KOLUMNE: „Mike De Decker vergisst, dass er ein Profi ist – er sollte andere nicht für seine eigenen Worte verantwortlich machen“
PDCBemerkenswerte Aussagen von Mike De Decker waren am Donnerstag im Podcast Double Top zu hören, der eigentlich als Vorschau auf die Flanders Darts Trophy gedacht war.
„Ich mache mit Dartsnieuws keine Interviews, gar nichts“, sagte De Decker. „Einfach weil sie alles aus dem Kontext reißen. Einer, mit dem ich wirklich überhaupt kein Interview führe, ist Pieter Verbeek (Chefredakteur bei unseren Niederländischen Seite Dartsnieuws.com). Der findet es lustig, Leute gegeneinander auszuspielen. Er hat einmal einen Screenshot von einem meiner Tweets an einen Turnierdirektor geschickt. Warum? Keine Ahnung. Aber dann denke ich, wo sind wir denn hier gelandet?“
Natürlich steht es De Decker frei zu entscheiden, mit wem er spricht und mit wem nicht. Das ist allein seine Sache. Aber wenn er die Fakten verdreht und dabei seine Rolle als Profi-Darts-Spieler kurzerhand vergisst, dann müssen die Dinge richtiggestellt werden – und auch die Aufgabe der Medien erklärt werden.
In diesem Interview hat De Decker den Eindruck erweckt, ich hätte persönlich „einen Screenshot an einen Turnierdirektor weitergeleitet“. Das ist nicht nur völlig falsch, sondern auch absurd. Warum sollten wir uns damit überhaupt beschäftigen? Die Realität ist ganz einfach: Wenn etwas Nachrichtenwert hat, erscheint es auf Dartsnieuws. Punkt. Wer es lesen will, kann es dort tun – nicht mehr und nicht weniger.
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Die Rolle der Medien
Vielleicht sollte man De Decker noch einmal ins Gedächtnis rufen, wie Journalismus funktioniert. Wer als Profi im öffentlichen Raum auftritt, muss wissen, dass seine Aussagen dort auch von der Presse aufgegriffen werden. Das ist kein „Spielchen“ und keine „Falle“, sondern das Wesen des Journalismus – in jeder Sportart.
Ein Vergleich: Wenn Thibaut Courtois öffentlich eine Spitze gegen Kevin De Bruyne setzen würde, stünde das am nächsten Tag in allen Zeitungen. Nicht, weil Journalisten auf Sensation aus sind, sondern weil ein bekanntes Gesicht der Belgischen Fussball-Nationalmannschaft nun einmal Schlagzeilen macht. Darts unterscheidet sich da nicht von Fußball, Radsport oder Tennis. Wenn ein PDC-Spieler eine klare Aussage trifft, hat das Nachrichtenwert. Unsere Aufgabe ist es, das korrekt zu berichten, einzuordnen und in den richtigen Kontext zu stellen.
Daher ist es schlicht zu einfach, zu behaupten, wir würden „Spieler gegeneinander aufhetzen“. Nicht der Journalist stellt Spieler gegeneinander, sondern der Spieler selbst mit seinen eigenen Worten. Die Medien für Äußerungen verantwortlich zu machen, die man selbst öffentlich getätigt hat, ist falsch. Oder, wie man in England sagt: Don’t shoot the messenger.
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Zum Thema „Clickbait“
In dem Interview fiel zudem das Wort „Clickbait“. Starke Schlagzeilen sind kein Verbrechen – solange sie den Inhalt korrekt wiedergeben. Genau das tun wir.
Wer der Meinung ist, eine Überschrift decke die Geschichte nicht ab, darf uns jederzeit kontaktieren. Dann erklären wir unsere Wahl und prüfen gegebenenfalls eine Korrektur. Aber „Clickbait“ als Totschlagargument zu benutzen, um valide Berichterstattung abzuwerten, ist bequem – und nicht ernst zu nehmen.
Fazit
Mike De Decker hat sportlich in den vergangenen zwölf Monaten große Fortschritte gemacht. Dafür gebührt ihm Anerkennung.
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Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










