„Er ist ein ehemaliger Lakeside-Weltmeister, aber ich auch“ – Andy Baetens überzeugt bei Heimsieg gegen Stephen Bunting in Wieze

PDC
durch Nic Gayer
Sonntag, 22 März 2026 um 13:15
Andy Baetens (1)
Andy Baetens erlebte bei den Belgian Darts Open 2026 einen Samstagabend, an dem Vieles zusammenpasste. Der Belgier zog nach einem starken Sieg über Stephen Bunting ins Achtelfinale ein – getragen vom lautstarken Heimpublikum.
In einer Partie mit spürbarer Spannung und mehreren vergebenen Doppelchancen auf beiden Seiten behielt Baetens am Ende die Nerven. Der Erfolg brachte ihm nicht nur einen wichtigen Sieg, sondern auch zusätzliches Selbstvertrauen für den Finaltag des dritten European-Tour-Events der Saison.

„Ich habe von seinen Fehlwürfen profitiert“

Nach dem Spiel blieb Baetens sachlich in seiner Analyse, zeigte sich jedoch zufrieden mit seiner Leistung. „Ich fühle mich sehr gut“, sagte er im Bühnen-Interview. „Ich denke, ich habe heute eine starke Partie gespielt.“
Andy Baetens gewann 2023 die WDF-Weltmeisterschaft
Andy Baetens gewann 2023 die WDF-Weltmeisterschaft
Gleichzeitig sprach er offen über den Spielverlauf, der auch von ausgelassenen Chancen geprägt war – vor allem auf Seiten seines Gegners. „Stephen hat ein paar Doppel verpasst, und davon habe ich profitiert. Das gehört auf diesem Niveau auch dazu.“
Eine der entscheidenden Szenen entwickelte sich im neunten Leg. Beide Spieler erhielten mehrfach die Möglichkeit, das Leg für sich zu entscheiden, doch der Druck war deutlich spürbar. „Dieses Leg war entscheidend“, erklärte Baetens. „Wir haben beide viele Doppel verfehlt. Man konnte sehen, dass Druck drauf war. Aber ich weiß, was Stephen kann – er ist ein Topspieler“

Respekt für Bunting

Entsprechend respektvoll äußerte sich Baetens über die Karriere seines Gegners. „Er ist ein Premier-League-Spieler und ehemaliger Lakeside-Weltmeister“, betonte er.
Damit unterstrich er die Bedeutung seines Erfolgs zusätzlich. Einen Spieler mit dieser Vita auf einer solchen Bühne zu schlagen, wertet die eigene Leistung deutlich auf. Gleichzeitig stellte Baetens klar, dass auch er selbst große Titel vorweisen kann. „Ich bin auch Weltmeister gewesen“, sagte er und verwies auf seine eigenen Erfolge. „Aber heute habe ich mich einfach gut gefühlt.“
Wie bei mehreren belgischen Spielern an diesem Wochenende spielte auch für Baetens die Unterstützung des Publikums eine zentrale Rolle. In Wieze trugen ihn die Fans durch die Partie und gaben ihm zusätzliche Energie. Entsprechend stellte sich die Frage, wie weit ihn dieser Rückhalt noch tragen kann. „Das ist etwas für morgen“, sagte er mit einem Lächeln. „Wir werden sehen.“
Im Duell um einen Platz im Viertelfinale trifft Baetens am Sonntagmittag auf den an Nummer zwölf gesetzten Martin Schindler. Der Deutsche setzte sich in der zweiten Runde mit 6:3 gegen William O'Connor durch. Baetens weiß, dass er mit diesem Niveau und der Unterstützung der Zuschauer für jeden Gegner gefährlich werden kann.
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