Sybren Gijbels hat seine späte Berufung zur
WDF Weltmeisterschaft 2025 eindrucksvoll genutzt.
Am Freitagabend besiegte der Belgier Kevin Luke mit 3:2 und sicherte sich damit den Einzug in die zweite Runde in Lakeside.
Der 32-Jährige, der nach der Absage von
Boris Krcmar nachrückte, wiederholte sein Vorjahresergebnis und bezwang den Amerikaner erneut im Entscheidungssatz der ersten Runde.
Starkes Comeback nach schwierigem Start
Luke erwischte den besseren Start ins Spiel. Mit zwei 180ern und zwei Breaks holte sich der Amerikaner den ersten Satz mit 3:1.
Gijbels gestand später, dass der Start in die Partie „hart“ war. Doch der Belgier fand schnell zurück zu seiner Form.
Gijbels hat bereits Erfahrung auf der European-Tour-Bühne der PDC gesammelt
Legs in 17, 18 und 18 Darts brachten Gijbels den Ausgleich. Das dritte Set gewann er mit 3:0 und baute seine Serie auf sechs gewonnene Legs in Folge aus. Luke konterte mit starken Finishes von 97, 102 und 120 Punkten, um ein entscheidendes fünftes Set zu erzwingen. Doch Gijbels dominierte den Finalsatz, siegte mit 3:0 und sicherte sich damit das Zweitrunden-Match gegen den Deutschen
Marcus Maier,
der überraschend den Engländer David Pallett ersetzt.
„Ich habe mich vorbereitet, falls jemand ausfällt“
Ursprünglich hatte sich der Kroate Boris Krcmar für die WM qualifiziert, musste jedoch zurückziehen. Grund dafür waren andere Verpflichtungen, darunter ein Soft-Tip-Turnier in Japan in derselben Woche, zusätzlich zu seinem Startplatz bei der bevorstehenden PDC Darts WM. Als erster Ersatzmann rückte Gijbels nach – und offenbarte, dass er von Anfang an auf diese Chance gehofft hatte.
„Als ich von den World Masters in Ungarn nach Hause kam, habe ich sofort mit dem Training begonnen, weil ich wusste, dass die Möglichkeit bestand, dass jemand absagen würde“, berichtete er. „Dann bekam ich einen Anruf von Nick, dass Boris ausfällt, und dann habe ich das Training zu Hause noch einmal gesteigert.“
Gijbels betonte, dass ihm sein WM-Debüt im Vorjahr und der Auftritt auf der PDC European Tour in Wieze sehr geholfen hätten, sich auf der Bühne zurechtzufinden. „Ich denke, es hilft mir sehr, dass ich bereits Erfahrung auf der Bühne habe“, sagte er.
Trotz des gestiegenen Selbstvertrauens wagt Gijbels keine großen Prognosen, wie weit sein Lakeside-Lauf reichen könnte. „Nein. Ich schaue von Spiel zu Spiel. Bei solchen Gelegenheiten setze ich mir kein Ziel vor die Nase. Es geht einfach von Spiel zu Spiel.“
Besonders wichtig sei für ihn das Unterstützungsteam um ihn herum, das ihm half, Ruhe zu bewahren, wenn es im Spiel hektisch wurde. „Ich schaue zu meinen Freunden und sie machen Zeichen und rufen mir zu: ‚Nimm dir Zeit, bleib ruhig.‘ Wenn ich mich nervös fühle, nehme ich einen Schluck von meinem Wasser, und das beruhigt meinen Herzschlag.“
Ein später Einstieg, ein erneuter Sieg gegen denselben Gegner und ein Platz in der zweiten Runde – Gijbels' unerwartete Rückkehr nach Lakeside zahlt sich bereits aus. Nächster Gegner: Marcus Maier.