„Schaltet PDC TV ein – sie steht wieder in einem Finale“: Emma Paton sieht Beau Greaves in ihrer PDC-Debütsaison aufblühen

PDC
Freitag, 06 Februar 2026 um 19:30
Emma Paton
Emma Paton hat die Entwicklung des Dartsports aus erster Reihe begleitet. Von stillen Studios während der Pandemie bis hin zu ausverkauften Arenen erlebte sie den Wandel hautnah. Die Moderatorin von Sky Sports ist überzeugt, dass Darts stärker denn je ist. Und sie genießt jede Minute dieser Reise.
Im Gespräch mit dem Weekly Dartscast vor dem Start der Premier-League-Darts-Saison 2026 blickte Paton auf die vergangenen Jahre zurück. Seit ihrem letzten Auftritt in der Sendung 2021 habe sich enorm viel verändert. Mit einem Augenzwinkern erinnerte sie daran, dass sie damals den Titel „Gast des Jahres“ gewann. „Kein Druck, jetzt wiederzukommen“, scherzte sie.

Ein verwandelter Sport

Rückblickend beschreibt Paton die Entwicklung des Dartsports als geradezu rasant. „Seitdem ist im Darts so viel passiert, oder?“, sagte sie. „Es fühlt sich an, als hätte sich der gesamte Blick auf den Sport komplett verändert – wer das Zepter führt, wer dominiert und welche Namen plötzlich im Fokus stehen.“
Besonders ein Spieler steche dabei heraus. „Ganz sicher Luke Littler“, betonte Paton mit Blick auf den englischen Senkrechtstarter.
Für sie sei das Wachstum des Sports beeindruckend mitzuerleben. „Es wirkt einfach so, als würde Darts immer größer“, erklärte sie. „Der Sport geht von Stärke zu Stärke, und ich fühle mich glücklich, ein winziger Teil davon zu sein – und es auch aus Fansicht zu genießen.“

Die Premier-League-Vorfreude kehrt zurück

Mit dem Start der Premier League Darts in Newcastle beginnt für Paton eine intensive Phase. 17 Wochen am Stück ist sie unter der Woche unterwegs. Genau das liebt sie an ihrem Job.
Sie erwartet eine der spannendsten Premier-League-Saisons überhaupt. Mehrere Geschichten liefen bereits parallel. Niemand rechne damit, dass Littler jede Woche gewinnt. Debütanten treffen auf Rückkehrer wie Jonny Clayton, dazu kommen die beiden Lukes und Gerwyn Price. Jeder der acht Spieler bringe seine eigene Story mit.
Die vergangene Saison habe gezeigt, wie unberechenbar das Format sei. Littler dominierte über Wochen, doch am Finalabend triumphierte Luke Humphries. Genau diese Ungewissheit mache den Reiz der Premier League aus.

Neue Arenen, neue Stimmungen

Ein besonderes Highlight im Spielplan ist der neue Premier-League-Spielort in Antwerpen. Dort könnte vor über 23.000 Zuschauern gespielt werden. „Das ist zumindest das, was die Leute sagen“, erklärte Paton schmunzelnd. „Und immer, wenn das jemand sagt, weißt du, dass es brechend voll sein wird.“
Die Moderatorin schwärmt von den unterschiedlichen Atmosphären in Europa. „Rotterdam ist ein Meer aus Orange, Berlin ist Jahr für Jahr gewachsen“, sagte sie. „Und Antwerpen fühlt sich so an, als könnte es etwas ganz Besonderes werden.“
Dass kein belgischer Spieler im Feld steht, bedauert sie zwar, sieht darin aber keinen Dämpfer. „Es ist trotzdem aufregend, an einen komplett neuen Ort zu gehen.“

Beau Greaves und die nächste Generation

Große Neugier verspürt Paton mit Blick auf Beau Greaves und deren erstes Jahr mit Tourkarte. „Alle sind super aufgeregt“, sagte sie. „Wenn du Darts liebst, bist du einfach neugierig, was sie leisten kann.“
Besonders Greaves’ Auftritt bei der Weltmeisterschaft blieb in Erinnerung. „Sie hat sich nichts vorzuwerfen“, stellte Paton klar. „Es lief wirklich auf diesen einen Moment hinaus – dieses riesige Checkout von Daryl Gurney.“
Paton ist überzeugt, dass Greaves 2026 ein Dauerthema bleibt. „Es wird Wochen geben, in denen alle sagen: ›Schaltet PDC TV ein – sie steht schon wieder in einem Finale.‹“

Von frühen Morgenstunden bis auf die große Bühne

Auch über ihren eigenen Weg bei Sky Sports sprach Paton offen. Früher begann ihr Arbeitstag oft vor drei Uhr morgens. Skripte für die Frühstückssendung gehörten zum Alltag. Heute moderiert sie vor Tausenden Zuschauern.
Diese Erfahrungen prägten ihre Arbeitsweise nachhaltig. Sie kenne die Abläufe aus Regie, Schnitt und Produktion. Damals habe sie sich gefragt, ob sie ihr Ziel jemals erreicht. Heute wisse sie, wie wertvoll diese Stationen waren.
Trotz voller Arenen halte sie immer wieder inne. Der Gedanke, vor so vielen Menschen über Darts zu sprechen, erfülle sie mit Dankbarkeit. Ein starkes Team im Hintergrund spiele dabei eine entscheidende Rolle.

Streiche, Promos und Persönlichkeit

Neben dem Studioalltag genießt Paton auch lockere Darts-Inhalte. Besonders viel Spaß hatten ihr die Prank-Videos mit Nathan Aspinall und Luke Humphries. Die Reaktionen seien unbezahlbar gewesen.
Solche Drehs fühlten sich für sie nicht wie Arbeit an. Gemeinsam mit Kommentator Mark Webster habe sie vor Lachen Tränen vergossen. Genau diese Leichtigkeit gehöre für sie zum modernen Darts dazu.

Die Zukunft des Darts

Auf die Frage nach der Zukunft blickt Paton optimistisch voraus. Veranstaltungen vor 30.000 Zuschauern hält sie für realistisch. Antwerpen sei mit 23.000 bereits nah dran.
Die steigenden Einschaltquoten seit Littlers Durchbruch seien ein klares Signal. Viele hätten gedacht, das Interesse könne abflauen. Doch das Gegenteil sei der Fall. Die Fans wollten mehr Darts – Woche für Woche.

Spielt Emma Paton selbst Darts?

Zum Abschluss ging es um eine oft gestellte Frage. Paton besitzt ein Dartboard und versucht sich gelegentlich selbst am Spiel. Für Winmau ist sie als Botschafterin aktiv.
An ihrem eigenen Niveau arbeitet sie noch. Der Average sei aktuell eher niedrig, räumt sie lachend ein. Potenzial nach oben gebe es definitiv noch.
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