Taylor gegen Van Gerwen? Diese World Matchplay-Statistik zeigt, wie groß der Unterschied wirklich ist

PDC
Mittwoch, 15 Juli 2026 um 9:00
Phil-Taylor
Dass Phil Taylor der erfolgreichste Spieler in der Geschichte des World Matchplay ist, dürfte für wenige Dartsfans eine Überraschung sein. Mit sage und schreibe sechzehn Titeln schrieb „The Power“ ein Kapitel in der Sportgeschichte, das wohl nie mehr erreicht wird. Doch neben seiner beeindruckenden Ehrenliste gibt es noch eine Statistik, die vielleicht noch besser zeigt, wie außergewöhnlich seine Dominanz in Blackpool tatsächlich war.

Taylor unangefochtener König des World Matchplay

Seit Beginn des World Matchplay verzeichnete Taylor nämlich nicht weniger dan 62 Partien, in denen er einen Average von 100 Punkten oder höher spielte. Damit ragt er über alle anderen Spieler hinaus. Mehr noch: Sein Vorsprung auf die Konkurrenz ist so groß, dass er mehr Hunderter-Averages auf seinem Konto hat als die Nummern zwei, drei und vier der Rangliste zusammen.
Michael van Gerwen belegt mit zwanzig Partien den zweiten Platz auf dieser besonderen Liste. Der Niederländer war jahrelang der einzige Spieler, der Taylors Niveau beim World Matchplay einigermaßen nahekam, doch auch er muss anerkennen, dass der Abstand enorm ist.
Peter Wright folgt mit fünfzehn Hunderter-Averages, während James Wade bei zwölf steht. Gary Anderson komplettiert die Top Fünf mit elf Partien, in denen er die magische 100er-Marke im Average durchbrach.

Van den Bergh knapp außerhalb der Top 5

Dahinter folgen Adrian Lewis mit neun 100+ Averages sowie das Trio Luke Humphries, Rob Cross und Gerwyn Price, die jeweils siebenmal einen Average von mindestens 100 beim World Matchplay notierten. Dimitri Van den Bergh steht bei sechs, und der amtierende Weltmeister Luke Littler hat trotz seines jungen Alters bereits fünf Hunderter-Averages aufzuweisen.
Gerade dieser letzte Name macht die Statistik besonders interessant. Littler hat erst wenige Teilnahmen am World Matchplay hinter sich, doch in dieser kurzen Zeit durchbrach er bereits fünfmal die 100er-Grenze im Average. Das unterstreicht nicht nur sein enormes Talent, sondern zeigt auch, dass er, vorausgesetzt er bleibt jahrelang an der Spitze aktiv, das Potenzial hat, in dieser Rangliste deutlich aufzusteigen. Der Rückstand auf Taylor bleibt jedoch gigantisch.
Die Zahlen illustrieren zudem, wie außergewöhnlich Taylors Leistungen in Blackpool waren. Er sammelte nicht nur sechzehn Titel, sondern lieferte über Jahre hinweg nahezu ununterbrochen Partien auf einem Niveau ab, das seine Kontrahenten nur sporadisch erreichten. Sein Rekordaverage von 114,99 beim World Matchplay zählt noch immer zu den höchsten überhaupt bei einem großen TV-Turnier. Außerdem gelang es ihm als erstem Spieler, während einer kompletten Ausgabe des Turniers in jedem Match einen Average von über 100 zu spielen – eine Leistung, die er sogar mehrfach wiederholen konnte.
Auch wenn die aktuelle Generation mit Spielern wie Van Gerwen, Humphries und Littler regelmäßig beeindruckende Averages auflegt, bleibt diese Statistik ein greifbarer Beleg für Taylors beispiellose Überlegenheit. Über sechzig Hunderter-Averages bei einem einzigen TV-Turnier sind ein Rekord, der vorerst außer Reichweite scheint – und vielleicht genauso beeindruckend ist wie seine sechzehn World Matchplay-Titel.
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