Das
World Matchplay gilt seit Jahren als eines der prestigeträchtigsten und anspruchsvollsten Turniere im Darts-Kalender. Die besten Spieler der Welt kämpfen im Winter Gardens in Blackpool um einen der begehrtesten Titel des Sports, wobei die sechzehn topgesetzten Spieler zu Turnierbeginn als Gesetzte geschützt sind.
Dennoch beweist die Geschichte immer wieder, dass eine hohe Setzposition keine Erfolgsgarantie ist. Mit dem Halbfinaleinzug von
Dirk van Duijvenbode im Jahr 2026 hat erneut ein ungesetzter Spieler die letzten Vier erreicht.
Erlesene Gesellschaft
Van Duijvenbode reiht sich damit in einen erlesenen Kreis von Spielern ein, die als ungesetzte Teilnehmer einen beeindruckenden Lauf hingelegt haben. Der Niederländer tritt in die Fußstapfen von
Josh Rock, der im vergangenen Jahr als Ungesetzter das Halbfinale erreichte. Damit ist es bereits das dritte
World Matchplay in Folge, bei dem ein Spieler außerhalb der Top Sechzehn der Setzliste den Sprung unter die letzten Vier schafft.
Diese Serie begann 2024 mit
James Wade. Bemerkenswert war, dass der Engländer damals ungesetzt war, trotz seiner beeindruckenden Vita. Der frühere Sieger und mehrfache Finalist war aufgrund seiner niedrigeren Position in der Weltrangliste aus den gesetzten Rängen gefallen, zeigte in Blackpool aber, dass Erfahrung auf dieser Bühne von unschätzbarem Wert ist.
Für diese jüngere Reihe musste man bis 2020 zurückblicken. In jenem Jahr schrieb
Dimitri Van den Bergh Geschichte, indem er als Ungesetzter nicht nur das Halbfinale erreichte, sondern schließlich auch den Titel holte. Bis heute ist der Belgier der einzige Spieler, der aus einer ungesetzten Position das World Matchplay tatsächlich gewinnen konnte.
Auch in den Jahren zuvor sorgten einige Überraschungsnamen für starke Leistungen. Glen Durrant erreichte 2019 gleich bei seinem Debüt das Halbfinale, nachdem Jeffrey de Zwaan ein Jahr zuvor mit einer beeindruckenden Siegesserie für eine große Sensation gesorgt hatte.
Daryl Gurney stand 2017 unter den letzten Vier, während Ronnie Baxter und
Andy Hamilton dies 2012 beziehungsweise 2011 schafften.
Dirk van Duijvenbode trifft im Halbfinale auf Luke Littler
Abstand schrumpft
Auffällig ist, dass zwischen 2021 und 2023 kein einziger ungesetzter Spieler das Halbfinale erreichte. Das unterstreicht, wie besonders die aktuelle Serie ist. Die Leistungen von Wade, Rock und nun Van Duijvenbode zeigen, dass der Abstand zwischen gesetzten und ungesetzten Spielern kleiner geworden ist.
Bei einem Turnier wie dem World Matchplay, wo der Druck hoch ist und die Unterschiede minimal sind, erweist sich starke Form zum richtigen Zeitpunkt als mindestens so wichtig wie ein geschützter Status auf der Setzliste.