Charlie Manby richtet eine klare Botschaft an die Dartswelt: Fans und Eltern sollten aufhören, junge Spieler mit
Luke Littler zu vergleichen. Den kometenhaften Aufstieg des Weltmeisters bezeichnet der 20-Jährige als einmalig – und ist überzeugt, dass sich eine solche Entwicklung nicht wiederholen wird.
Diese Einschätzung äußerte der Engländer kurz nach seiner
Vertragsunterschrift bei Target Darts, wo unter anderem Littler, Josh Rock, Rob Cross und Darts-Legende Phil Taylor unter Vertrag stehen. Für Manby selbst stellt dieser Schritt einen weiteren Meilenstein in einer rasant verlaufenden Karriere dar. Der Spieler aus Huddersfield sorgte zuletzt bei der PDC
Darts WM erstmals international für Aufsehen, als er Cameron Menzies und Ricky Evans besiegte, ehe ihn Finalist Gian van Veen stoppte.
Manby fordert mehr Realismus im Umgang mit jungen Talenten
Trotz seines eigenen sportlichen Aufstiegs plädiert Manby für einen realistischeren Blick auf Nachwuchsspieler. Seiner Ansicht nach sorgt Littlers Erfolg für überzogene Erwartungen. „Das wird nie wieder passieren. Ich denke, die Leute müssen das verstehen“, erklärte Manby gegenüber The Sun. „Eltern können nicht einfach Luke-Littler-Darts kaufen und erwarten, dass ihr Kind es sofort genauso macht. Das wird nie wieder passieren.“
Charlie Manby jubelt auf der Bühne der PDC World Darts Championship 2026, wo er als einer der Breakout-Stars des Turniers auf sich aufmerksam machte
Damit spielt er auf Littlers beispiellosen Durchbruch an, der bereits mit 16 Jahren das Finale der Weltmeisterschaft erreichte und sich inzwischen zu einer der prägendsten Persönlichkeiten des Sports entwickelt hat.
Eigenen Weg wählen
Nach Überzeugung Manbys liegt der Schlüssel für junge Spieler darin, ihren eigenen Weg zu finden, statt sich zu sehr an Vorbildern zu orientieren. „Ich denke, sie sollten es auf ihre eigene Art machen. Ich habe es auf meine eigene Art gemacht, und das funktioniert jetzt“, sagte der Engländer. „Kinder müssen verstehen, dass es nicht über Nacht passiert.“
Deshalb glaubt er nicht daran, dass ein Debütant in so jungem Alter noch einmal einen vergleichbaren Sensationslauf auf der größten Bühne des Sports hinlegen wird. „Es wird keinen 16-jährigen Dartspieler mehr geben, der bei seinem Debüt das WM-Finale erreicht. Das passiert einfach nicht mehr, so simpel ist das.“
Gleichzeitig äußerte sich Manby anerkennend über die Entwicklung seines Landsmanns. Auch er selbst habe nicht erwartet, wie schnell Littler sich auf höchstem Niveau etablieren würde. „Die Art, wie es bei Luke gelaufen ist, hätte ich nicht erwartet. Daher allen Respekt vor ihm. Seitdem ist er nur noch weiter gewachsen.“
Nach Einschätzung Manbys hat Littler zudem erheblich zur steigenden Popularität des Dartsports beigetragen. „Es hat der Sportart viel Gutes getan. Aber es bleibt ein langer Prozess.“ Für Nachwuchsspieler formuliert er deshalb einen klaren Rat: Sie sollten authentisch bleiben und nicht versuchen, eine Kopie anderer Profis zu werden. „Solange Kinder es auf ihre eigene Art machen, bleibt es originell. Dann bleiben sie ihre eigene Person.“