Players Championship 10: Wessel Nijman feiert vierten Saisontitel – Clemens und Klose erreichen Achtelfinale

PDC
durch Nic Gayer
Dienstag, 14 April 2026 um 20:06
Wessel Nijman
Ein außergewöhnliches Endspiel krönte Players Championship 10 in Wigan: Youngster Wessel Nijman traf auf den nachgerückten Grand-Slam-Champion von 2010 Scott Waites – ein Duell zwischen Zukunft und Vergangenheit des Sports. Während Waites als Nicht-Tour-Card-Holder sensationell bis ins Finale marschierte, setzte Nijman seinen beeindruckenden Lauf der vergangenen Wochen fort und griff nach dem nächsten Titel auf der Pro Tour.
Der deutsche Turniertag bei Players Championship 10 bot zunächst mehrere starke Ausrufezeichen, endete jedoch vor dem Viertelfinale. Besonders überzeugend präsentierte sich Gabriel Clemens, der mit zwei Whitewash-Siegen gegen Niall Culleton und Wesley Plaisier furios ins Turnier startete und anschließend auch David Sharp in einem dramatischen Decider mit einem 14-Darter niederrang. Erst im Achtelfinale wurde der Saarländer gestoppt – dort blieb er beim 0:6 gegen den stark aufspielenden Kevin Doets ohne Chance.

Nachrücker Klose setzt Ausrufezeichen

Ebenfalls bis unter die letzten 16 spielte sich Daniel Klose, der als Nachrücker einen überzeugenden Auftritt hinlegte. Nach seinem Auftaktsieg im Decider gegen Mickey Mansell setzte der 46-Jährige mit einem 102er-Average gegen Daryl Gurney ein echtes Ausrufezeichen und rang anschließend auch Charlie Manby im Entscheidungsleg nieder. Erst gegen den Vortagessieger Chris Dobey war im Achtelfinale Endstation, nachdem Klose zwischenzeitlich mehrere Chancen ungenutzt ließ.
Daniel Klose überzeugte in Wigan als Nachrücker mit starken Leistungen, spielte sich bis ins Achtelfinale und glänzte dabei unter anderem mit einem 102er-Average gegen Daryl Gurney
Daniel Klose überzeugte in Wigan als Nachrücker mit starken Leistungen, spielte sich bis ins Achtelfinale und glänzte dabei unter anderem mit einem 102er-Average gegen Daryl Gurney
Für weitere Highlights aus deutscher Sicht sorgten gleich mehrere klare Auftaktsiege: Arno Merk dominierte das deutsch-deutsche Duell mit Niko Springer beim 6:0 vollständig, Ricardo Pietreczko ließ Mensur Suljovic beim Whitewash keine Chance. Zudem setzte sich Max Hopp zum Auftakt gegen Tom Sykes durch, ehe er in Runde zwei – wie bereits am Vortag – erneut gegen Karel Sedlacek ausschied. Die deutsche Nummer eins, Martin Schindler, musste sich zum Auftakt gegen Beau Greaves geschlagen geben.
In der heißen Turnierphase übernahmen anschließend internationale Spieler das Kommando. Dobey bestätigte seine starke Form nach dem Vortagestitel und erreichte nach einem 6:4-Erfolg über Klose erneut das Viertelfinale, musste sich dort jedoch knapp im Decider Karel Sedlacek geschlagen geben. Parallel setzte sich Doets mit einem dominanten 107er-Average gegen Clemens durch, bevor wiederum Scott Waites dessen Lauf im Viertelfinale stoppte.
Auch Wessel Nijman präsentierte sich im Tagesverlauf in Topform und zog mit einem starken 110er-Average gegen Greaves souverän ins Halbfinale ein. Dort ließ der Niederländer beim 7:4 gegen Luke Woodhouse nichts anbrennen und sicherte sich das erste Finalticket. Kurz darauf komplettierte Routinier Waites mit einem 7:5-Erfolg über Sedlacek das Endspiel – und krönte damit als Nachrücker einen bemerkenswerten Turnierlauf bis ins Finale.

Nijman dominiert das Endspiel nach Belieben

Im Endspiel ließ Nijman dann keinen Zweifel mehr an seiner derzeitigen Topform aufkommen. Der Niederländer startete mit Legs in 16 und 15 Darts stark in die Partie, setzte sich anschließend mit einem 12- und 13-Darter entscheidend ab und dominierte das Finale frühzeitig. Waites gelang zwar noch der Anschluss zum 1:2, doch spätestens mit der 6:1-Führung war die Vorentscheidung gefallen. Am Ende machte Nijman mit einem souveränen 8:2-Erfolg bei einem Average von über 101 Punkten den Turniersieg perfekt.
Damit feierte eines der größten Talente der PDC bereits seinen vierten Titel des Jahres – und zugleich den dritten Players-Championship-Erfolg der Saison. Parallel schrieb Waites als Nachrücker eine der bemerkenswertesten Geschichten des Turniers: Ohne Tour Card spielte sich der Grand-Slam-Sieger von 2010 bis ins Finale eines Pro-Tour-Events vor und erinnerte damit an seine besten Zeiten.
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