„Viele der Leute können nicht einmal Darts spielen“ – Ricky Evans wehrt sich nach WM-Aus gegen persönliche Angriffe

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 03 Januar 2026 um 11:30
Ricky Evans
Ricky Evans hat nach seinem Aus bei der Darts WM 2026 öffentlich Stellung bezogen. Der Engländer reagierte über die sozialen Medien auf scharfe Kritik und persönliche Angriffe, die ihn nach seinem Ausscheiden im Alexandra Palace erreichten. Sichtbar enttäuscht hatte Evans die Bühne verlassen, anschließend zog er sich bewusst für einige Tage zurück, um Abstand zu gewinnen und die Ereignisse zu verarbeiten.
In einem ausführlichen Statement beschreibt der 35-Jährige, wie sehr ihn die Tonlage vieler Reaktionen getroffen habe. Gleichzeitig macht Evans deutlich, dass er trotz aller Enttäuschung versucht, den Blick wieder nach vorn zu richten und das Erlebte einzuordnen.

Rückzug aus sozialen Medien nach verletzenden Kommentaren

Evans erklärte, er sei vorübergehend offline gegangen, nachdem er zahlreiche Nachrichten erhalten habe, in denen ihm vorgeworfen wurde, er habe sich „lächerlich gemacht“, verbunden mit persönlichen Beleidigungen. „Ich habe ein paar Tage Abstand von sozialen Medien genommen wegen einiger schrecklicher Nachrichten und Kommentare darüber, wie ich mich angeblich zum Gespött gemacht habe“, schrieb Evans.
Besonders deutlich wurde er mit Blick auf seine Kritiker: „Viele der Leute, die so verletzende Dinge sagen, können nicht einmal Darts spielen, geschweige denn Jahr für Jahr das tun, was ich auf dem höchsten Niveau der Welt mache.“
Gleichzeitig lenkte Evans den Blick auf einen oft übersehenen Aspekt seiner Saison. Seine Leistungen seien nicht losgelöst von gesundheitlichen Problemen zu bewerten. Der Engländer offenbarte, dass er seit längerer Zeit mit Verletzungen zu kämpfen habe. „Das ist mit dem zusätzlichen Handicap von Arthritis und Sehnenentzündungen, die mich das ganze Jahr über behindert haben“, erklärte er. Trotz dieser Einschränkungen habe er weiterhin auf der größten Bühne gespielt – etwas, das seiner Meinung nach häufig unterschätzt werde.
Evans räumte offen ein, dass seine WM nicht so verlaufen sei, wie er es sich erhofft hatte, und zeigte sich dabei selbstkritisch. „Ja, das Turnier endete nicht so, wie ich es mir gewünscht hatte, und ja, vielleicht hätte ich meine Emotionen am Ende besser im Griff haben sollen, aber das ist Darts und ich bin auch nur ein Mensch.“ Mit diesen Worten spielte er auf seine sichtbare Frustration in seinem letzten Match an, die in den sozialen Netzwerken intensiv diskutiert worden war.
Trotz allem wollte Evans den Fokus nicht ausschließlich auf die Enttäuschung legen. Er erinnerte bewusst an die positiven Seiten seiner WM-Teilnahme. „Lasst uns auf die positiven Seiten schauen. Seht euch an, wie viel Spaß und Begeisterung es in meinen ersten beiden Matches gab.“ Diese Momente bestätigten für ihn, dass seine energiegeladene, schnelle Spielweise beim Publikum weiterhin gut ankomme.
Dabei machte Evans unmissverständlich klar, dass er sich nicht verbiegen werde. „Ich bleibe der stolze, immer weitermachende, schnell werfende Verrückte, der ich bin, denn so bin ich nun mal.“
Nach der intensiven Zeit rund um die WM kündigte Evans an, nun bewusst einen Gang herunterzuschalten. Für einige Tage wolle er dem Dartsport komplett den Rücken kehren und nach Polen reisen. „Ich fahre jetzt nach Polen für ein paar Tage Spaß und nicht dartsbezogene Abenteuer mit meiner wunderbaren besseren Hälfte“, schrieb er – inklusive eines augenzwinkernden Seitenhiebs in Richtung seiner Kritiker: „Sie hat mich noch nicht verlassen, Hater.“
Zum Abschluss seiner Botschaft schlug Evans einen positiven Ton an und richtete den Blick auf das kommende Jahr. „Ich wünsche euch allen ein sehr glückliches 2026.“ Damit scheint der Engländer das Kapitel seiner WM-Teilnahme bewusst abzuschließen, um neue Kraft zu sammeln für die nächsten sportlichen Aufgaben.
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