erneut unter den letzten Vier, während er bei den Players Championship Finals 2014 ebenfalls im Halbfinale stand.
Bei der PDC hat der Dutch Destroyer, der aufgrund seiner Wurfgeschwindigkeit auch als "Fast Vinnie" betitelt wurde, insgesamt fünf PDC-Titel gewonnen. Ein Highlight sind die Austrian Darts Open 2014. Damit ist van der Voort nur einer von drei niederländischen Spielern, die einen European Tour Titel gewonnen haben.

4. Danny Noppert

Danny Noppert begann seine Profikarriere bei der BDO und konnte auch dort einige beeindruckende Leistungen erzielen. Er erreichte 2017 das Finale von Lakeside, das er gegen Glen Durrant verlor. Später im Jahr holte sich der Darter aus Joure den Titel bei den Zuiderduin Masters.
Im Jahr 2018 wagte Noppert den Sprung zur PDC und dort hat sich The Freeze langsam zu einer stabilen Weltnummer eins entwickelt. In seinem ersten Jahr gewann Noppert bereits einen Players Championship Titel und erreichte das Halbfinale bei den Players Championship Finals. Ein Jahr später war The Freeze Finalist bei den World Series Finals, während Noppert bei den Pro Tour-Turnieren regelmäßig in die Endrunde kam. Dies ermöglichte es Noppert, sein Debüt beim World Matchplay im Jahr 2019 zu geben.
Nach einem Halbfinaleinzug beim World Grand Prix und einem Viertelfinaleinzug bei der European Darts Championship 2021 wurde das Jahr 2022 das beste seiner Karriere. Noppert überraschte mit dem Sieg bei den UK Open, seinem ersten großen Titel bei der PDC. In diesem Jahr erreichte The Freeze auch die letzten Vier beim World Matchplay sowie das Viertelfinale bei der European Darts Championship und den Players Championship Finals. Außerdem gewann Noppert im Jahr 2022 seinen zweiten Players Championship-Titel.
Im Jahr 2023 fügte Noppert seiner Karriere zwei weitere Players Championship Titel hinzu, während der aus dem niederländischen Teil Friesland stammende Darter auch 2024 ein Players Championship Turnier gewann. Inzwischen ist Noppert seit mehreren Jahren regelmäßig unter den Top 16 der Weltrangliste zu finden, seine beste Platzierung war der siebte Platz in der PDC Order of Merit.

3. Roland Scholten

Roland Scholten ist der erste niederländische Profi-Dartspieler, der sein Glück bei der PDC versucht hatte. Bevor The Tripod im Jahr 2000 zur PDC wechselte, wurde er 1997 zusammen mit Raymond van Barneveld Weltmeister im World Cup of Darts. Außerdem erreichte er 1998 das Halbfinale im Lakeside.
Bei der PDC trat Scholten gegen Darts-Legenden wie John Part, Peter Manley und Phil Taylor an. Im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts wurde Scholten zu einem der besten Dartspieler der PDC, nur hatte der aus Den Haag stammende Spieler das Pech, dass Taylor in dieser Zeit übermächtig war. Scholten traf in seiner Karriere nicht weniger als 27 Mal auf Taylor, konnte aber keine einzige Begegnung gewinnen. Von 2001 bis 2012 nahm Scholten zwölf Mal in Folge an der PDC World Darts Championship teil, wo er 2001 und 2003 das Viertelfinale erreichte.
Trotzdem schaffte es Scholten, drei große Finale bei der PDC zu erreichen. Im Jahr 2001 verlor The Tripod im Finale des World Grand Prix gegen Alan Warriner-Little. Ein Jahr später holte sich Scholten den Titel bei den UK Open, indem er John Part besiegte.
Im Jahr 2006 erreichte Scholten das Finale der Premier League Darts durch einen Sieg im Halbfinale gegen van Barneveld. Im Finale erwies sich Taylor jedoch als viel zu stark und verhinderte einen zweiten großen Titel für den Niederländer. Scholten hat fünf weitere Ranglistenturniere der PDC gewonnen.

2. Raymond van Barneveld

Raymond van Barneveld hat fünf Weltmeisterschaften gewonnen, vier mit der British Darts Organisation (BDO) und eine mit der Professional Darts Corporation (PDC). Sein fünfter Titel im Jahr 2007 bei der PDC, nach einem historischen Comeback im Finale gegen Phil Taylor, gilt als einer der epischsten Momente in der Geschichte des Sports.
Der Trophäenschrank des fünffachen Weltmeisters ist darüber hinaus mit zahlreichen anderen Auszeichnungen gut bestückt. Er gewann zweimal die World Masters, zweimal die World Darts Trophy, war dreimal der Beste der International Darts League, gewann viermal die Zuiderduin Masters, holte sich drei Dutch Open Titel und gewann nach seinem Wechsel zur PDC auch zweimal die UK Open und einmal die Desert Classic, den Grand Slam of Darts und die Premier League Darts.
Als Niederländer verhalf Vvn Barneveld dem Sport zu mehr Popularität außerhalb Großbritanniens. Seine Erfolge haben zum Wachstum des Dartsports in der ganzen Welt beigetragen, besonders in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern.
Raymond van Barneveld erfreut sich bei den Fans in aller Welt großer Beliebtheit. Überall, wo der Niederländer hingeht, kann er auf die Unterstützung der bekannten "Barney Army" zählen.

1. Michael van Gerwen

Schon in jungen Jahren erlebte van Gerwen einen großen Durchbruch, als er 2006 im Alter von nur 17 Jahren das World Masters gewann. Im selben Alter wurde van Gerwen auch der jüngste Spieler, der jemals einen 9-Darter bei einem im Fernsehen übertragenen Turnier bei den Masters of Darts 2007 warf.
Danach dauerte es eine Weile, bis van Gerwen auch bei der PDC reif war, aber ab 2012 begann schließlich die Ära van Gerwen bei der PDC. In diesem Jahr gewann er den World Grand Prix.
2014 wurde Mighty Mike zum ersten Mal Weltmeister, und 2017 und 2019 folgten weitere Weltmeistertitel. Inzwischen sind es mehr als 60 im Fernsehen übertragene Titel, darunter sieben Mal die Premier League Darts, sechs Mal der World Grand Prix, vier Mal die European Championship und drei Titel bei Turnieren wie den UK Open, dem World Matchplay und dem Grand Slam of Darts. Außerdem führte van Gerwen von Januar 2014 bis Januar 2021 ununterbrochen die Weltrangliste an.
Van Gerwen hat in seiner Karriere zahlreiche Rekorde gebrochen und Meilensteine erreicht. Er war der jüngste Spieler, der jemals ein PDC-Ranglistenturnier gewonnen hat und hält den Rekord für den höchsten Average in einem im Fernsehen übertragenen Match (123,40 Punkte pro Aufnahme).