
Luke Littler hat seinem ohnehin dominanten Auftritt bei der Darts WM zusätzlichen Glanz verliehen und den Ballon d’Art gewonnen. Der 18-jährige Engländer, der sich am Samstagabend zum zweiten Mal in Folge zum Weltmeister krönte, erzielte im Turnierverlauf die meisten maximalen Scores und durfte direkt nach dem Finale eine weitere Trophäe entgegennehmen.
Der Engländer schrieb im Alexandra Palace gleich mehrfach Geschichte. Er wurde erst der vierte Spieler überhaupt, dem es gelang, seinen Titel bei der PDC-Weltmeisterschaft zu verteidigen. Im Finale gegen Gian van Veen verlor Littler zwar noch den Auftaktsatz, übernahm danach jedoch vollständig die Kontrolle über das Match.
Dominanz im Finale und Rekordjagd bei den 180ern
Mit sieben gewonnenen Sätzen in Serie fegte Littler den Niederländer von der Bühne und sicherte sich souverän seinen zweiten Weltmeistertitel. Der Triumph war mit einem Hauptpreis von einer Million Pfund dotiert und unterstrich eindrucksvoll Littlers Vormachtstellung im Dartsport.
Neben dem sportlichen Erfolg sorgte der Youngster auch individuell für Bestwerte. Allein im Finale notierte Littler sechzehnmal den maximalen Score von 180. Damit schraubte er seine Gesamtzahl im Turnierverlauf auf beeindruckende 73 Maxima.
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Diese Marke brachte ihn an die Spitze der Rangliste für die meisten 180er bei der WM und sicherte ihm erneut den Ballon d’Art. Die Auszeichnung wird an den Spieler vergeben, der während der Weltmeisterschaft die meisten maximalen Scores erzielt. Der absolute Turnierrekord bleibt jedoch weiter unangetastet: Michael Smith kam bei der WM 2022 auf insgesamt 83 geworfene 180er.
Bereits vor dem Finale hatte sich Littler eine komfortable Ausgangsposition erarbeitet. Sein schärfster Verfolger Gary Anderson blieb nach seinem Halbfinal-Aus bei 59 maximalen Scores stehen, sodass Littler praktisch nicht mehr einzuholen war. Überreicht wurde die Trophäe auf der Bühne des Alexandra Palace von der britischen Radsportlegende Chris Hoy.
Der Ballon d’Art ist dabei mehr als nur eine sportliche Auszeichnung. Hauptsponsor Paddy Power spendet für jede geworfene 180 tausend Pfund an Prostate Cancer UK. Hoy, bei dem im Jahr 2023 metastasierter Prostatakrebs diagnostiziert wurde, war daher eine besonders passende Wahl für die Übergabe der Trophäe.
Seit der Einführung des Ballon d’Art vor drei Jahren ist Luke Littler der erfolgreichste Gewinner dieser Auszeichnung. Bereits bei seinem ersten Weltmeistertitel ging die Trophäe an ihn. Lediglich Luke Humphries konnte ihn zwischenzeitlich übertrumpfen, als er bei seinem Titelgewinn im Jahr 2024 ebenfalls auf 73 maximale Scores kam.
Mit seinem zweiten WM-Titel in Folge reiht sich Littler zudem in einen exklusiven Kreis der Darts-Geschichte ein. Vor ihm gelang dieses Kunststück nur Phil Taylor, Adrian Lewis und Gary Anderson, die die Darts-Weltmeisterschaft ebenfalls in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnen konnten.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








