Cameron Crabtree hat eine bemerkenswerte Reise hinter sich, um rechtzeitig zur
European Darts Trophy in Göttingen zu erscheinen. Der Engländer war erst einen Tag in den Vereinigten Staaten im Urlaub, als er plötzlich die Nachricht erhielt, dass er sich in Deutschland melden müsse. Jonny Clayton hatte sich nach der Auslosung aus dem Turnier zurückgezogen, wodurch Crabtree als Nachrücker berufen wurde.
Reise mit vielen Hindernissen
Für die Nummer 67 der Welt bedeutete das eine eilige Reise über tausende Kilometer, mit verpassten Anschlüssen und langen Wartezeiten, um überhaupt rechtzeitig in Deutschland anzukommen. Trotzdem schaffte er es und steht direkt in der zweiten Runde, wo er auf Kevin Doets trifft.
Crabtree war im Urlaub in Washington, D.C., als ihn der Anruf erreichte. „Ich war noch in Amerika, als ich plötzlich hörte, dass ich spielen muss“, ließ er via Social Media wissen. „Ich bin schließlich in Frankfurt gelandet und warte jetzt auf einen Bolt zum Hotel. Wenn alles gut läuft, bin ich gegen fünf Uhr dort. Das ist gar nicht mal so schlecht.“
Die Reise nach Deutschland verlief alles andere als reibungslos. Der Engländer musste kurzfristig einen Flug organisieren und bekam unterwegs mehrere Probleme. „Zehn Stunden Flug von Washington nach Istanbul, danach habe ich meinen Anschluss verpasst“, berichtete er. „Dann musste ich fünf Stunden auf einen neuen Flug nach Frankfurt warten, und der dauerte wieder drei Stunden.“
Dabei blieb es nicht, denn auch nach der Ankunft lief es nicht sofort rund. „Es dauerte ewig, bis das Gepäck kam. Ehrlich gesagt war ich mir nicht einmal sicher, ob mein Koffer überhaupt ankommen würde, aber am Ende hatte ich Glück. Er kam doch aufs Band.“
Trotz der langen Reise versuchte Crabtree, positiv zu bleiben. „Jetzt muss ich nur noch ins Hotel, mich kurz vorbereiten und dann Richtung Spielstätte. Vielleicht kann ich noch eine halbe Stunde schlafen, aber viel Zeit habe ich nicht.“
Direkt in der zweiten Runde
Durch die späte Abmeldung von Clayton startet Crabtree direkt in der zweiten Runde des Euro-Tour-Turniers. Dort wartet sofort ein hartes Duell gegen Kevin Doets, der in seiner Erstrundenpartie einen unfassbaren Average von 117 Punkten verbuchen konnte.
Für den Engländer heißt das, dass er ohne echte Vorbereitung auf die Bühne muss, doch das ist für ihn kein Grund zur Klage. Allein die Tatsache, dabei sein zu können, ist für ihn eine Chance, wichtige Pfund für die Weltrangliste zu sammeln.