Gerwyn Price ist mit einer beeindruckenden Leistung in die
European Darts Trophy gestartet. Der ehemalige Weltmeister präsentierte sich von Beginn an in starker Form und spielte einen Average von 106,7 Punkten. Mit einem souveränen 6:2-Erfolg über Joe Cullen setzte der Waliser gleich ein klares Zeichen an die Konkurrenz.
Price dominierte sein
European Darts Trophy Auftakt-Match von der ersten Aufnahme an. Konstantes Scoring, mehrere hohe Aufnahmen und eine stabile Doppelquote sorgten dafür, dass er das Spiel früh unter Kontrolle brachte. Trotz des deutlichen Ergebnisses richtete der Waliser nach der Partie den Fokus nicht nur auf seine eigene Leistung, sondern auch auf die Qualität seines Gegners.
Hochklassiges Duell mit starkem Gegner
Nach dem Match zeigte sich Price zufrieden mit seinem Auftritt, lobte jedoch ausdrücklich auch Cullen. „Ich hatte das Gefühl, gut zu spielen“, erklärte Price anschließend. „Das Publikum stand wirklich hinter mir und das hat mir Energie gegeben. Joe hat übrigens ebenfalls sehr gut gespielt. Vielleicht sogar das Beste, was er seit langer Zeit gezeigt hat.“
Gerwyn Price trifft in der dritten Runde auf Danny Noppert
Für
Price ist das keine Überraschung. Immer wieder stellt er fest, dass Gegner gerade gegen ihn besonders stark auftreten. Der Waliser glaubt, dass seine Präsenz auf der Bühne viele Spieler zusätzlich motiviert. „Das passiert eigentlich jedes Mal, wenn jemand gegen mich spielt“, sagte er mit einem Lächeln. „Ich rechne inzwischen einfach damit.“
Gerade zu Beginn entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Beide Spieler trafen regelmäßig die Triple-Felder und hielten das Tempo hoch. Über mehrere Legs hinweg blieb das Niveau konstant, weil sowohl Price als auch Cullen kaum Fehler machten.
Mit zunehmender Spieldauer übernahm der Waliser jedoch immer mehr Kontrolle. Sein Scoring blieb stabil, während er seine Chancen auf die Doppel konsequent nutzte. Dadurch gelang es ihm, sich Schritt für Schritt von seinem Gegner abzusetzen.
Erst gegen Ende des Matches bemerkte Price, dass Cullen etwas an Präzision verlor. „Zum Ende der Partie ist Joe ein wenig abgefallen“, analysierte der Waliser später. „Aber das kann in so einem intensiven Match passieren.“
Emotionen gehören zu Prices Spiel
Price gehört seit Jahren zu den emotionalsten Spielern auf der Bühne. Der ehemalige Rugby-Profi zeigt seine Reaktionen offen und scheut weder die Interaktion mit dem Publikum noch mit seinen Gegnern. Diese Intensität sorgt seiner Meinung nach dafür, dass viele Spieler gegen ihn noch ein kleines Extra aus sich herausholen.
„Ehrlich gesagt glaube ich, dass ich bei jedem das Beste hervorrufe“, sagte Price scherzend. „Manchmal scheint es, als würde jeder sein bestes Match gegen mich spielen. Damit muss ich lernen umzugehen.“
Für Price ist das jedoch kein Nachteil. Statt sich darüber zu beschweren, nutzt er diese Situation als zusätzliche Motivation und konzentriert sich konsequent auf sein eigenes Spiel.
„Ich bin darauf vorbereitet“, stellte er klar. „Ich mache mir keine Gedanken über andere Spieler. Ich fokussiere mich komplett auf mein eigenes Spiel. Wenn ich mein Niveau bringe, kommt der Rest von allein.“
Der Average von 106,7 Punkten zeigt deutlich, wie gut dieser Ansatz funktioniert. Werte in dieser Größenordnung gehören im modernen Darts zur absoluten Spitzenklasse und unterstreichen die aktuelle Form des Walisers.
Nächste Herausforderung gegen Danny Noppert
In der nächsten Runde wartet allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. Price trifft auf Danny Noppert, einen der konstantesten Spieler auf der Tour. Der Niederländer gilt als äußerst stabiler Profi, der besonders durch starke Finishes und seine Ruhe in Drucksituationen überzeugt.
Statistisch spricht zwar einiges für Price: Von den bisherigen zwanzig direkten Duellen gewann der Waliser vierzehn Begegnungen. Dennoch weiß er, dass solche Zahlen im Darts nur begrenzte Aussagekraft haben.
„Danny ist ein großartiger Spieler“, erklärte Price über seinen kommenden Gegner. „Sogar ein fantastischer Spieler. Wir haben in der Vergangenheit einige richtig gute Matches gegeneinander gespielt.“
Besonders die Entwicklung des Niederländers in den vergangenen Monaten beeindruckt den ehemaligen Weltmeister. „In den letzten zwölf bis achtzehn Monaten hat er enorme Fortschritte gemacht“, sagte Price. „Er wird immer besser.“
Deshalb ist sich der Waliser bewusst, dass er erneut eine starke Leistung zeigen muss, um die nächste Runde zu erreichen. „Ich muss wirklich mein A-Game spielen“, betonte Price. „Wahrscheinlich sogar noch besser als heute.“