Stephen Bunting zeigt sich beeindruckt von der jungen Generation, die das Darts-Geschehen aufmischt. Der 40-Jährige zählt drei Namen auf, die seiner Meinung nach in diesem Jahr ernsthaft um den Titel bei der
Darts WM spielen werden: Luke Littler,
Gian van Veen und
Wessel Nijman. Für den Weltranglistenvierten sind sie die größten Aufsteiger – und gleichzeitig die härtesten Gegner auf dem Weg zu seinem ersten PDC-WM-Titel.
„Gian van Veen sollte man unbedingt nennen, genauso wie Wessel Nijman“, erklärt Bunting im
Gespräch mit dem London Evening Standard. „Sie waren eine Offenbarung. Mittlerweile haben sie Erfahrung gesammelt und wissen, wie man auf der großen Bühne gewinnt.“ Besonders Van Veens jüngster Triumph auf der European Tour zeige, wie weit der junge Niederländer schon ist. „Dieser Sieg gibt ihm enormen Rückenwind für die Weltmeisterschaft. Gian wird ein gefährlicher Gegner – das ist sicher“, sagt Bunting.
Einfluss der Youngster auf den Sport
Über Luke Littler spricht Bunting mit spürbarem Respekt. „Littler ist jung, aber außergewöhnlich. Er, Van Veen und Nijman sind die drei wichtigsten Youngster im Darts – und alle haben das Potenzial, Weltmeister zu werden.“
Besonders Littlers Aufstieg habe den Sport verändert. „Luke ist der Name, über den alle reden. Er ist der Grund, warum Sponsoren investieren, warum mehr Gelder fließen und warum das Publikum jünger geworden ist.“ Auch Bunting selbst erlebt, wie sich die Popularität des Sports verändert hat. „Wenn ich in Liverpool einkaufen gehe, werde ich plötzlich von 15-Jährigen umringt, die Autogramme und Fotos wollen. Vor zehn Jahren war das unvorstellbar.“
Die Entwicklung sei für den Sport enorm, aber sie verändere auch den Wettbewerb. „Littler wird weiter nach oben gehen. Wenn wir nicht besser werden, holt er irgendwann alle Titel“, warnt Bunting. Die Worte zeigen, dass sich selbst etablierte Stars an die neue Dynamik anpassen müssen.
Beau Greaves als gefährliche Außenseiterin
Neben den drei jungen Männern hebt Bunting auch
Beau Greaves hervor. Die 21-Jährige machte in dieser Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam: Bei den UK Open brachte sie Luke Humphries an den Rand einer Niederlage, bei der Jugend-WM besiegte sie Littler im Halbfinale. Mit 44 Titeln in der PDC Women’s Series ist Greaves ohnehin längst Rekordhalterin.
„Niemand wollte gegen sie antreten. Sie ist ein außergewöhnliches Talent – keine Frage“, lobt Bunting.
Im Dezember will der „Bullet“ selbst wieder angreifen. Seine bisher besten Auftritten im Ally Pally hatte er 2021 und 2025 als er jeweils das Halbfinale erreichte. In der ersten Runde trifft Bunting am 14. Dezember auf den Polen Sebastian Bialecki.