„Ich will mich als Weltmeister beweisen“ – Shane McGuirk startet mit einem 90+ Average in die Mission Titelverteidigung

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 29 November 2025 um 13:00
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Shane McGuirk begann die Verteidigung seines WDF-Weltmeistertitels mit einem 3:1-Sieg über den Finnen Petri Rasmus und einem Average von 91,52 Punkten. Doch das Ergebnis erzählt nur die halbe Geschichte.
Was zunächst wie ein routinierter Auftakt für den amtierenden Champion wirkte, wurde schnell zur Herausforderung. Rasmus leistete entschlossenen Widerstand und entwickelte sich am ersten Turniertag in Lakeside zu einem wahren Härtetest für den amtierenden Weltmeister.
„Es ist ein nervenaufreibendes Spiel, das erste... es lastet eine Menge Druck darauf, besonders wenn die Leute denken, dass man als Vorjahressieger einfach auftaucht und gewinnt“, gestand McGuirk nach dem Match. Dennoch machte er deutlich, dass sein Ziel für die Woche unverändert bleibt: „Ich will mich als Weltmeister beweisen.“
Auf der Jagd nach seinem zweiten WDF-Weltmeistertitel: Shane McGuirk
Auf der Jagd nach seinem zweiten WDF-Weltmeistertitel: Shane McGuirk

Starker Start, unerwarteter Widerstand

McGuirk startete selbstbewusst. Mit einem abgeklärten Finish und einem starken 16-Darter sicherte er sich den ersten Satz. Ein 93er-Checkout setzte den Schlusspunkt und ließ zunächst Kontrolle vermuten.
Doch Rasmus antwortete prompt. Mit einem Break auf der Doppel-9 eröffnete der Finne den zweiten Satz, führte 2:0 und drohte kurzzeitig, den Rückstand auszugleichen. McGuirk reagierte eindrucksvoll: Ein 115er-Checkout gefolgt von einem 70er-Checkout erzwang den Decider. Anschließend sicherten ihm Scores von 180, 140 und 89 die Chance auf das Satzende. Trotz Rasmus’ Aufbäumen beendete McGuirk den Satz und ging mit zwei Punkten Vorsprung in Führung.
Satz drei zeigte ein sich wiederholendes Muster: McGuirk lag 2:0 vorn, inklusive eines sauberen 74er-Finishs, doch erneut vergab er Chancen, sodass Rasmus auf 2:1 verkürzen konnte. „Wenn er seine Chancen genutzt hätte, hätte ich wahrscheinlich zwei Sätze verloren“, reflektierte McGuirk. Das Match war weitaus härter umkämpft, als es die anfängliche Dominanz vermuten ließ.

Der Champion bewahrt Ruhe

Der vierte Satz brachte die nächste Prüfung. McGuirk eröffnete mit einem 60er-Finish, verpasste jedoch zunächst das Break. Rasmus nutzte die Chance, glich mit einem 110er-Checkout aus und kam bis auf ein Leg heran. Doch McGuirk behielt die Ruhe: Mehrere Maxima führten zum Break auf Doppel-8, und im Decider beendete er das Spiel mit einem 64er-Checkout, das den sicheren Sieg brachte.
„Ich habe in diesem Jahr viel über mich selbst gelernt“, sagte McGuirk anschließend. „Ich habe das ganze Jahr über versucht, in wichtigen Momenten die Kurve zu kriegen, und ich wusste, dass es kommen würde. Ich habe den Job erledigt.“

Ausblick auf den Sonntag

Als Titelverteidiger geht McGuirk mit neuen Erwartungen ins Turnier, doch das harte Auftaktmatch gibt ihm Zuversicht. „Dieses Spiel beweist mir, dass ich immer noch hierher gehöre. Ich denke, am Sonntag werde ich ein besserer Spieler sein“, erklärte er.
Kurz vor seinem Zweitrundenmatch kehrt der Ire nach Hause zurück, um am Samstag an der Hochzeit eines Freundes teilzunehmen. Die kurze Unterbrechung beeinträchtigt seine Vorbereitung jedoch nicht. Seine Ambitionen bleiben klar: „Ich möchte immer gegen die besten Spieler der Welt spielen... und ich möchte mich hier als Weltmeister beweisen.“
Der Auftakt verlief nicht makellos, wie einige vorausgesagt hatten, doch diese frühe Prüfung stärkte McGuirk nur. Geprüft, aber selbstbewusst zieht er weiter – seine Lakeside-Kampagne bleibt intakt.
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