Anfang des Jahres wurden seitens der PDC neue Qualifikationskriterien für die Turniere der European Tour bekanntgegeben. Die größte Änderung ist, dass sich nun auch die Top-16 der Weltrangliste automatisch für ein Event qualifizieren.
In den vergangenen Jahren wurden die Top 16 der Pro Tour Order of Merit zu den European Tour-Turnieren eingeladen - das ist auch weiterhin der Fall. Sie stellen weiterhin die Top-16 der Platzierungsliste dar und nehmen ab der zweiten Runde am Turnier teil.
Aber auch die Top 16 der PDC Order of Merit erhalten eine Einladung. Sie müssen allerdings ab der ersten Runde ins Turnier einsteigen. Dadurch gibt es für die Tour Card Inhaber weniger Startplätze beim Qualifikationsturnier zu ergattern. Diese Zahl wurde von 24 auf nur noch 10 Qualifikationsplätze reduziert. Außerdem dürfen Spieler, die keine Tour Card besitzen, nicht mehr an den Qualifikationsturnieren teilnehmen. Sie können nur noch bei einem "Host Nation Qualifier" bei einem Turnier in ihrem eigenen Land um einen Startplatz spielen.
Eines der größten Opfer dieser Regeländerung ist Wesley Plaisier, der Anfang des Jahres bei der Q-School überraschend eine PDC Tour Card verpasst hatte. "Ich bin unglaublich enttäuscht darüber", sagte er gegenüber Double Top. "Viele Spieler haben sich extra für die Q-School angemeldet, um an diesen Qualifikationsturnieren teilnehmen zu können. Dass sie die Regeln einen Tag vor Beginn der Q-School geändert haben, ist nicht sehr ordentlich."
"Für mich hätte es keinen Unterschied gemacht, ich wäre sowieso zur Q-School gegangen, aber ich finde es natürlich besonders schade. Jetzt kann ich nur noch am 'Host Nation Qualifier' für die Dutch Darts Championship Ende Mai teilnehmen, wo noch vier Tickets für Spieler zu vergeben sind, die keine Tour Card haben."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.