Jeffrey de Zwaan hat seine Rückkehr auf die PDC Pro Tour perfekt gemacht und blickt voller Zuversicht auf die Saison 2026. Am heutigen Tag startet in Milton Keynes mit den Qualifikationsrunden das
Winmau World Masters – und der Niederländer ist wieder mittendrin. Über die
European Q-School holte sich der frühere World-Matchplay-Halbfinalist seine PDC Tour Card zurück. Am Schlusstag gelang ihm sogar der direkte Durchmarsch zum goldenen Ticket. Nach einer schwierigen Phase abseits der Tour zeigt sich „The Black Cobra“ sichtbar erleichtert und hochmotiviert.
„Ich fühle mich ehrlich gesagt großartig“,
sagt de Zwaan gegenüber seinem Ausrüster Unicorn. „Meine PDC Tour Card nach einem Jahr Abwesenheit von der Pro Tour zurückzuholen, das ist wirklich ein fantastisches Gefühl.“
Bewusst einen Schritt zurück gemacht
Die vergangenen Jahre verliefen für den inzwischen 29-Jährigen alles andere als reibungslos. Verletzungen, insbesondere an der Schulter, sowie mentale Herausforderungen warfen ihn immer wieder zurück. Anstatt sich weiter durch Matches und harte Trainingseinheiten zu kämpfen, traf de Zwaan bewusst eine harte Entscheidung. Im Jahr 2025 trat er einen Schritt zurück.
Jeffrey de Zwaan eroberte bei der Q-School 2026 seine Tour Card zurück
„Ich fühle mich jetzt besser als in den vergangenen Jahren, definitiv“, erklärt er. „Letztes Jahr habe ich eigentlich überhaupt nicht trainiert. Ich war vollständig mit der Genesung meiner Schulter und der mentalen Erholung beschäftigt. Darauf lag mein Fokus.“
Diese bewusste Pause zahlt sich nun aus. Ohne permanenten Wettkampfdruck und mit klarem Kopf ging de Zwaan in die
Q-School – und bewies dort eindrucksvoll, dass Talent und Klasse weiterhin vorhanden sind. „Dadurch gehe ich jetzt mit viel Vertrauen in dieses Jahr“, sagt er. „Und man sieht sofort, was passiert: Ich habe meine PDC Tour Card einfach wieder zurück.“
WM-Qualifikation als großes Ziel
Mit der zurückeroberten Tourkarte steht fest: De Zwaan wird 2026 wieder bei den Players Championships, auf der
European Tour sowie in den Qualifikationsturnieren für die großen Majors antreten. Seine Ziele formuliert er dabei offen. Wie für fast jeden Profi steht ein Turnier ganz oben auf der Liste. „Wie immer ist die Qualifikation für die WM das wichtigste Ziel“, betont de Zwaan. „Das ist das Turnier, bei dem man als Spieler am liebsten dabei sein möchte.“
Doch dabei soll es nicht bleiben. Mit seiner Erfahrung und seinem natürlichen Scoring traut sich der Niederländer auch auf den Floor-Turnieren und auf dem Euro-Tour-Circuit einiges zu. „Vielleicht kann ich sogar einen Titel auf dem Players-Championship-Circuit holen oder sogar auf der Euro Tour“, sagt er selbstbewusst. „Ich freue mich riesig auf die Saison und darauf, diese Ziele anzugehen.“
Auffällig war während seiner erfolgreichen
Q-School-Kampagne zudem die Rückkehr zu einem vertrauten Setup. De Zwaan griff wieder zu seinen bekannten Code-Darts – eine Entscheidung, die sich spürbar auszahlte. „Die Codes – die benutze ich wieder“, erklärt er. „Sie haben am Ende einen leichten Grip, wo sie konisch zulaufen, und genau das gefällt mir.“
Bereits heute greift
Jeffrey de Zwaan in das
Qualifikationsturniere des Winmau World Masters 2026 ein, dem ersten Major der neuen Saison. Im Qualifikationsturnier werden noch acht Tickets für das Hauptturnier vergeben, das am Donnerstag beginnt.