„Ich habe momentan ein bisschen Probleme mit der Favoritenrolle“ – Niko Springer nach 6:1-Sieg gegen Michael van Gerwen in München

PDC
Montag, 06 April 2026 um 7:00
Niko Springer (2)
Niko Springer hat beim German Darts Grand Prix in München für eine der größten Überraschungen des Wochenendes gesorgt. Der Deutsche besiegte Michael van Gerwen am Ostersonntag klar mit 6:1 und zog damit ins Achtelfinale ein. Im anschließenden Interview mit dem Master of Ceremonies Philip Brzezinski blieb Springer jedoch betont sachlich.
„Dominieren würde ich es gar nicht mal nennen“, ordnete Springer seinen Sieg beim German Darts Grand Prix ein. Er verwies dabei auch auf die verpassten Doppel seines Gegners. „Wenn er die Doppel trifft, ist das ein ganz anderes Spiel“, erklärte der Mann aus Siefersheim. Entscheidend sei gewesen, dass er seine eigenen Chancen konsequent genutzt habe: „Die Chancen, die ich bekommen habe, waren nicht viele, aber die habe ich genutzt.“ Während die Doppelquote seines Gegner bei nur 14% lag, nutzte er 46% seiner Doppel. Er traf 6 seiner 14 Möglichkeiten auf die Doppel.
Noch am Vortag hatte Springer große Probleme in seinem Erstrundenmatch gegen Jan Schmidt. „Das Spiel gestern kann man überhaupt nicht mit heute vergleichen“, sagte er. Während er sich am Samstag noch „um jeden Dart kämpfen“ musste, lief es gegen van Gerwen deutlich flüssiger. „Heute hatte ich wieder diese Leichtigkeit“, so Springer.
Ein wichtiger Faktor sei dabei auch die veränderte Ausgangslage gewesen. „Ich habe momentan ein bisschen Probleme mit der Favoritenrolle“, gab Springer offen zu. Gegen van Gerwen habe er hingegen befreit aufspielen können. „Heute wusste ich, ich habe absolut gar nichts zu verlieren. Ich kann eigentlich nur gewinnen. Und zum Glück habe ich es heute geschafft, das Spiel zu gewinnen“
Für zusätzliche Motivation sorgte die Unterstützung der Fans in München. „Du musst es dir nur anhören“, sagte Springer mit einem Lächeln und lobte die Atmosphäre in der Halle.
Im Achtelfinale wartet mit Michael Smith der nächste hochkarätige Gegner. Springer zeigte sich respektvoll, aber nicht eingeschüchtert. „Michael Smith ist ein wirklich harter Gegner. Er hat viel erreicht, ist Weltmeister“, erklärte er im englischen Teil des Interviews. Um zu bestehen, müsse er sein aktuelles Niveau halten oder sogar steigern: „Ich muss das gleiche Level spielen, vielleicht sogar ein bisschen mehr.“
Trotz des überzeugenden Sieges über van Gerwen bleibt Springer damit auf dem Boden. „Ich bin sehr glücklich hier zu spielen und wir werden morgen weitersehen“, sagte er mit Blick auf das kommende Duell. Klar ist jedoch: Mit seiner Leistung in München hat der Deutsche gezeigt, dass mit ihm jederzeit zu rechnen ist.
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