PDC-Tourcard-Inhaber beeindrucken mit außergewöhnlich hohen Averages in den USA

PDC
Donnerstag, 15 Januar 2026 um 10:30
Cam Crabtree (1)
Am vergangenen Wochenende stand in den Vereinigten Staaten mit dem Philadelphia Open eines der renommiertesten Turniere der amerikanischen Dartsszene auf dem Programm. Seit Jahren genießt das Event einen exzellenten Ruf und lockt regelmäßig ein international geprägtes Teilnehmerfeld an. Auch in dieser Ausgabe machte das Turnier seinem Namen alle Ehre. Besonders auffällig war die Präsenz zweier englischer PDC-Tour-Card-Inhaber, die dem Wochenende sportlich ihren Stempel aufdrückten.
Mit Cam Crabtree und Owen Bates reisten zwei Spieler in die USA, die in Europa längst als große Talente gelten. Der Trip über den Atlantik erwies sich im Nachhinein als goldrichtige Entscheidung. Beide Engländer zeigten während des gesamten Wochenendes konstant starke Darts und prägten mehrere Wettbewerbe nachhaltig.
Crabtree und Bates verbindet seit Jahren eine enge Freundschaft. Gemeinsam mit ihrem guten Freund Zac Griffiths nutzten sie die Gelegenheit für ein intensives Wettkampfwochenende. Möglich wurde die Teilnahme, da das Philadelphia Open weder WDF-gerankt noch live gestreamt wird. Genau diese Punkte sind für PDC-Tour-Card-Inhaber entscheidend, da sie strengen Teilnahmeauflagen unterliegen.
Hinzu kam der vergleichsweise ruhige Januar im PDC-Kalender. Abgesehen von der World Series of Darts im Nahen Osten standen für viele Profis keine Verpflichtungen an. Für Crabtree und Bates bot sich damit der perfekte Zeitpunkt, um außerhalb Europas wertvolle Matchpraxis zu sammeln.

Englisches Finale auf amerikanischem Boden

Im Hauptturnier hinterließen beide Engländer einen bleibenden Eindruck. Sowohl Crabtree als auch Bates erreichten das Finale und sorgten damit für ein rein englisches Endspiel. Für viele amerikanische Zuschauer kam diese Konstellation durchaus überraschend. Im Finale ließ Cam Crabtree allerdings keinerlei Zweifel aufkommen. Mit einem überragenden Average von 109,98 gewann er klar mit 3:0 Legs gegen seinen Freund Bates und sicherte sich souverän den Titel.
Doch damit nicht genug. Auch in den weiteren Wettbewerben des Wochenendes waren die Engländer tonangebend. Owen Bates gewann gemeinsam mit dem Amerikaner Brian Rudel das Blind-Doppelturnier, bei dem die Doppelpartner erst kurzfristig ausgelost werden. Ein Format, das Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erfordert.
Zusätzlich erreichten Bates und Crabtree zusammen mit Layla Buntz das Finale des gemischten Tripelturniers. Auch hier bestätigten sie ihre Klasse und ihre Fähigkeit, sich schnell auf neue Partner und Formate einzustellen.
In den beliebten Cricket-Wettbewerben setzten die Engländer ebenfalls Ausrufezeichen. Obwohl amerikanische Spieler in diesem Format traditionell als besonders stark gelten, gewann Cam Crabtree das individuelle Cricketturnier. Gemeinsam erreichten Crabtree und Bates zudem das Halbfinale im Doppel-Cricket, erneut ein starkes Resultat auf ungewohntem Terrain.

Revanche im Herrenturnier für Bates

Für Owen Bates erhielt das Wochenende schließlich noch eine besondere Wendung. Im Herrenturnier kam es im Halbfinale erneut zum direkten Duell mit Cam Crabtree. Dieses Mal drehte Bates den Spieß um. Mit einem 2:0-Erfolg, bei Averages von jeweils über 107 Punkten, nahm er Revanche für die Finalniederlage im Hauptturnier.
Im Endspiel ließ Bates anschließend nichts anbrennen. Mit einem klaren 2:0-Sieg gegen den Amerikaner Mark Francks machte er den Titelgewinn perfekt. Ein gelungener Abschluss eines ohnehin außergewöhnlich erfolgreichen Wochenendes.
Der starke Auftritt von Crabtree und Bates unterstreicht die zunehmende Internationalisierung des Dartsports. Während amerikanische Spieler auf heimischem Boden lange den Ton angaben, zeigen europäische Topspieler immer häufiger, wie schnell sie sich an andere Bedingungen und Spielformate anpassen können.
Spitzendarts in den Vereinigten Staaten geht bereits am kommenden Wochenende weiter. Mit dem Las Vegas Open steht ein goldgeranktes WDF-Turnier an. Mit dabei sind unter anderem Tom Becker, Matt Clark, Aaron Turner, Deta Hedman und die Niederländerin Anca Zijlstra. Das nächste hochklassige Aufeinandertreffen zwischen europäischen und amerikanischen Spielern ist damit bereits garantiert.
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