Humphries erreicht beeindruckenden Meilenstein, bleibt aber weit hinter Van Gerwen und Taylor zurück

PDC
Freitag, 28 August 2026 um 8:00
Luke Humphries (1)
Luke Humphries hat in dieser Woche eine beeindruckende Marke auf der PDC Pro Tour gesetzt. Der Engländer stand zum 30. Mal in seiner Karriere in einem Pro-Tour-Finale. Damit hat sich „Cool Hand Luke“ in einen exklusiven Kreis gespielt, auch wenn seine Erfolgsquote zeigt, dass noch Luft nach oben ist, will er sich mit den absoluten Größen des Darts messen.
Humphries gewann am Dienstag das 28. Players Championship des Jahres. Er benötigte nur fünf Jahre und fünf Monate, um seine ersten 30 Pro-Tour-Finals zu erreichen. Sein erstes Finale datiert aus 2021, seitdem hat sich der ehemalige Weltmeister zu einem der konstantesten Spieler auf der Tour entwickelt.
Dass er inzwischen bereits 30 Mal das Endspiel eines Players Championship oder eines anderen Pro-Tour-Turniers erreicht hat, unterstreicht seine stabile Performance auf Topniveau.
Allerdings erzählt die Zahl der gewonnenen Finals eine andere Geschichte. Humphries hat 16 seiner 30 Pro-Tour-Finals gewonnen, eine Erfolgsquote von 53 Prozent. Damit rangiert er in der Allzeit-Wertung nur auf Platz zwölf. Das überrascht bei einem Spieler, der in den vergangenen Jahren zur absoluten Weltspitze gehörte und mehrere große Titel geholt hat.

Van Gerwen an der Spitze

Der Vergleich mit den Allergrößten macht den Unterschied noch deutlicher. Michael van Gerwen führt die Rangliste mit großem Vorsprung an. Der Niederländer gewann 91 seiner 117 Pro-Tour-Finals, was einer beeindruckenden Erfolgsquote von fast 78 Prozent entspricht. Van Gerwen hat damit nicht nur die meisten Finals erreicht, sondern auch die mit Abstand meisten davon gewonnen.
Hinter „Mighty Mike“ folgt Phil Taylor. „The Power“ kam in seiner Karriere auf 70 Pro-Tour-Titel aus 87 Finals, ebenfalls eine außergewöhnlich hohe Erfolgsquote von über 80 Prozent. Taylor dominierte die Pro Tour über Jahre, sein Rekord von 70 Titeln wurde schließlich von Van Gerwen übertroffen.
Auch Peter Wright und Gary Anderson stehen vor Humphries. Wright sammelte 34 Titel aus 64 Finals, während Anderson 39 Pro-Tour-Finals in 59 Anläufen gewann. James Wade komplettiert die Top fünf mit 27 Titeln aus 58 Finals. Diese Zahlen zeigen, wie schwierig es ist, bei Dutzenden von Finalteilnahmen eine hohe Erfolgsquote zu halten.
Für Humphries ist die Statistik zugleich ein Kompliment. 30 Finals in etwas mehr als fünf Jahren zu erreichen, ist für sich genommen außergewöhnlich. Zudem hat der Engländer 2026 erneut bewiesen, dass er zur absoluten Elite zählt. Er gewann in diesem Jahr bereits mehrere Pro-Tour-Turniere und holte jüngst das Players Championship 28, indem er Brendan Dolan im Finale mit 8:6 schlug. Damit stieg seine Titelausbeute 2026 weiter an.
Sein Erfolg beschränkt sich zudem nicht auf das Players Championship. Humphries krönte sich in den vergangenen Jahren zum Weltmeister und sammelte auch wichtige Titel auf der European Tour. Im März dieses Jahres gewann er etwa die Belgian Darts Open, seinen neunten European-Tour-Titel.

Spannende Aufgabe

Die Zahlen stellen Humphries vor eine spannende Aufgabe. Mit 16 Pro-Tour-Titeln aus 30 Finals hat er bereits eine starke Bilanz, doch seine 53 Prozent liegen klar unter der Effizienz von Van Gerwen und Taylor. In den kommenden Jahren erhält „Cool Hand Luke“ die Chance, diese Quote zu verbessern. Angesichts seines Alters und seines aktuellen Niveaus wirkt das 30. Finale eher wie ein Zwischenstopp als ein Endpunkt.
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