Dimitri Van den Bergh hat bereits ein turbulentes Jahr hinter sich. Der 31-jährige Belgier ist vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden, hat aber auch weniger schöne Momente erlebt und sogar eine zweimonatige Wettkampfpause eingelegt.
Van den Bergh war Anfang April abgereist, ohne an einem Floorturnier teilgenommen zu haben, und hatte dann etwa fünf Turniere ausfallen lassen. Seitdem hat er hinter den Kulissen auf seine Rückkehr in den Wettkampfbetrieb hingearbeitet. Dieses Comeback gelang ihm schließlich beim World Cup of Darts, wo Van den Bergh und Mike De Decker das Turnier nach der Gruppenphase verlassen mussten.
Seitdem lief es für Van den Bergh nicht mehr so richtig rund, mit oft schnellen Niederlagen bei der Players Championship und den Qualifikationsturnieren der European Tour. Dennoch bereut Van den Bergh nicht, dass er sich eine Auszeit genommen hat. "Im Gegenteil, diese Pause hat mir sehr gut getan", sagte er gegenüber Talksport.
"Ich war wirklich niedergeschlagen und fühlte mich geistig mies. Zehn Jahre lang habe ich an allen Turnieren teilgenommen, nie habe ich mir eine Pause gegönnt. In diesen zehn Jahren ist aber außergewöhnlich viel passiert, ich habe auch eine Familie gegründet, und das gibt einem eine ganz andere Perspektive auf das Leben."
Dimitri Van den Bergh ist die aktuelle Nummer 22 der Welt
"Es geht darum, das richtige Gleichgewicht zu finden"
Van den Bergh weiß also ganz genau, was er in Zukunft will. "Ich möchte auf jeden Fall ein professioneller Dartspieler bleiben, aber ich möchte auch Zeit mit meiner Familie verbringen. Es geht darum, das richtige Gleichgewicht zu finden", sagt er. "Ich trainiere derzeit extrem hart, um wieder an die Spitze zu kommen und verbringe auch viele Stunden in Sporthallen."
"Ich hege noch viele Träume, werde aber nicht mehr jedes Turnier um jeden Preis spielen. Ich möchte auch die Erziehung meiner Kinder bewusst erleben. Die Pro Tour ist heutzutage vollgepackt mit Turnieren, aber es ist nicht schlimm, ab und zu eines zu verpassen."
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