Benito van de Pas wurde
2026 wieder beim Dartswerfen gesehen. Nicht auf einer Bühne und nicht unter TV-Licht, sondern zurück an einem Board in vertrauter Umgebung, leise wieder Wettkampflegs spielend und ernsthaft trainierend. Für einen Spieler, der nach dem Verlust seiner PDC Tour Card im Jahr 2020 scheinbar verschwunden war, reicht es schon, ihn wieder werfen zu sehen, damit die Leute innehalten.
Es wiegt umso schwerer, weil sein Niedergang nicht nur mit Niederlagen zu tun hatte. Es ging darum, dass er seinen Wurf verlor. Und nun lauten die ersten Rückmeldungen, dass er wieder aussieht wie früher.
Als der Wurf weg war, folgte alles andere
Auf seinem Höhepunkt war Van de Pas nicht nur ein weiterer niederländischer Hoffnungsträger. Er galt weithin als der nächste große Name seiner Generation. Er drang in die Top 16 der Welt vor, erreichte mehrfach das Achtelfinale der Darts WM, stand in European-Tour-Finals und gewann mehrere Players Championship Titel. Groß, entspannt und rhythmisch, sein Wurf war sein Markenzeichen. Es sah mühelos aus.
Van de Pas galt einst als das nächste große Ding im niederländischen Darts
Dann wirkte es nicht mehr mühelos. Gegen Ende seiner
Pro Tour-Karriere war die Veränderung offensichtlich. Seine Aktion wirkte gehetzt und unruhig, der Rhythmus war weg. Wenn ein Spieler gegen seinen Wurf ankämpft, bricht meist auch das Selbstvertrauen ein. Die Resultate folgten demselben Muster. Als seine Tour Card Ende 2020 auslief, gab es keinen großen Abschied. Er verschwand einfach von der Top-Ebene und war jahrelang ein Name aus der Vergangenheit.
Zurück, wo alles begann
Deshalb hat eine einfache Sichtung im Jahr 2026 so viel Gewicht. Van de Pas wurde wieder in seiner alten Kneipe beim Werfen gesehen, an dem Ort, an dem er einst Wettkampfdarts spielte, bevor er Profi wurde. Zuschauer dort sagten, seine Aktion sehe aus wie in seinen besten Jahren, flüssig und natürlich, und dass er ein enges Match gegen
Jimmy van Schie spielte, knapp 3:2 verlor.
Wichtiger noch: Es war kein einmaliger Abend.
Laut PremiumDartsData auf X hat Van de Pas wieder ernsthaft mit dem Training begonnen, rund drei Stunden täglich. Er hat nun ein Board zu Hause, nachdem seine Freundin ihm über die Feiertage eines gekauft hat, und er hat gesagt, dass er mehr spielen möchte. Das macht aus einem nostalgischen Moment etwas, das nach Plan klingt.
Für Van de Pas ist nicht die Ergebniszeile oder der Ort das Entscheidende. Es ist, dass die Leute sagen, er sehe beim Wurf wieder aus wie er selbst.
Eine völlig veränderte Welt für ein Comeback
Der Zeitpunkt könnte kaum spannender sein. Niederländisches Darts blüht wieder auf. Gian van Veen erreichte das Finale der PDC World Darts Championship 2026. Danny Noppert erlebte 2025 wohl die stärkste Saison seiner Karriere.
Wessel Nijman schaffte 2025 den endgültigen Durchbruch mit mehreren Pro-Tour-Titeln.
Jimmy van Schie holte 2025 den Lakeside-Titel.
Die Niederlande stützen sich nicht mehr auf einen oder zwei Namen. Es gibt wieder Tiefe.
Wenn Van de Pas tatsächlich leise wieder aufbaut, dann in einer völlig anderen Landschaft als der, die er verließ. Nicht mehr als die nächste große Hoffnung, sondern als ehemaliger Spitzenspieler, der in eine boomende Szene zurückfinden will.
Es gibt noch keine Meldeliste, keine Q-School-Bestätigung und keine Comeback-Ankündigung. Im Moment gibt es nur einen Mann, der wieder Darts wirft, wieder trainiert und wieder wie er selbst aussieht.
Für jemanden jedoch, der einst zur Weltspitze gehörte, verschwand und fast aus der modernen Geschichte des niederländischen Darts gestrichen wurde, reicht das allein, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Er war einst das nächste große Ding im niederländischen Darts. Jetzt steht er still und leise wieder am Board.