„Ich war nicht großartig, aber Wessel war am Anfang richtig schlecht“ – Gian van Veen ehrlich nach niederländischem Kracher gegen Nijman
PDC
Gian van Veen hat sich am Mittwochabend nach einem nervenaufreibenden niederländischen Duell für das Viertelfinale des World Matchplay qualifiziert. In den Winter Gardens setzte sich die Nummer drei der Welt nach Verlängerung mit 14:12 gegen Wessel Nijman durch. Ein phänomenales 148-Finish in einem Schlüsselmoment erwies sich letztlich als der entscheidende Schlag.
Das Duell der beiden niederländischen Topspieler wurde den Erwartungen vollauf gerecht. Keiner von beiden konnte sich absetzen, sodass erst nach 26 Legs ein Sieger feststand. Van Veen behielt in der Schlussphase die Nerven und sicherte sich so den Platz unter den letzten Acht.
Nach dem Match genoss der 24-jährige Brabander sichtlich den hart erkämpften Sieg. „Ja, das ist sehr schön. Hundert Prozent, was für ein Krimi“, lautete seine erste Reaktion bei Viaplay. „Die ganze Partie verlief ausgeglichen. Erst zweimal 4:1 in der Session, danach kam es wieder gleich. Wenn du dann 14:12 gewinnst, ist das herrlich.“
Starke Anfangsphase legte die Basis
Van Veen räumte ein, nicht sein allerbestes Spiel gezeigt zu haben, sah aber zugleich, dass Nijman Probleme hatte, gut ins Match zu kommen. Davon profitierte er optimal, indem er sich die erste Session überzeugend schnappte.
„Ich war nicht überragend, aber Wessel war am Anfang richtig schwach. Mir war klar, dass ich das ausnutzen musste. Deshalb war ich froh, dass ich die Session mit 4:1 gewann, denn ich wusste, dass er irgendwann ins Laufen kommen würde.“
Genau das trat auch ein. Nijman kämpfte sich zurück in die Partie und setzte Van Veen in der Schlussphase stark unter Druck. Dennoch schlug der Sieger in den entscheidenden Momenten zu.
148-Finish als Wendepunkt
Bei einer 11:10-Führung für Nijman schien das Match in Richtung des Nordhollanders zu kippen. Van Veen hielt jedoch mit einem spektakulären 148-Finish dagegen, ein Moment, der die Partie komplett drehte. „Scorend war es davor in Ordnung, viele 100er und 140er, aber der erste Dart saß immer nicht richtig.“
Ausgerechnet im wichtigsten Moment passte dann alles. „Bis zu der 148. Der erste saß perfekt, und dann wusste ich, dass er rausgehen würde. So fühlte es sich auch an. Das ist ein großartiges Gefühl.“
Die Erleichterung nach dem Finish war groß. Van Veen schrie seine Emotionen heraus und nutzte das Momentum, um das Match doch noch auf seine Seite zu ziehen.
Auffälliger Moment mit Nijman
Auch nach dem Ausgleich zum 12:12 folgte noch eine besondere Szene. Nijman gab seinem Landsmann einen Fauststoß, was Van Veen selbst kurz erstaunte. „Da dachte ich kurz: Stimmt das so?“
Kurz darauf machte Van Veen den Unterschied endgültig mit einem starken 12-Darter und einem souveränen Entscheidungsleg.
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Form kehrt nach schwierigen Monaten zurück
Der Sieg ist ein wichtiger Mutmacher für Van Veen, der in den vergangenen Monaten nicht immer sein Wunschlevel erreichte. Nach einer Operation an Nierensteinen hatte er Mühe, seine Form aus der Vorsaison zu halten.
„Letztes Jahr war ich im Scoring stark und beim Finishing gut, dieses Jahr waren beide eher etwas schwächer. Aber bei diesem Turnier läuft es wieder. Heute war es ordentlich, und darüber bin ich sehr glücklich. Auf ins Viertelfinale.“
VAN VEEN DEFEATS NIJMAN!
— PDC Darts (@OfficialPDC) July 22, 2026
What a battle between the Dutchmen 🔥
Gian van Veen takes the scalp of Wessel Nijman in a dramatic tie-break contest, triumphing 14-12 to reach the quarter-finals 🌟
📺 https://t.co/xXnQhVoUPy#MatchplayDarts pic.twitter.com/JT5DdDK3yr

Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Mentor
Pascal Michiels ist Chefredakteur von Dartsnews.de und verantwortlich für die strategische, redaktionelle und SEO-basierte Ausrichtung der Plattform. In dieser Rolle steuert er redaktionelle Standards, Themenpriorisierung und Qualitätskontrolle und arbeitet eng mit Redaktion und Management zusammen, um Reichweite, Sichtbarkeit und inhaltliche Qualität nachhaltig zu stärken.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er im Bereich Media Analysis bei Report International, wo er unter anderem für internationale Kunden wie Mercedes, BMW, Opel, Ford Europe sowie Olympiabewerbungen tätig war. Dort leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte umfangreiche Erfahrung in redaktioneller Koordination, Medienanalyse und Leistungsbewertung.
In den folgenden Jahren arbeitete Pascal als Business-IT-Coach und selbstständiger Berater, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Später wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Dartsnews.de verantwortet er heute die redaktionelle Governance der Plattform. Dazu zählen die Festlegung von Quellenstandards, die Sicherstellung von Genauigkeit und Konsistenz sowie die Koordination von Aktualisierungen und Korrekturen bei neuen, verifizierten Informationen. Neben seiner strategischen Arbeit ist er auch redaktionell tätig und unterstützt das Team bei Textstruktur, Themenwahl und Headline-Optimierung.
Darüber hinaus ist Pascal auch in die strategische Entwicklung von Radsportaktuell.de eingebunden.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








