Raymond van Barneveld schlägt in seiner außergewöhnlichen Karriere ein neues Kapitel auf. Der fünffache Weltmeister hat eine
Zusammenarbeit mit der Managementagentur Invictus Darts bekannt gegeben. Mit dem Wechsel will der Niederländer seiner sportlichen Laufbahn neue Impulse verleihen und zugleich die Weichen für die Zeit nach seiner aktiven Karriere stellen.
Für den 59-Jährigen kommt dieser Schritt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Van Barneveld erlebt bislang eine enttäuschende Saison und bleibt den Ergebnissen hinterher, die für ihn über viele Jahre selbstverständlich waren. Seine Position in der Weltrangliste gerät zunehmend unter Druck, wodurch auch die Teilnahme an mehreren großen TV-Turnieren – darunter die Weltmeisterschaft – alles andere als gesichert ist.
Neuer Anlauf trotz schwieriger sportlicher Lage
Dennoch blickt die niederländische Dartslegende optimistisch nach vorn. Im
Video zur Bekanntgabe der Zusammenarbeit machte van Barneveld deutlich, dass er seine sportlichen Ziele noch längst nicht aufgegeben hat.
Raymond van Barneveld will mit seinem neuen Management sportlich noch einmal angreifen und denkt zugleich an seine Zukunft nach der aktiven Karriere.
„Ich will bei den Majors und der Euro Tour weiterhin gut abschneiden. Vielleicht noch ein paar Turniere gewinnen. Ich weiß, dass ich es noch in mir habe, ich glaube weiterhin an mich.“
Mit diesen Worten unterstreicht der fünffache Weltmeister, dass für ihn trotz der schwierigen Phase nicht ans Aufhören zu denken ist. Van Barneveld ist überzeugt, weiterhin das Niveau erreichen zu können, das ihn über viele Jahre zu einem der besten Spieler der Welt machte.
Enttäuschende Saison als Auslöser
Dass das Jahr 2026 bislang alles andere als nach Wunsch verläuft, verschweigt der Niederländer nicht. Er spricht offen über seine enttäuschenden Ergebnisse und hofft, mit der Unterstützung seines neuen Managements die Wende einleiten zu können.
„Es ist bislang kein großartiges Jahr, aber mit der Hilfe von Invictus werden wir hart arbeiten.“
Die neue Partnerschaft folgt nur kurze Zeit nach der viel diskutierten Trennung von seinem langjährigen Manager Ben de Kok. Zu diesem Thema äußerte sich van Barneveld bei der Vorstellung seines neuen Managements zwar nicht, machte jedoch deutlich, dass sein Fokus nun ausschließlich auf der Zukunft liegt.
Invictus Darts betreut mehrere namhafte Spieler und gehört zur Triple S Group. Für Aufmerksamkeit sorgt zudem die Verbindung zum ehemaligen englischen Fußball-Nationalspieler Wayne Rooney, der als Botschafter für die Organisation tätig ist. Über die sozialen Medien begrüßte Rooney van Barneveld offiziell im Team – eine Geste, die bei vielen Dartsfans nicht unbemerkt blieb.
Van Barneveld kennt die neue Realität
Auch wenn van Barneveld weiterhin von Titeln träumt, macht er sich keine Illusionen über die aktuelle Leistungsdichte im Profidarts. Mit Luke Littler und Luke Humphries prägt eine neue Generation inzwischen die größten Turniere.
Auf die Frage, ob er noch einmal ein Major gewinnen könne, antwortete der Niederländer deshalb mit einer ehrlichen Einschätzung.
„Mein Kopf sagt ja. Aber ganz ehrlich ist das schwierig, mit den Jungs Luke Littler und Luke Humphries.“
Bereits der Blick auf die Zeit nach der Karriere
Neben seinen sportlichen Ambitionen beschäftigt sich van Barneveld inzwischen auch mit seiner Zukunft nach der aktiven Laufbahn. Zwar denkt er derzeit noch nicht daran, seine Karriere zu beenden, dennoch macht er sich bereits Gedanken darüber, wie er seine jahrzehntelange Erfahrung künftig an den Dartsport weitergeben kann.
„Ich möchte dem Sport etwas zurückgeben. Ich habe die Chancen bekommen, all meine Träume sind wahr geworden.“
Besonders reizen würde ihn dabei eine Rolle als internationaler Botschafter.
„Vielleicht ein globaler Botschafter, um die ganze Welt fliegen. Das wäre etwas für mich. Ich kann Menschen etwas beibringen und sie für Darts begeistern.“
Mit seiner beeindruckenden Karriere wäre van Barneveld für eine solche Aufgabe prädestiniert. Als fünffacher Weltmeister und einer der wichtigsten Wegbereiter des Darts-Booms in den Niederlanden genießt er weltweit noch immer höchstes Ansehen.