John McDonald und George Noble sind in die PDC Hall of Fame aufgenommen worden. Mit dieser Ehrung würdigt die PDC zwei Persönlichkeiten, die den professionellen Dartsport über Jahrzehnte entscheidend geprägt haben. Der langjährige Master of Ceremonies und der ebenso erfahrene Schiedsrichter verabschiedeten sich am Samstagabend nach dem WM-Finale zwischen Luke Littler und Gian van Veen offiziell von der großen Bühne. Damit endet im Alexandra Palace eine Ära, die für viele Fans untrennbar mit ihren Stimmen und ihrer Präsenz verbunden ist.
Die Aufnahme in die Hall of Fame unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung beider Engländer für den Aufstieg und die Popularität der PDC in den vergangenen drei Jahrzehnten. Sowohl McDonald als auch Noble standen sinnbildlich für Professionalität, Verlässlichkeit und Identität – Eigenschaften, die den modernen Dartsport maßgeblich mitgeformt haben.
Die Stimme der PDC und ein Schiedsrichter mit Geschichte
John McDonald arbeitete seit 2007 hauptberuflich für die PDC, nachdem er Phil Jones als Master of Ceremonies abgelöst hatte. Bereits zuvor war er bei großen Veranstaltungen präsent, darunter bei The Showdown 2004 sowie in den Anfangsjahren der Premier League Darts. In den folgenden Jahren entwickelte sich McDonald zu einer der markantesten Stimmen im Dartsport. Seine charakteristische, theatralische Art der Spielerankündigung wurde zu einem festen Bestandteil jeder großen PDC-Bühne.
Vor seiner Laufbahn im Dartsport diente McDonald im Fallschirmjägerregiment und arbeitete anschließend als Pressefotograf. Seine Karriere als Sportmoderator begann im Boxen, ehe er im Laufe der Jahre in zahlreichen weiteren Sportarten tätig war. Diese vielseitige Erfahrung mündete in eine Bühnenpräsenz, die heute untrennbar mit der PDC verbunden ist.
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George Noble war fast zwanzig Jahre lang als Schiedsrichter auf dem PDC-Circuit im Einsatz. Zuvor genoss er bereits hohes Ansehen innerhalb der BDO, wo er die Leitung des Schiedsrichterteams innehatte. Der inzwischen 57-jährige Engländer durfte auf der WM-Bühne im Alexandra Palace insgesamt sieben 9-Darter ausrufen. Bei der Ausgabe 2009 war er zudem während des ersten perfekten Legs in der Geschichte der PDC-Weltmeisterschaft, gespielt von Raymond van Barneveld, als Referee tätig.
PDC-Direktor Matt Porter brachte bei der Bekanntgabe der Aufnahme beider Ikonen seine große Wertschätzung zum Ausdruck. „John und George haben in den vergangenen zwanzig Jahren eine wesentliche Rolle beim Wachstum der PDC gespielt. Johns Enthusiasmus, Leidenschaft und sein Vermögen, mit seiner Stimme Atmosphäre zu schaffen, waren von großem Wert für die Popularität des Darts. Jemand muss die Bühne bereiten, und Johns Stimme hat das wie keine andere getan.“
Auch George Noble erhielt ausdrücklich Lob von Porter. „Als George von der BDO zur PDC wechselte, fühlte sich das fast an wie die Verpflichtung eines Topspielers. Er hat unser Schiedsrichterteam erheblich verstärkt und war über Jahre von enormem Wert.“
Mit ihrer Aufnahme in die Hall of Fame reihen sich McDonald und Noble in eine illustre Runde ein. Zu den bisherigen Mitgliedern zählen unter anderem PDC-Präsident Barry Hearn OBE, die Gründer Dick Allix und Tommy Cox, Schiedsrichter Russ Bray sowie legendäre Spieler wie Phil Taylor, Eric Bristow MBE, John Lowe MBE, Dennis Priestley, Rod Harrington und John Part. Zuvor wurden außerdem der frühere Master of Ceremonies Phil Jones sowie die Schiedsrichter Freddie Williams und Bruce Spendley aufgenommen.
Für Matt Porter steht fest, dass diese Ehrung längst überfällig war. „Wir sind John und George enorm dankbar für alles, was sie geleistet haben – nicht nur für die PDC, sondern für den Dartsport insgesamt. Ihr Platz in der Hall of Fame spiegelt ihren dauerhaften Einfluss auf diese Sportart wider.“
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







