„Er ist ein ehemaliger Lakeside-Weltmeister, aber ich auch“ – Andy Baetens überzeugt bei Heimsieg gegen Stephen Bunting in Wieze
PDCAndy Baetens erlebte bei den Belgian Darts Open 2026 einen Samstagabend, an dem Vieles zusammenpasste. Der Belgier zog nach einem starken Sieg über Stephen Bunting ins Achtelfinale ein – getragen vom lautstarken Heimpublikum.
In einer Partie mit spürbarer Spannung und mehreren vergebenen Doppelchancen auf beiden Seiten behielt Baetens am Ende die Nerven. Der Erfolg brachte ihm nicht nur einen wichtigen Sieg, sondern auch zusätzliches Selbstvertrauen für den Finaltag des dritten European-Tour-Events der Saison.
„Ich habe von seinen Fehlwürfen profitiert“
Nach dem Spiel blieb Baetens sachlich in seiner Analyse, zeigte sich jedoch zufrieden mit seiner Leistung. „Ich fühle mich sehr gut“, sagte er im Bühnen-Interview. „Ich denke, ich habe heute eine starke Partie gespielt.“
Andy Baetens gewann 2023 die WDF-Weltmeisterschaft
Gleichzeitig sprach er offen über den Spielverlauf, der auch von ausgelassenen Chancen geprägt war – vor allem auf Seiten seines Gegners. „Stephen hat ein paar Doppel verpasst, und davon habe ich profitiert. Das gehört auf diesem Niveau auch dazu.“
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Eine der entscheidenden Szenen entwickelte sich im neunten Leg. Beide Spieler erhielten mehrfach die Möglichkeit, das Leg für sich zu entscheiden, doch der Druck war deutlich spürbar. „Dieses Leg war entscheidend“, erklärte Baetens. „Wir haben beide viele Doppel verfehlt. Man konnte sehen, dass Druck drauf war. Aber ich weiß, was Stephen kann – er ist ein Topspieler“
Respekt für Bunting
Entsprechend respektvoll äußerte sich Baetens über die Karriere seines Gegners. „Er ist ein Premier-League-Spieler und ehemaliger Lakeside-Weltmeister“, betonte er.
Damit unterstrich er die Bedeutung seines Erfolgs zusätzlich. Einen Spieler mit dieser Vita auf einer solchen Bühne zu schlagen, wertet die eigene Leistung deutlich auf. Gleichzeitig stellte Baetens klar, dass auch er selbst große Titel vorweisen kann. „Ich bin auch Weltmeister gewesen“, sagte er und verwies auf seine eigenen Erfolge. „Aber heute habe ich mich einfach gut gefühlt.“
Wie bei mehreren belgischen Spielern an diesem Wochenende spielte auch für Baetens die Unterstützung des Publikums eine zentrale Rolle. In Wieze trugen ihn die Fans durch die Partie und gaben ihm zusätzliche Energie. Entsprechend stellte sich die Frage, wie weit ihn dieser Rückhalt noch tragen kann. „Das ist etwas für morgen“, sagte er mit einem Lächeln. „Wir werden sehen.“
Im Duell um einen Platz im Viertelfinale trifft Baetens am Sonntagmittag auf den an Nummer zwölf gesetzten Martin Schindler. Der Deutsche setzte sich in der zweiten Runde mit 6:3 gegen William O'Connor durch. Baetens weiß, dass er mit diesem Niveau und der Unterstützung der Zuschauer für jeden Gegner gefährlich werden kann.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









