„Pferde hören nie auf zu fressen“ – Gary Anderson kämpft bei der Darts WM um den Titel und Futtergeld

PDC
Freitag, 02 Januar 2026 um 17:15
Gary Anderson (2)
Gary Anderson ist nur noch zwei Siege von einem weiteren Weltmeistertitel und einem Preisgeld von einer Million Pfund entfernt. Der 55-jährige Schotte steht bei der Darts WM so dicht vor dem ganz großen Coup wie seit Jahren nicht mehr. Doch es ist nicht allein der sportliche Ehrgeiz, der den ‚Flying Scotsman‘ antreibt. Mit einem Augenzwinkern verriet Anderson, dass ihn auch ganz bodenständige Gründe wachhalten – allen voran ein äußerst hungriger Vierbeiner zuhause.

Anderson erneut im WM-Halbfinale – und vor einem historischen Rekord

Nach seinem überzeugenden 4:1-Erfolg über Michael van Gerwen und dem anschließenden 5:2-Sieg gegen Justin Hood steht Anderson erneut im Halbfinale der PDC Darts WM 2026 im Alexandra Palace. Es ist bereits das achte Mal in seiner langen Karriere, dass er die Runde der letzten Vier erreicht. Die Konstanz des zweimaligen Weltmeisters bleibt damit auch im fortgeschrittenen Darts-Alter beeindruckend.
Sollte Anderson das Turnier gewinnen, würde er Geschichte schreiben. Er wäre der älteste Weltmeister der PDC-Ära und würde damit sogar Phil Taylor übertreffen. Der Rekordchampion hatte seinen letzten Titel 2013 im Alter von 52 Jahren gewonnen. Anderson wäre zum Zeitpunkt eines möglichen Triumphs noch einmal deutlich älter – und damit ein Ausrufezeichen für Langlebigkeit im Spitzendarts.

Pferd, Dogge und Reptilien – warum Stillstand keine Option ist

Trotz seines Rufs als bodenständiger und sparsamer Profi ist Stillstand für Anderson keine Option. Der Schotte hat junge Kinder, und rund um die Feiertage kam eine zusätzliche Verantwortung hinzu. „Meine Tochter hat zu Weihnachten ein Pferd bekommen, also muss ich weiter Darts spielen“, sagte Anderson lachend gegenüber The Sun. „Pferde hören nie auf zu fressen. Sie fressen und fressen und fressen. Diese Million Pfund reicht vielleicht ein paar Wochen.“
Das neue Familienmitglied hört auf den Namen Dusty und ist laut Anderson streng genommen kein vollwertiges Pferd. Pflege und Kosten verursacht das Tier dennoch zur Genüge. „Er heißt Dusty. Er liegt knapp unter der Größe eines Pferdes“, erklärte Anderson. „Meine Tochter stand an Weihnachten weinend vor Freude da.“ Die emotionale Szene beschreibt gut, warum Anderson den Aufwand mit einem Lächeln akzeptiert.
Ungewöhnlich ist der Haushalt der Familie Anderson ohnehin. Neben Dusty gehört auch eine imposante Deutsche Dogge zum Inventar. „Das Pferd steht nicht am Haus“, erzählte Anderson weiter. „Unsere Deutsche Dogge ist ungefähr genauso groß. Er wiegt rund 97 Kilo und liebt Menschen. Er ist ein großer Junge, wirklich ein ordentlicher Kerl.“ Platzmangel scheint bei den Andersons kein Thema zu sein.
Dass Anderson eine besondere Schwäche für Tiere hat, ist seit Jahren bekannt. Im Laufe seines Lebens hielt er unter anderem Ratten, Birma-Bergziegen, eine Bartagame, einen Goldara und einen Blauzungenskink. Mit typischem Humor sagte er einmal, er ziehe Tiere den Menschen vor. Sie machten ihm schlicht weniger Ärger.
Finanziellen Druck verspürt Anderson trotz aller Späße längst nicht mehr. Seine Karriere hat ihm die nötige Sicherheit verschafft. „Schauen Sie, ich habe meine Sachen erledigt, ich habe mein Geld verdient“, erklärte er nüchtern. „Ich habe gekauft, was ich im Leben kaufen wollte, und das war’s.“ Für Anderson geht es bei dieser Darts WM also um mehr als Geld – aber ein gut gefüllter Futtertrog schadet offenbar auch nicht.
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