Für viele Dartsfans ist
Devon Petersen weit mehr als nur ein ehemaliger PDC-Profi. Mit seinen legendären Walk-ons, mitreißenden Tanzeinlagen und seiner stets positiven Ausstrahlung entwickelte sich der Südafrikaner zu einem der beliebtesten Gesichter des Sports. Doch hinter dem Entertainer steckt nach wie vor ein ehrgeiziger Leistungssportler. Auch mit 40 Jahren hat Petersen seinen Traum von einer Rückkehr auf die große PDC-Bühne noch längst nicht aufgegeben.
Nach einigen Jahren abseits des Rampenlichts widmet sich der „African Warrior“ zwar verschiedenen Projekten innerhalb der Dartszene, doch sein sportliches Ziel hat sich nicht verändert. Petersen möchte sich seine PDC Tour Card zurückholen und noch einmal auf höchstem Niveau angreifen.
„Ein paar Monate harte Arbeit können den Unterschied machen“
Petersen ist überzeugt, dass er einer Rückkehr näher ist, als viele vermuten. Moderne Analysetools helfen ihm dabei, seine Leistungen genau zu überwachen und gezielt an den richtigen Stellschrauben zu arbeiten.
Devon Petersen hat seinen Traum von einer Rückkehr auf die PDC-Tour noch nicht aufgegeben und arbeitet weiter an seinem Comeback.
„Mein Gefühl sagt mir, dass ein paar Monate harter Arbeit ausreichen könnten. Mit der IDSL Coaching App kann ich meine Leistungen tracken und weiß genau, wo ich stehe. Glauben hatte ich immer, aber nur zu glauben reicht natürlich nicht“,
erklärt Petersen.
Aus seiner Sicht ist der Zeitpunkt für einen neuen Anlauf günstiger denn je.
„Die meisten Projekte, an denen ich arbeite, sind inzwischen gestartet. Jetzt geht es vor allem noch um die administrative Abwicklung. Dadurch kann ich mich wieder voll auf mein Spiel konzentrieren. Ich würde sehr gern noch einen ernsthaften Anlauf nehmen, um zurückzukehren.“
Niveau auf der PDC Pro Tour deutlich gestiegen
Seit Petersen seine Tour Card verloren hat, hat sich das Niveau auf der PDC Pro Tour aus seiner Sicht noch einmal erheblich weiterentwickelt. Vor allem die gestiegene Qualität innerhalb der Breite des Teilnehmerfeldes fällt ihm auf.
„Die Qualität auf der Tour hat sich enorm verbessert. Das liegt am dichten Spielplan, durch den die Spieler viel Matchpraxis sammeln. Außerdem sind viele Akteure auf dem Circuit inzwischen gereift. Erfahrung kann man schlicht nicht kaufen.“
Trotzdem sieht der Südafrikaner auch Chancen für die nächste Spielergeneration.
„Durch den Generationenwechsel scheint es, als gäbe es wieder mehr Raum zu träumen. Es entstehen neue Möglichkeiten für Spieler, die sich entwickeln wollen.“
Petersen wünscht sich offene Auslosungen
Wenn Petersen eine Regel innerhalb der PDC verändern könnte, müsste er nicht lange überlegen. Der frühere Tourcard-Inhaber würde das derzeitige System mit gesetzten Spielern abschaffen.
„Ich denke nicht, dass automatische Setzlisten noch nötig sind. Das Niveau liegt so nah beieinander, dass jeder Spieler in einem Turnier weit kommen kann.“
Seine Idee ist eindeutig.
„Teilt das Teilnehmerfeld in zwei Hälften und lost danach alles komplett offen aus. Das dürfte auch für den World Cup of Darts gelten. Einfach alle Länder in eine Auslosung.“
Nach Ansicht des Südafrikaners würde ein solches Format für mehr Spannung sorgen und gleichzeitig allen Teilnehmern die gleichen Chancen eröffnen.
Enttäuschung über Ugandas Aus beim World Cup
Beim diesjährigen World Cup of Darts konnte Uganda aufgrund von Problemen mit den Reisedokumenten nicht antreten – ein herber Rückschlag für den afrikanischen Dartsport.
Petersen stand anschließend im Austausch mit den betroffenen Spielern und betont, dass die Situation deutlich komplexer gewesen sei, als viele Außenstehende angenommen hätten.
„Das war ein Lernprozess für die African Darts Group, die PDC und alle afrikanischen Länder. Inzwischen wurden Maßnahmen ergriffen, damit so etwas hoffentlich nie wieder passiert.“
Trotz der verpassten Chance blickt Petersen optimistisch nach vorne.
„Es ist kein riesiger Rückschlag, aber natürlich schade. Es lag eine Chance auf Historisches auf dem Tisch. Gleichzeitig sorgt es gerade dafür, dass jetzt mehr Spieler motiviert sind, sich für den World Cup 2027 zu qualifizieren.“
Finanzielle Hürden bremsen Afrikas Talente
Als erster afrikanischer Spieler überhaupt auf der professionellen PDC-Tour weiß Petersen aus eigener Erfahrung, mit welchen Herausforderungen Talente auf seinem Kontinent konfrontiert sind. Am spielerischen Potenzial mangelt es seiner Ansicht nach jedenfalls nicht.
„An Qualität fehlt es uns nicht. Auch das Niveau der Turniere hat sich in den vergangenen Jahren verbessert.“
Das größte Hindernis bleibt für ihn die finanzielle Situation.
„Finanzen sind unser größtes Problem. Darts ist in vielen afrikanischen Ländern noch nicht populär genug, und daher haben viele Spieler keinen Zugang zu gutem Material oder ausreichenden Möglichkeiten, internationale Erfahrung zu sammeln. Daran arbeiten wir, um das zu ändern.“
Auch organisatorische Faktoren könnten den Weg erschweren.
„Politik spielt hinein, aber am Ende bestimmen die Spieler selbst, wie weit sie in ihrer Karriere gehen wollen.“
Optimistischer Blick in die Zukunft
Trotz aller Herausforderungen blickt Petersen mit Zuversicht auf die Entwicklung des Dartsports in Afrika. Aus seiner Sicht werden die Strukturen zunehmend professioneller, während immer mehr junge Spieler erkennen, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten.
„Der Wille ist größer denn je. Da es nun eine klare professionelle Route über die African Darts Group gibt, wollen immer mehr Spieler diese Chance ergreifen.“