„Lass mich erst etwas abnehmen“ – Luke Littler liebäugelt mit spektakulärem Halbmarathon-Duell gegen Mo Farah

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 02 Mai 2026 um 10:00
Luke Littler (4)
Es klingt zunächst wie eine kuriose Idee aus einem Sportquiz: Ein Top-Darter und ein olympischer Langstreckenläufer treten in einem Halbmarathon gegeneinander an – und nach jeder gelaufenen Meile wird ein Leg 501 gespielt. Genau dieses ungewöhnliche Szenario ist rund um Luke Littler und Mo Farah zuletzt tatsächlich Gegenstand konkreter Gespräche geworden.
Was als lockere Diskussion in sozialen Medien begann, entwickelte sich inzwischen zu einer ernsthaft diskutierten Herausforderung, die selbst die beiden Athleten nicht grundsätzlich ausschließen. Der britische Boxer Dave Allen spielte dabei eine zentrale Rolle: Er griff die Idee auf, verfolgte sie weiter und nahm Kontakt zu beiden Sportlern auf. Zu seiner Überraschung signalisierten sowohl Littler als auch Farah Bereitschaft – vorausgesetzt, das Projekt dient einem guten Zweck.

„Lass mich erst etwas abnehmen“

Für Littler, amtierender Darts-Weltmeister und einer der größten Publikumslieblinge der Szene, ist die Idee vor allem auch ein körperlicher Fingerzeig. Der junge Engländer ist für sein außergewöhnliches Talent am Board bekannt, zugleich aber auch für weniger sportliche Ernährungsgewohnheiten und sein jugendliches Auftreten. Bereits bei seinem WM-Debüt 2024 sprach er offen über seine Vorliebe für Fast Food und trat zudem in Werbespots großer Fast-Food-Ketten auf.
Luke Littler zeigt sich offen für ein spektakuläres Charity-Duell mit Olympiasieger Mo Farah – Halbmarathon und Darts kombiniert
Luke Littler zeigt sich offen für ein spektakuläres Charity-Duell mit Olympiasieger Mo Farah – Halbmarathon und Darts kombiniert
Dennoch klingt in seiner Reaktion auf die mögliche Herausforderung bemerkenswerter Realismus mit. „Nein, persönlich glaube ich nicht, dass Mo Farah auschecken würde“, sagte Littler augenzwinkernd. „Sobald ich meinen 9-Darter beendet habe, laufe ich meinen nächsten Kilometer. Ja, ich denke, wir sollten es für den guten Zweck machen. Lass mich erst etwas abnehmen, dann bin ich bereit.“

Farah: der natürliche Favorit, doch Darts bleibt Neuland

Auf der anderen Seite steht mit Mo Farah einer der erfolgreichsten britischen Leichtathleten überhaupt. Vier olympische Goldmedaillen über die Langstrecke sprechen für sich. Selbst mit 43 Jahren dürften die Kilometer für ihn kaum ein Problem darstellen. Entscheidend wäre vielmehr, wie schnell er sich eine völlig neue Fähigkeit aneignen kann: Präzision am Dartboard unter körperlicher Belastung und Wettkampfdruck.
Genau darin liegt der besondere Reiz dieses Konzepts. Nach jeder gelaufenen Meile – rund 1,6 Kilometer – müssten beide Athleten ein komplettes Leg 501 auschecken. Für einen Profidarter wie Littler wäre das unter der ungewohnten körperlichen Belastung bereits anspruchsvoll genug. Für einen ehemaligen Spitzenläufer ohne nennenswerten Dart-Hintergrund könnte dieser Abschnitt jedoch zum entscheidenden Faktor werden.

Die ungewöhnliche Rechenaufgabe hinter der Herausforderung

Ein durchschnittliches Leg von Littler dauert in der Regel zwischen 15 und 18 Darts. Das klingt zunächst wenig, doch nach mehreren Kilometern Laufdistanz stellt sich die Frage, wie stabil diese Präzision unter zunehmender Ermüdung bleibt. Herzfrequenz, Konzentration und körperliche Belastung würden dann eine deutlich größere Rolle spielen als unter normalen Wettkampfbedingungen, etwa in der Premier League Darts.
Für Farah ergibt sich die umgekehrte Ausgangslage. Läuferisch dürfte er schnell einen deutlichen Vorsprung herausarbeiten – entscheidend wäre jedoch, ob er konstant genug checken kann, um bei den Stopps nicht zu viel Zeit einzubüßen.

Guter Zweck als treibende Kraft

Besonders interessant wird das mögliche Duell durch den gemeinsamen Nenner aller Beteiligten: Die Veranstaltung soll an einen wohltätigen Zweck gekoppelt sein. Damit erhält die Idee nicht nur einen unterhaltsamen sportlichen Charakter, sondern auch gesellschaftliche Relevanz.
Littler selbst scheint vor allem die sportliche Herausforderung und die öffentliche Aufmerksamkeit zu reizen. Die Vorstellung eines 9-Darters, gefolgt von einem weiteren Laufkilometer, steht sinnbildlich für seinen lockeren, zugleich aber klar wettkampforientierten Umgang mit außergewöhnlichen Ideen.
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